4. August 2024

Pokemon Infinite Fusion - Tipps & Hinweise 2024

Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen,

nachdem ich ja bereits 2020 einen Tipps und Hinweise Post zu Infinite Fusion verfasste hatte, ist das Spiel ziemlich durch die Decke gegangen. Das ganze ging sogar soweit, dass Creepy Pasta Punch in einem Stream auf meine Post zurückgegriffen hat, um weiter zu kommen.

Da sich in der aktuellen Version 6.2.3 ein bisschen etwas geändert hat, gibt es jetzt hier eine neue Version meines Post mit vielen Sachen, die ich lieber vorher gewusst hätte.

Was ist Pokemon Infinite Fusion?

Ihr kennt sicher noch alle diese witzige Internet Seite, wo man aus zwei Pokemon ein neues fusionieren kann. Nun die Wünsche von vielen Fans wurde erhört und so gibt es das Ding jetzt als Spiel.

Für welches System ist Pokemon Infinite Fusion?
Für den PC. Es ist eine mit dem RPG-Maker erstellt und basiert, wie fast alle PC-Spiele, auf einer Exe-Datei. Die einfachste Methode, das Spiel zu installieren ist mit diesem Installer hier.

Kann man Infinite Fusion mit einem Gamepad Spielen?

Ja, mittlerweile unterstützt das Spiel XBox Controller ziemlich gut. Man bewegt sich mit dem Steuerkreuzt, A und B sind eben A und B. Das gedrückt halten von X lässt einen rennen. Beim herunterdrücken des rechten Sticks bekommt man eine Schnellwahl, wo man zb. die Angel platzieren kann. Mit der linkten Schultertaste, kann man die Spielgeschwindigkeit in zwei Stufen ändern aka. "Speedtaste". Wem das nicht gefällt, kann mit einem Druck auf F1 die Steuerung ändern, was aber nicht immer gut funktioniert. Wenn man mit dieser Steuerung jedoch nicht zufrieden ist, hat man ein Problem, denn eine freie Belegung der Knöpfe ist kaum bis gar nicht möglich.

Welche Pokemon Version ist Pokemon Infinite Fusion?

Man befindet sich in der Welt der ersten Generation von Rot und Blau auch bekamt als die Kanto-Region. Das Spiel wurde jedoch grafisch aufgehübscht. Außerdem wurden einige Verbesserungen der neueren Generationen eingeführt. So ist Wickeln weniger nervig, man kann nach dem Aufwachen sofort angreifen, zudem sind Psycho-Pokemon nicht mehr so übertrieben. Nach dem besiegen der Top-Vier, kann man nach Johto reisen, der Welt von Pokemon Silber und Gold.

Gibt es eine ausufernde Story?
RPG-Maker Adaptionen der Pokemonspiele sind wohl für ihre ausufernden Story und kiloweise Textboxen bekannt. Im frühen Spiel bleibt man jedoch eher davon verschont, später gibt es jedoch eine Szene, wo man mit Erika der Arenaleiterin ein wenig stark gescripted durch die Kanalisation streift. Jedoch wurden bereits einige Storylines im Gegensatz zu den Vorversionen gestrichen.

Gibt es auch ohne den Modern Mode nicht Gen 1 Pokemon?
Ja die gibt es aber mit ziemlicher Seltenheit, so kann man nachts auf der Route 1 nachts Hoothoot begegnen.

Kann man Pokemon von Anfang an fusionieren?
Fast, man bekommt bereits bei der Abholung von Professor Eichs Packet ein Item geschenkt mit welchem man Pokemon fusionieren kann.

Wie funktioniert die Fusion?

Man kauft für $300 ein Item, welches man auf zwei Pokemon anwenden kann, danach wird man gefragt, welches Pokemon den Kopf und welches den Körper stellen soll. Dabei werden einem die Umrisse der Fusion gezeigt und der Typ. Danach kann man das Wesen und die Eigenschaft wählen. Der letzte Schritt ist das mischen der Attacken. Die Stats werden dabei automatisch angeglichen.

Sehen die fusionierten Pokemon gut aus?

Es gibt zum einen Fusionen, welcher noch so aus dem Fusionsmaker stammen und die zum großteil echt komisch aussehen aber dann gibt es sehr gute bis großartige handgezeichnete Sprites für die wichtigsten Fusionen. Die meisten Fusionen von Trainern sind mittlerweile mit diesen Custom-Sprites versehen.

Wie wirken die Fusionieren Pokemon optisch und ästhetisch?
Das ist wirklich komplett verschieden. Es reicht von ultra cutzy über super cool bis jemand hat das Tor zu Tschernobyl zu weit ausgelassen bis tötet es bevor es Eimer legt und "das muss ein Glitch sein"!

Das Pokemon sieht komisch aus, kann ich das ändern?
Für einige der beleibtesten Fusionen und für fast alle normalen Pokemon gibt es mehrere Sprites. Fängt man ein neues Pokemon oder erstellt man eine neue Fusion, kann man das Sprite wählen, welches einem am besten gefällt. Für fremde Pokemon, kann man diese Änderung, ein bisschen fummelig uns gut versteckt, im Pokedex vornehmen.

Kann man fusionierte Pokemon auch wieder trennen?
Ja mit dem gleichen Item, dabei wird das Level quasi halbiert, die Stats wieder normalisiert aber bei den Attacken gibt es oft ein ziemliches Chaos. 

Sind Fusionen besser oder schlechter als normale Pokemon?
Es kommt drauf an, wie gut die Fusion ist. Eine schlechte Fusion ist deutlich schlechter als ein reines Pokemon aber eine gute Fusion kann ziemlich reinhauen.

Ist Pokemon Infinite Fusion schwer?
Jetzt nicht mehr, die Version von 2020 war schon eine Harte Nuss aber die neuste Version ist deutlich leichter. Zum einen sind die Fusionen nun etwas besser und zum anderen, kann hat man noch einen Easy-Mode zur Auswahl.

Was macht der Remix Mode?
Wählt man bei einem neuen Spiel, den Remix Mode (früher Modern Mode) so bekommt man allerhand neue Pokemon in die alte Welt gesetzt. Die erster Route wird dann nicht nur von Taubsi und Ratfranz, sondern auch von Bidiza, Farbeagle und Wiesor bevölkert.

Was macht der Easy Mode?
Im Easy Mode hat man, wie bei den neuen Pokemon Spielen, einen ständig aktivierten EP-Teiler, nur das dieser weniger Text spammt. Zudem bekommt man für das fangen von Pokemon EP, wenn auch sehr wenig. Es leveln also alle Pokemon im Team immer mit.

Was macht der Randomized Mode?
Einfache Antwort Unsinn, er wirbelt auf Wunsch verschiedene Sachen durcheinander. Ich habe es mal kurz probiert, fand es ganz lustig aber da das Spiel Pokebällt mit Blaubeeren vertauscht hat, konnte ich leider keine Pokemon fangen. Also eher was für Leute, die das Spiel schon kennen.

Kann ich die Strateinstellugen nachher noch ändern?
Ja, in einigen Pokemoncentern befindet sich ein Charakter mit schwarzem Anzug und Sonnenbrille, dieser kann euch euer Spiel retten und neu einstellen.

Welche Starter Pokemon bekommt man?
Das kann man sich bei den Einstellungen zu einem neuen Spiel aussuchen. Die erste Option gibt einem das Kanto Starta Trio aus Shiggy, Bisasam und Glumanda. Man kann jedoch auch Wunsch auch die Starter aus Jotho oder anderen Gerionen wählen. Auf Wunsch, kann man sich seinen Starter auch frei aussuchen und so zb. einfach Mewto als Starter bekommen. Zudem kann man mit seinem Namen auch noch Einfluss auf das Spiel nehmen. Nennt man sich Ash, bekommt man ein Pikachu, nennt man sich Garry gibt es ein Evoli.

Kann ich einfach irgendwelche Pokemon willkürlich fusionieren?

Ja es ist alles möglich aber manche Fusionen sind einfach zu schwach auf der Brust, weil sie durch das angleichen der Werte zb. ihren hohen Angriff verlieren oder elementare Anfälligkeiten bekommen. Man muss schon ein bisschen nachdenken, was man da tut.

Welche Fusionen lohnen sich?
Fusionen können aus mehreren Gründen stark sein. Das einfachste wäre eine Konkurrenz-Fusion, dabei fusioniert man zwei sehr ähnliche Pokemon, zwischen denen man sich sonst entscheiden muss. So kann man aus Habitak und Taubsi einen Super Vogel machen oder aus Nidorino und Nidorina das bekannte Nidodivers.

Eine zweite Methode ist das mischen von Typen, um nervige Schwächen los zu werden. Mischt man ein Pikachu oder ein anderen Elektropokemon mit einem Flug-Pokemon, braucht man keine Angst mehr vor Bodenattacken zu haben. Oder man versucht an die Eigenschaft "Levitate" zu kommen. Besonders mächtig ist es, wenn man die Nebulak-Alpollo-Gangar Reihe von ihrem Gift-Typ befreit.

Die dritte Methode ist es an Attacken-Kombinationen zu kommen, die sonst nicht möglich wären. Eine Traumato-Fusion, welche für ihren Traumfresser nicht mehr auf die unzuverlässige Hypnose angewiesen ist, ist äußerst mächtig. 

Wie funktioniert das mit mehreren Element-Klassen?
Es wird das erste Element des Kopfes, mit dem zweiten Element des Körper gemischt. Es gibt aber viel Ausnahmen und Sonderregeln.

Was passiert, wenn ich Pokemon mit sich selbst fusioniere?
Man kann zwar nicht das selber aber das gleiche Pokemon fusionieren, dies ergibt ein leicht bessere Version des jeweiligen Pokemons, zwar nicht besser als gute Fusionen aber meist mit extrem genialen Sprites, hier der Rattenkönig. 

Kann ich No Gurad ausnutzen, damit Geofissur immer trifft?
Leider nein, die Trefferwahrscheinlichkeit von Geofissur, als die von Hornhorer werden nicht von No Guard verbessert.

Kann ich Shedinja so fusionieren, dass seine Wonder Guard Fähigkeit vor fast allen Attacken schützt? 
Ja, das Pokemon, welches auf Deutsch Ninjatom heißt, kann nur von Attacken verletzt werden, gegen welche es eine Typschwäche hat. Shedinja, ist im Original Käfer/Geist, muss so Attacken folgender Typen fürchten: Feuer, Flug, Geist, Stein und Unlicht (Dark). Eine einzige dieser Attacken schaltet Shedinja sofort aus. Fusioniert man es jetzt aber zb. mit Pipi vom Montberg, so müssen wir nur noch Geist und Stahl fürchten, gegen alles anderen wird es Immun. Eine Kombination aus Shedinja und Spiritomp macht es gegen alles außer Dark (Unlicht) immun. Aber leider haben viele normale Pokemon Bite und Persuit dabei.

Wie entwickeln sich Fusionen?
Sind die Voraussetzungen für die Entwicklung eines Teils gegeben, so entwickelt sich auch nur dieser Teil. Hat man eine Taubsi/Habitak Fusion und erreicht Level 18, so entwickelt sich die Fusion zu Tauboga/Habitak weiter.

Wie entwickeln sich Tausch Entwicklungen?
Da man in Infinite Fusion nicht richtig tauschen kann, entwickeln sich Geister, Löffel und Stein Reihe einfach auf Level 40. Um Simsala, Gengar und Geowaz zu bekommen, müsst ihr also nur trainieren. Die kleinen süßen Pokemon wie Pichu und Pii entwickeln sich ab Level 15.

Wie Trainiere ich am effektivsten?
Viele wilde Trainer lassen sich nach dem gewonnen Kampf erneut ansprechen, einige möchten dann Tauschen aber einige möchten erneut kämpfen. Besonders Trainer mit einem einzigen sehr starken Pokemon, das einem Element angehört, welches eines eurer Pokemon mit ein paar Angriffen ausschalten kann, sind ideale Boxsäcke. Seit der neusten Version steigen die Pokemon dieser Trainer aber auch im Level auf aber sehr sehr langsam, was das Spiel nochmal deutlich einfacher macht. Mit einem Trainer im Vertanier-Wald, könnt ihr vor Rocke locker ein Feuer oder Flug Pekomen auf Level 30 bringen. Oder eine Nidorina mit Schnabel.

Besitzen andere Trainer auch Fusionen?

Ja, sogar fast ausschließlich. Gefühlte neunzig Prozent aller Pokemon bei anderen Trainern, Arenaleritern und Team Rocket sind fusioniert.

Gibt es wilde fusionierte Pokemon?
Ja, in der neusten Version findet ihr auch wilde fusionierte Pokemon aber mit einer geringeren Chance als früher, in etwa jedes zehnte wilde Pokemon ist fusioniert.

Kann man wilde Fusionen trennen?
Ja, genau wie eigenen misslungene Fusionen, kann man auch wilde Fusionen trennen. Einige Pokemon könnt ihr so leichter, oder auf einem niedrigeren Level fangen.

Wie werden wilde Fusionen bestimmt?
Wilde Fusionen werden aus den Pokemon fusioniert, welche ohnehin in dem Gebiet oder dem Stück Gras auftauchen. Auf Route 1 gibt es also immer mal wieder Taubsi/Ratfraz-Fusionen.

Gibt es Shiny Pokemon?
Ja es gibt einzelne Pokemon als Shinys, diese haben eine anderes Farbschema und werden mit einem roten Stern gekennzeichnet. Shiny Pokemon können dabei auch Fusioniert werden, worauf auch die Fusion als Shiny gilt und ein anderes Farbschema bekommt. Shinys sind jedoch extrem selten und bieten keine spielmechanischen Vorteile.

Ich finde kein Pikachu.
Das liegt daran, dass es keine Pikachus mehr im Wald gibt, es gibt nur noch Pichus, welche dort auch nur morgens und mittags bei hellem Sonnenschein anzutreffen sind. Ihr müsst also auf die Urzeit achten. 

Ich habe Probleme im Vertania-Wald.
Dazu besorgt man sich entweder einen Vogel wie Tabsi oder Habitak oder trainiert ein Nidoran, bis es Peak zu Deutsch, Schnabel lernt. Mit dieser Flugsttacke rasiert man quasi durch den Wald und seine Trainer.

Ich habe Probleme mit Rocko.
Auch dazu organisiert man sich auf Route 22 am besten ein Nidoran oder ein Menki. Dazu verlässt man Vertania City nach links, aber nur bis zum ersten kleinen Grasstück. Nidoran lern auf Level 9 die Kapfattacke Doppel-Kick, damit sollte es die Felspokemon von Rocks zertrümmern. Menki macht das auf Level 8 mit Karateschlag. 

Wo bekomme ich Blitz VH08 her für den Felstunnel?
Als neue Institution gibt es in einigen Städten Hotels mit Questgebern. In Mamoria City hat einer davon seinen Trank an einer Bank verloren. Sucht alle Bänke in der Stadt ab und gebt ihm seinen Tank wieder. Ein andere will eine Letzentwicklung von einem Käferpokemon sehen. Nicht die Questgeber, sondern Professor Eichs Gehilfe, wird auch für eure erste bestandene Quest die Blitz VM Geben.

Wie komm ich beim Mondberg weiter?
Ihr hört euch an, was Rocko vor dem Mondberg zu sagen hat, geht in den Mondberg, seht durch zwei Felden Team Rocket, geht wieder heraus, berichtet Rocko davon und erhaltet dann TM94 Rock Smash, mit diesem kann eines eurer Pokemon, dann bestimmte Felsen zertrümmern und ihr kommt weiter.

Wo gibt es den Mondstein?
Einige wichtige Gegenstände haben in Infinite Fusion ihren Platz gewechselt. Den Mondstein gibt es auf den Mondplateu. Dabei handelt es sich um ein kleines Außenareal, welches über einen Ausgang, im Süd-Osten von der zweiten großen Ebene, betreten werden kann. Bei Nacht und nur bei Nacht, werdet ihr dort ein paar tanzende Pipies sehen, welche jedoch fliehen, wenn ihr euch ihnen nährt. Dabei hinterlassen sie euch jedoch einen einzigen Mondstein.

Zudem gibt es im Mondberg einen versteckten Mondstein in einer Ecke in einer kleinen Zusatzhöhle, names Dark Room. Der Zugang zu dieser Höhle liegt ganz im Norden auf der zweiten Ebene, derjenigen, wo ihr die ersten Rocktes trefft. Nachdem ihr die Leiter herunter seit, geht ihr nach oben. Dort findet ihr drei zerschmetterbare Felsel und darüber den Eingang zum Dark Room.

Den nächsten Mondstein könnt ihr dann bei einem Team Rocket-Mitglied in Azuria Citzy für einen extrem hohen Preis kaufen, was sich jedoch nicht lohnt.

Brauche ich zwei Mondsteine für eine Fusion?
Leider ja, besitzt man eine Fusion aus zwei Pokemon, welche sich beide mit einem Mondstein weiterentwickelten würden, entwickelt sich bei der Anwendung des ersten Mondsteines erstmal nur der Körper. Mondsteine durch Fusionen sparen, geht also leider nicht mehr.

Wo bekomme ich die Schaufler TM?
Die gibt es leider nicht mehr in dem zerstörten Haus in Azuria City, sondern ihr müsst sie in Prismania City im Einkaufszentrum kaufen.

Die ganzen VMs versauen mir meine ganzen Pokemon.
Das stimmt aber es gibt nach einer Weile für fast jede VM (HM) ein Ersatzitem. Reist ihr nach dem erhalt von Zerschneider zurück auf die Router 2, könnt ihr dort einem Mann mit seinem Garten helfen und erhaltet als Belohnung eine Schere. Ab diesem Zeitpunkt braucht ihr kein Pokemon mehr, welches selber Zernscheider beherrscht.

Wie verwalte ich am besten die Attacken meiner Pokemon?
Infinite Fusion hat zwei Eigenschaften, zu einem sind TMs unendlich, ihr könnt also euren halben Team Erdbeben beibringen, wenn ihr einmal im Besitz der entsprechenden TM seit. Zum anderen gibt es Attackenlerner, welche es euren Pokemon erlauben vergessenen oder gar nicht erst erlernte Attacken zu lernen.

Gibt es Doppelkämpfe?
Ja, ab einem gewissen Zeitpunkt wollen Trainer, die neben einander stehen, auch zusammen gegen einen Kämpfen. Dabei setzt jeder ein Pokemon ein, man selber setzt dann automatisch die ersten zwei Pokemon aus seiner Liste ein. Oft kann man diese Doppelkämpfe umgehen, wenn man die Trainer von sich aus einzeln anspricht.

Wie komme ich in den Pokemonturm?

In dem man ein wenig auf der Treppe zur zweiten Etage herumläuft, die Zone der Treppe im Geister Turm ist etwas unsauber programmiert.

Wie funktioniert die Angel?
Die Angel (old Rod) bietet nun ein kleines Minispiel. Am besten legt man sich die Angel, per Registrierung, auf das mit Eindrücken des rechten Sticks. Stellt sich an eine Wasserfläche und drückt A. Drauf sieht man einige Punkte ablaufen, wenn sich der Charakter schüttelt und ein Ausrufungszeichen über dessen Kopf erscheint, muss man schnell A drücken, sonst entkommt das Pokemon .. oder der alte Stiefel.

Warum ist nichts hinter dem Poster in der Team Rocket Gamecorner?
Weil die Quest in die Kanalisation umgezogen ist, Erika steht dort und wartet quasi auf euch. Vorher müsst ihr jedoch in den Pokemonturm um dort die passende Quest zu erhalten.

Die Brücke in der Kanalisation ist zu niedrig, wie komme ich drüber?
Irgendwo, kann man den Wasserspiegel erhöhen, dann schwimmt das Brett nach oben und man drüber laufen. Bretter, welcher quer auf der oberen Etage liegen, muss man erst herunterwerfen. Dazu betritt man mit Erika zusammen die obere Etage und stellt sich für einige Sekunden auf das Brett. Dann fällt man mit dem Brett in die untere Etage. Wenn man nun den Wasserspiegel wieder erhöht, schwimmt das Brett oben und dient als Brücke.

Wo gibt es das Sliph Scope?
In der Kanalisation, wo man mit Erika rein geht.

Wo bekommt man die Stärke TM?
Die bekommt man von dem Mädchen auf Route 12, nachdem man das Relaxo mit der Pokeflöte geweckt hat.



Wie trainiere ich am besten für den Glutberg?
Am besten dafür eignet sich der Wissenschaftler in der Pokemonvilla, wenn man vom Eingang ganz nach oben läuft. Das Level für den Glutberg (Mt. Ember) ist dringend nötig, glaubt mir.





Wie komme ich gegen den legendären Vogel an?
Der dreier Vogel Zapmolcuno aus Zappdos, Lavados und Arktos kann schon eine ganz schöne Nuss sein. Dabei hilft es am besten erst Arktos (A) auszuschalten, da er mit seinem Eisstrahl den meisten Schaden anrichtet. Auch hilft es, möglichst viele Attacken im Repertoire zu haben, welche mehrere Pokemon auf einmal schädigen. 

Wie komme ich ins Kraftwerk und auf die Seeschauminseln?
Nach dem Sieg über den dreier Vogel, liegen dort einfach der Schlüssel zum Kraftwerk als auch der Eispickel für die Seeschauminseln. Warum das System, im Vergleich zu den Vorversionen, so stark vereinfacht wurde, kann ich leider nicht sagen.

Warum ist die Arena auf den Zinoberinseln geschlossen?
Der Arenaleiter befindet sich im Keller der Pokemonvilla und wird nach dem ansprechen in seine Arena zurückkehren, wo ihr gegen ihn kämpfen könnt, um den Vulkan-Orden zu bekommen.

Warum ist die Arena von Vertania City geschlossen?
Wahrscheinlich, weil noch nicht alle Quests im Zusammenhang mit Team Rocket abgeschlossen sind. Aber einen Ausflug nach Johto, die Welt von Pokemon Silber und Gold, ist nun nicht mehr nötig, wie in den vergangenen Versionen.

Wie trainiert man am besten für die Top-Vier?
Die Trainerin mit der Bisaflor/Turtok Fusion steht nun leider nicht mehr draußen direkt über dem Wohnwagen, in dem man sich heilen konnte. Dafür steht sie jetzt in Tunnel der Siegesstsraße aber auch recht nah am Ausgang. Um euch effektiv auf die Top-Vier vorzubereiten, startet ihr am besten im Pokemoncenter vor den Top-Vier geht zurück in den Tunnel und widerholt den Kampf solange, bis eure Pokemon auf dem gewünschten Level sind.

Wo sind die Spielstände (Savegames) von Infinite Fusion gespeichert?
Das kann je nach PC und Betriebssystem unterschiedlich sein. Bei mir sind diese aktuell bei C:\Users\[Benutzername]\Saved Games\Pokémon Infinite Fusion aber bei Anderen sind sie bei C:\Users\[Benutzername]\AppData\Roaming\InfititeFusion. Euer Spielstand hat dann die Form einer einzigen Datei mit dem Namen Game.rxdata. Erstellt eine Kopie dieser Datei auf einem USB-Stick oder auf Google-Drive um euren aktuellen Spielfortschritt zu sichern.

So das wars dann soweit, ich hoffe ich konnte euch etwas rumsuchen ersparen.

29. Juli 2024

Einfluss von Schalldämpfern auf automatische Waffen

Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen zu einem neune Post zum Thema Waffenkunde.

Ich musste neulich wieder die Aussage hören, dass man es ja gar nicht voraussehen könnte, ob ein Schalldämpfer bei einer automatischen ergo selbstladenden oder schnellfeuerfähigen Waffe nun Unterfunktion oder Überfunktion entsteht.

Ja gut, dass kann man natürlich nicht, wenn man nicht weiß, welche Waffen von welchen Kräften angetrieben werden und Gasdruck nicht vom Rückstoß unterscheiden kann. Das ist als würde man versuchen zu kochen, ohne in der Lage zu sein Zucker von Salz zu unterscheiden.

Deswegen erstmal die Grundladen, die eigentlich Jeder, der sich mich Waffentechnik auseinandersetzt beherrschen sollte. 

Waffen mit Masseverschluss, werden vom Gasdruck angetrieben wie man anhand dieser einfachen Rechnung hier nachvollziehen kann oder wie man in diesen Fachwerken nachlesen kann.

Waffen mit Gasbohrung oder Staudüse werden ebenfalls vom Gasdruck angetrieben.

Waffen mit lang zurückgeleitendem Lauf werden vom Rückstoß angetrieben, der lokal wirkende Gasdruck kann eine Lauf-Verschluss-Koppelgruppe nicht bewegen, genauso wie ein Dampfdrucktopf nicht plötzlich durch die Küche fliegt, weil der Deckel von unten Druck erfährt. 

Soweit so einfach, das erste mal kompliziert wird es erst bei Waffen mit kurz zurückgleitendem Lauf, denn das kurze zurückgeleiten des Laufes wird zwar durch den Rückstoß bewerkstelligt und damit auch die Entriegelung. Jedoch passiert dies so früh, dass noch mehr als genug Gasdruck im Lauf vorhanden ist, um den Verschluss nach hinten zu treiben. Die Verschlussöffnung wird also hier durch den Gasdruck angetrieben.

Mit diesen Erkenntnissen ergibt sich der erste Teil unserer Tabelle.

  • Masseverschlüsse erleben Überfunktion
  • Waffen mit Gasbohrungen oder Staudüsen erleben Überfunktion
  • Waffen mit lang zurückgleitendem Lauf erleben Unterfunktion
  • Waffen kurz zürckleitendem Lauf erleben beim Entriegeln Unterfunktion
  • ...aber beim öffnen des Verschlusses Überfunktion
Die Ursache für die Überfunktion von Gasdrucklader ist einfach, dass das Gas länger im System gehalten wird. Die meisten Gasdrucklader (Masseverschlüsse wie auch solche mit Laufbohrungen und Staudüsen) sind drauf ausgerechnet, dass es mit dem Austritt des Geschosses aus der Mündung, zu einem rapiden Gasdruckabfall kommt. Dieser schiebt sich jedoch Zeitlich weit nach vorne und so hat der Gasdruck deutlich länger Zeit auf direkt auf den Verschluss (bei Masseverschlüssen) oder auf Gaskolben (Gasdrucklader mit Hubkolben) oder Teile des Verschlusses (Gaseinleitung) einzuwirken.

Die Ursache für die Unterfunktion bei Rückstoßlader liegt in der Zusätzlichen Masse am Lauf, welche mit bewegt werden muss. Die meisten Rückstoßlader sind darauf berechnet, genau ihre Laufmasse zu bewegen, wenn auch mit Spielraum. Wird diese zu bewegende Masse erhöht, so ergibt sich Unterfunktion.

Gleiches gilt für Rückstoßlader mit kurz zurückgleitendem Lauf, nur das dort die Entriegelung sehr früh geschient und nach dem Übergang von der formschlüssig statischen Verbindung zur kraftschlüssig dynamischen der verbleibende Gasdruck im Lauf den Verschluss- oder Schlitten-Antrieb übernimmt. Dies ist gut zu beobachten bei Waffen, dessen Auszieherkralle entfernt wurde und welche trotzdem zum Auszug und teilweise sogar zum fehlerfreien Auswurf von Patronen fähig sind, nachdem das Geschoss den Lauf der Waffe verlassen hat, da ab diesen Zeitpunkt der Rückstoß nicht mehr in der Lage ist, auf Waffenteile einzuwirken.

Jetzt wird es aber nochmal kurz kompliziert und wir müssen uns kurz mit dem Thema Rohrhub beschäftigen. Dieses Phänomen dürfe am ehesten von Maschinengewehren wie dem MG42 oder MG08/15 bekannt sein. Hier wird das Rohr selber als Gaskolben verwendet und vom Gasdruck in einer Staudüse nach hinten geworfen.

Dieser Effekt tritt aber nicht nur dann auf, wenn man ihn haben will, sondern immer, wenn sich dem Gasdruck die Gelegenheit bietet, sich zwischen einen beweglichen Lauf und das Waffengehäuse zu drängeln. Wichtig wird dieser Effekt, wenn wir uns mit Schalldämpfer beschäftigen, welche nicht an die Rohrmündung also ein Laufgewinde, sondern am Waffengehäuse befestigt werden, denn dann gelten Teilweise komplett andere Regeln für den Einfluss von Schalldämpfern auf automatische Waffen.
  • Gasdrucklader erleben weiter Überfunktion, da ihre Läufe meist feststehen.
  • Rückstoßlader mit lang zurückgleitenden Läufen erleben Überfunktion.
  • Rückstoßlader mit kurz zurückgleitenden Läufen erleben Überfunktion beim Entriegeln und Laden.
Die zunächst vom lauffesten Schalldämpfern benachteiligen Rückstoßlader erleben nun, durch Rohrhub, durchgehen Überfunktion. Die lauffesten Schalldämpfer verhalten sich, an der Mündung der Waffe, wie die Staudüsen von MG42 und MG08/15 und verwandeln die Waffen praktisch in Gasdrucklader.

Schalldämpfer und automatische Waffen Als praktische Tabelle

Fazit:

Wir sehen also, dass das Verhalten von automatischen Feuerwaffen in Verbindung mit herkömmlichen Schalldämpfern nicht dem Zufall überlassen ist, sondern sehr wohl vorausgesehen werden kann, wenn man zwei Bedingen erfüllt. Ernstes muss man sich an die wissenschaftliche Einteilung von Antriebssystemen halten. Zweitens muss man in der Lage sein Gasdruck und Rückstoß zu unterscheiden und drittens muss man zwischen laufwesten und gehäusefesten Schalldämpfer unterscheiden und den Effekt des Rohrhubes kennen.

Appendix:

Es existieren natürlich auch Schalldämpfer, welche diese Probleme durch besonderen Konstruktionen umgehen. So schalten Schalldämpfermasseentkoppler (Nielsen Device) die Unterfunktion bei Waffen mit kurz zurückgleitendem Lauf weitgehend aus. Schalldämpfer mit entlüfteter Erststufe (Flow Through Design) erzeugen bei Gasdruckladern weniger Überfunktion und Schalldämpfer mit deutsch erweiterter Erststufe erzeugen bei Rückstoßladern deutlich weniger Rohrhub.

22. Juli 2024

Warum haben M4 und M16 (A1) eine Schließhilfe (Forward Assist)?

 Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen zu einem neuen Post zum Thema Waffentechnik mit einer großen Portion Waffengeschichte.

Über die Schließhilfe des M16A1 und M4A1 ist schon viel gesagt und geschrieben worden. Ob sie gut ist und wozu sie überhaupt gut ist, wird und wurde viel diskutiert. Aber die Frage, warum ist sie überhaupt da wird so gut wie gar nicht berührt und wenn, dann heißt es oft fälschlichterweise "Wegen der Probleme in Vietnam".

Und um das schonmal vorweg auszuräumen, die Schließhilfe wurde nicht wegen der Problem in Vietnam eingeführt, denn wenn wir uns den zeitlichen Ablauf ansehen, dann fordert die US-Armee 1963 die Schließhilfe, erst ein Jahr später 1964 kommt es zum Golf von Tonkin Vorfall und erst 1965 landen die ersten regulären Truppen der US-Armee in Vietnam. Zu diesen Zeitpunkt haben schon alle Truppen für den Fronteinsatz das XM16E1 mit Schließhilfe. Die großen Probleme treten erst ab 1966 auf und werden 1967 durch das M16A1 mit hartverchromter Kammer und neuem Puffer behoben.

Aber kurz zu den Nomenklaturen. Das M16 ist die Version der Luftwaffe ohne Schließhilfe. Das XM16E1 ist die Version der US-Armee mit Schließhilfe.

Aber wenn die Schließhilfe nicht wegen der Probleme in Vietnam eingeführt wurde, warum dann?

Ein Blick in die Unterlagen verrät dass die US-Armee folgende Begründung angegeben hat: "Bei jeder bisherigen Waffen, hatte der Soldat die Möglichkeit den Verschluss manuell zu schleißen."

Eine durchaus wahre Aussage, bei M14 und M1 Grand musste man nur den Verschlussgriff nach vorne drücken, um den Verschluss zu schließen. Warum der Armee dies aber so wichtig war, darüber sagt die Fachliteratur zur M16 nichts.

Vertrackter weise finde man die Gründe aber in der Literatur zu einer anderen Waffen, jener der FN FAL. Vielen fragen sich eventuell, was das FN FAL mit der Schließhilfe des M16A1 zu tun hat aber lasst mich erklären.

Bevor das FAL zu den heutigen Formen wie dem FAL 50.00, dem britischen L1A1 oder dem deutschen G1 (FN Gewehr) wurde, war es das T48, welches in den USA im Wettbewerb mit dem T44 stand. Wobei aus dem T44 später das M14 hervorgeheben wird.

Wie eventuell bekannt ist, waren die USA dem belgischen Gewehr sehr skeptisch gegenüber. Was auch zu dieser Zeit verständlich ist, denn der Kalte Krieg konnte schon morgen heißt werden und deswegen war es besser morgen ein gutes Gewehr zu haben, als übermorgen ein besseres. Zudem war das T48 deutlich unausgereifter als das spätere FN FAL, welches der rechte Arm der freien Welt, werden wird.

Die voreingenommenen oder, gelinder ausgerückt, die vorsichtigen Tester bemängelten alles am T48, was das T44 konnte. Bei arktischen Versuchen mit Wasser, das über und in die Waffen gegossen wurde, während deren Verschlüsse offen standen brachten eine interessante Fehlfunktion des T48 zu Tage. Dabei fror der Verschluss im inneren des Waffengehäuses fest und ließ sich nicht mehr nach vorne bewegen, ergo auch nicht schließen.

Das FN FAL treibt eine
Stange in seinen Kolben
Ein intuitives Zerlegen der Waffen, um diesen Überstand zu beseitigen, war jedoch nicht möglich.
Schuld daran war die alte Schließfeder der FN FAL zu diesem Zeitpunkt, diese befand sich vollständig im Kolben der Waffe. Der Verschluss war mit einer Übertragungsstange mit dieser Feder verbunden. Bewegte sich der Verschluss nach hinten, so drückte diese Übertragungsstange auf die Feder. Befand sich nun der Verschluss in der hinteren Position, so ragte diese Stange vom Verschluss aus in den Schaft. Versuchte nun ein Schütze, die Waffe zu zerlegen, so funkgierte die Stange als eine Art Sperre, welche das trennen der Gehäusehälften verhinderte. Die T48 konnten erst wieder zerlegt werden, als das Eis geschmolzen war. Es gab kaum eine Möglichkeit Gewalt auf den Verschluss des T48 auszuüben, um dessen Verschluss nach vorne zu zwingen.

Zum zerlegen des FN-FAL muss 
das Gehäuse abgeklappt werden
Aus diesem Grund bekam das T48 einen mit dem Verschlusskoppelbaren Durchladegriff, welcher
seinerseits jedoch das Gewicht der Waffe erhöhte und bei Verschmutzung nicht mehr einwandfrei funktionierte. Das T48 unterlag dem T44, wenn auch aufgrund vieler anderen Details und das T44 wurde als M14 offiziell eingeführt.

Für uns interessant dabei ist, dass diese Ereignisse dazu geführt haben, dass die US-Armee ab da an der Meinung war, dass der Schütze den Verschluss einer Waffen zu jeder Zeit nach vorne zwingen können muss.

Als das AR-15 aufkam, war dieses für die meisten Verantwortlichen in vielen Punkten so neu, dass man, nicht immer komplett unberechtigte, Vorbehalte gegen die Waffe hatte. 

Einer davon war der wieder hervorgeholte Punkt, dass das schließen des Verschlusses das AR-15 01 (Colt M601) nur durch die Schließfeder bewerkstelligt wurde und der Schütze den Verschluss nur schwer in die vorderste Position bringen konnte, auch denn der Verschluss außen eine kleine Mulde hatte, in welcher der Schützen mit dem Daumen eingreifen konnte.

Die Kralle der Schließhilfe
hat keinen Einschnitt unter sich
Kenner das AR-15-Systems werden jetzt anmerken, dass man einen in hinterster Position feststehenden
Verschluss gar nicht mit der Schließhilfe (Forward Assist) nach vorne bringen kann, da die Kralle der Schließhilfe sich in dieser Position auf Höhne der Daumenmulde mit den Gasentlastungsbohrungen befindet und dort Wort wörtlich nichts zu greifen hat.

Das ist natürlich Korrekt und man kann vermuten, dass die Geschichte mit den FN FAL, den arktischen Test und den gesperrten Gehäusen in Vergessenheit geraten war, auch wir haben diese Geschichte erst nach Jahren gefunden, und die Verantwortlichen nur noch die Information hatten, dass eine Waffe eine Schließhilfe haben muss und nicht warum sie die haben muss. Beziehungsweise, die Begründung, dass jede US-Waffe bis dato eine besaß.

Eigentlich ironisch, wenn man bedenkt, dass man ein AR-15-System mit hinten festgefrorenem oder anderweitig stecken gebliebenen Verschluss noch schwerer wird trennen können als ein FN FAL mit diesem Übelstand.

Grafiken aus: World of Guns: Gun Disassembly

Quellen:

  • The FAL Rifle Classic Edition von R. Blake Stevens 
  • The FN-FAL at al. von Duncan Long
  • Misfire, the tragic failure of the M16 in Vietnam von Bob Orkand & Lyman DurzeaThe 
  • Black Rifle, M16 Retrospective von R. Blake Stevens & Edward C. Ezell

21. Juli 2024

Verwendung des Begriffes AR-15

AR-15 aka. M16
im CAR-15 Programm
Hallo alle zusammen, im letzten Post habe ich die Geschichte des AR-15 grob abgerissen - heute geht es dagegen nochmal um die genaue Begriffsverwendung. Wer meint also was, wenn er oder sie AR-15 sagt und vor allem, wie verwendet man den Begriff richtig und eindeutig. 

Armalite AR Waffen

Die Firma Armalite entwickelte als Zweigfirma des Flugzeugherstellers Fairchild ab beginn der 50er Jahre Feuerwaffen. Das Ziel war es, die damals neuen leichten Materialien aus dem Flugzeugbau auch für Feuerwaffen nutzbar zu machen.

Die erste Waffe war das AR-1 ein äußerst leichtes Repetiergewehr mit dem Spitznamen Para Sniper. Die Benennung der einzelnen Projekte folgt dabei dem Muster AR plus einer fortlaufenden Nummer für jedes neue begonnene Projekt. Dabei steht AR für die Firma Armalite. Die Behauptung, AR stände für Assault Rifle oder Armalite Rifle müssen aufgrund der AR-9 zurückgewiesen werden, bei welcher es sich um eine Schrotflinte handelt. Da das englische Wort rifle sich gleich dem deutschen Wort Büchse lediglich auf Waffen mit gezogenen Läufen bezieht.

Armalite XAR-15

Das erste militärische Schnellfeuergewehr von Armalite war das AR-10, welches sich jedoch bei der Ausschreibung der US-Streitkräfte nicht gegen T-48 (FN FAL) und M14 durchsetzen konnte. Jedoch bat man die Firma Armalite eine kleinere Version des AR-10 für eine SCHV-Patrone (small caliber high velocity) zu entwickeln. Zunächst entwickelte man mit der AR-11 Stopette eine neue Waffe, kehrte dann aber zur Idee des geschrumpften AR-10 zurück und schuf das XAR-15.

Das XAR-15 war, wie das AR-10, schnellfeuerfähig und dank der verwendeten Patrone .222 Remington (5,7x43,2mm) auch aus heutiger Sicht ein vollwertiges Sturmgewehr. Die Abzugsgruppe des XAR-15 zeigt zwar nicht die Aufschrift AUTO, jedoch ist der Pinn, welcher den Schnellfeuerunterbrecher hält, deutlich von außen zu sehen.

Armalite AR-15

Da das XAR-10 vielversprechender war als die Stopette, wurde das XAR-15 zum AR-15 weiter entwickelt. Dabei wurden Kinderkrankheiten ausgebessert und eine neue Patrone für die Waffe geschaffen, welche zunächst den Namen .223 Special oder .223 Stoner erhielt, jedoch später als .223 Remington bezeichnet und unter diesem Name auch auf den zivilen Markt angeboten wurde, das Armalite AR-15 jedoch blieb zunächst ein rein militärisches Projekt.

Verwendet ein Fachkundiger den Begriff AR-15 mit bestimmtem Artikel, das AR-15, ist meist diese Waffe gemeint.

Colt AR-15

Da die Firma Armalite nicht die nötigen Produktionskapazitäten besaß, um das AR-15 in Massen zu produzieren, wurde zunächst eine begrenze Lizenz an die Firma Colt vergeben. Diese verbesserten das AR-15 und passen die Waffe an die Fertigung auf eigenen Maschinen an. Dabei bliebt die Bezeichnung AR-15 erhalten, Colt fügte lediglich eine Modellnummer an, welche sich aus Modell und einer bei 601 beginnenden Nummer zusammensetzt.

Aufgrund der begrenzten Lizenz tragen die Waffen den Namen Colt AR-15 gut lesbar auf ihren Gehäusen.

Verwendet ein Fachkundiger den Begriff AR-15 mit bestimmtem Artikel, das AR-15, können auch die ersten Modelle von Colt gemeint sein.

Das AR-15 beim US-Militär

Die US-Armee waren zunächst am AR-15 nur aus dem Grund interessiert, da man einige süd-ost asiatische Verbündete nicht ohne weiteres mit US-Waffen ausrüsten konnte. Vor allem die Süd Vietnamesen hatten sowohl Probleme mit dem M1 Grand als auch dem M14. Das Colt AR-15 mit der Modellnummer 601 auch AR-15 M601 oder nur AR-15 01 wurde als besser geeignet angesehen. Die USA kauften einige hundert AR-15 01 und rüsteten zunächst eigenen Militärberater mit dieser Waffe aus.

XM16 und M16

Da die Luftwaffe das damals neue M14 wegen seines hohen Gewichts ablehnte, wurde das AR-15 M601 erprobt und einige Verbesserungsvorschläge gemacht, das verbesserte AR-15 erhielt von Colt die Nummer M603 und wurde von der US-Luftwaffe als XM16 probeweise eingeführt. Dabei metrisierte man die Patrone .223 Remington zunächst als 5,64x45mm HV.

Nach weiteren Verbesserungen entstand das AR-15 M604, welches offiziell als US Rifle, 5,56mm, M16 eingeführt wurde. Die metrisierung der Patrone wurde von 5,64mm auf 5,56x45mm geändert.

Bei XM16 und M16, handelt es sich nachwievor um AR-15 Modelle, wie auf deren Gehäusen zu lesen ist. Ein Fachkundiger wird diese Modelle jedoch bei ihren militärischen Namen XM6 und M16 nennen.

XM16E1 und M16A1

Die zunächst am AR-15 eher uninteressierte US-Armee, interessierte sich später doch für das AR-15 bestand aber auf einem Sonderwunsch in Form einer Schließhilfe. Aus diesem Grund entwickelte Colt das Modell 603, welches als XM16E1 von US-Armee und US-Marines und teilen der Navy eingeführt wurde.

Nach starken Problemen der Waffe im Zuge des Vietnamkrieges wurden, zum Großteil durch falsches Pulver verursachte, wurden diese behoben und das verbesserte Modell als M16A1 eingeführt.

Auch XM16E1 und M16A1 sowie die SMG (XM177, XM177E1, GAU-5/A) und Commando-Versionen (XM177E2, GAU-5A/A) tragen noch die Bezeichnung AR-15 auf ihren Gehäusen.

CAR-15

Um das Sturmgewehr AR-15 M601 herum, schuf Colt eine ganze Waffenfamilie. Dabei wurde diese als CAR-15 vermarktet, was für Colt Automatic Rifle 15 steht. Dieses umfasste stark verkürzte Sturmgewehre wie das M607, Sturmgewehre in Karabinerlänge wie das M605 sowie leichte Maschinengewehre, welche als Colt LMG-1 und LMG-2 bezeichnet wurden.

Die Bezeichnung CAR-15 findet sich vor allem in Werbematerial und taucht nicht auf den Gehäusen der Waffen oder internen reintechnischen Dokumenten auf. Da sich von der Produktpalette nur die sehr kurzen Sturmgewehre durchgesetzt haben, wird der Begriff CAR-15 als Oberbegriff für sehr kurze AR-15 aus der Zeit vor dem M4 Karabiner verwendet.

Auf den Gehäusen der CAR-15 Waffen findet sich nachwievor die Bezeichnung AR-15.

AR-15 SP1 Sporter

Zusätzlich zu den vollautomatischen AR-15 Sturmgewehren, wurde von Colt eine auf Selbstladefunktion reduzierte Version, semi-auto, des AR-15 geschaffen. Diese Waffe wurde unter der Bezeichnung GX-4968 von der US-Behörde ATF (Amt für Alkohol, Tabak und Feuerwaffen) geprüft und für den Zivilmarkt geeignet befunden.

Vermarktet wurde die Waffe als AR-15 SP1 Sporter, intern erhielt sie die Nummer R6000.

Sprechen Fachkundige von der zivilen AR-15, ist meist der SP1 Sporter gemeint.

M16A2, das AR-15 fällt weg

Aus markenrechtlichen Gründen, tragen alle Waffen von Colt bis zum M16A1 und XM177E2 die Bezeichnung AR-15 auf ihren Gehäusen. Diese verschwindet erst mit dem erscheinen des M16A1E1, welches zum M16A2 führen wird. Der Grund ist der Erwerb der Patentrechte des AR-15-Systems durch die US-Streitkräfte.

Beim M16A2, handelt es sich, auch ohne eine entsprechende Markierung auf dem Gehäuse, immer noch um eine Waffe mit AR-15-System.

Waffen mit AR-15 System

Das AR-15 besitzt als Gasdrucklader mit Gaseinleitung ein ziemlich einzigartiges System, welches zwar erstmals beim AR-10 verwendet wurde, aber für Waffen mit dem selben System und der selben Baugruppenanordnung als Waffenfamilienbezeichnung verwendet wird. Die erste Waffe, welche ein AR-15 System verwendete, bei welcher es sich jedoch nicht um eine Colt AR-15 oder ein Lizenzproduktion handelte, was die chinesische Raubkopie CQ 5.56.

Als die Lizenz für das AR-15 von der US-Regierung erworben wurde, wurde der Weg frei für eine Vielzahl an lizensierten Versionen. Aufgrund der kleinen Unterschiede auf der einen Seite aber der nachwievor vorhandenen Ähnlichkeit auf der anderen, wird diese sehr unübersichtliche Waffengruppe als Waffen mit AR-15 System bezeichnet. Bekannte Vertreter sind unter anderem das XM15 der Firma Bushmaster, das K3B von Olympic Arms, das ADAR 2-15 von Molot oder das M&P 15 von Smith&Wesson.

Spricht ein Sachkundiger von einer AR-15, mit unbestimmten Artikel, so handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Waffe aus dieser Gruppe.

Waffen mit AR-15 Architektur

Wie das AR-10 auch, so besitzt das AR-15 eine besondere Baugruppenanordnung. Der Lauf ist am oberen Gehäuse befestigt, wohingegen Magazinschacht und Abzugsgruppe im unteren Gehäuse Platz finden. Dazu ist am hinteren Ende des Gehäuses eine Röhre befestigt, in welcher der Verschluss beim Schuss hineinläuft. Diese Röhre enthält zudem einen Puffer, welcher technisch Teil der Verschlussmasse ist.

Waffen, welche diese Baugruppenanordnung übernehmen aber nicht mehr als Gasdrucklader mit Gaseinleitung arbeiten, bezeichnet man nicht mehr als als AR-15, beziehungsweise als Waffen mit AR-15 System, sondern als solche mit AR-15 Architektur oder als Waffen mit AR-15 Baugruppenanordnung. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem das deutsche HK416 oder der MK556.

Waffen mit AR-15 Anlehnung

Ändert sich die Baugruppenanordnung nur leicht, meist durch den Wegfall der Röhre mit Schließeinrichtung, spricht man meist nur noch grob von Waffen mit Anlehnung oder Abstammung vom AR-15. So besitzen LR300 oder der SIG MCX Spear keine Buffertube/ Receiverextention mehr aber ihre übrige Baugruppenanordnung verrät ihre Herkunft.

Die äußere Grenze bildet hier das koreanische Daewoo K1, welches nicht mehr zur AR-15 Familie gezählt wird, obwohl es immer noch deutlich von dieser abstammt.

Falschbehauptungen

AR-15 wurden als M16
von Colt gekauft

Immer wieder hört man von Unkundigen, dass das AR-15 angeblich die halbautomatische Version des M16 sei. Diese Behauptung ist schon anhand der AR-15 Prototypen zurückzuweisen, welche alle über eine AUTO-Einstellung an ihrer Abzugsgruppe verfügten. Lediglich das XAR-15 weist diesen Schriftzug nicht auf, jedoch ist bei diesem Modell gut der Pinn für den Schnellfeuerunterbrecher zu sehen. Zudem existieren Bilder von der zerlegten Waffe, bei welchen der Schnellfeuerunterbrecher deutlich sichtbar ist.

Auch die ersten von Colt Produzierten AR-15 (AR-15 01, AR-15 M601) waren schnellfeuerfähig und wurden in der frühen Phase des Vietnamkrieges von US-Militärberatern eingesetzt. Offizielle US-Dokumente zu den ersten Bestelllungen und Feldberichte erwähnen AR-15 mit Schnellfeuer. Frühe Fachartikel und Fachbücher verwenden die Begriffe AR-15 und M16 parallel und gleichwertig. Da die US-Luftwaffe damals das Produkt AR-15 als M16 typenklassifiziert (type classified) hat.

Grundlagen:

  • The Black Rifle, M16 Retrospective von R. Blake Stevens & Edward C. Ezell
  • The Black Rifle II, the M16 into the 21st Century von Cristopher Bartocci
  • Small Arms Profile 22 Armalite Weapons von F.W.A. Hobart
  • The M16 von Gordon L. Rottman
  • The M16/AR15 Rifle A Shooter's Guide von Joe Poyer
  • Sturmgewehre der Welt Band III T -V von Gary Paul Johnston & Thomas B. Nelson
  • Waffen Revue Nr.18 Sept.-Nov. 1975 Waffensystem AR 15 (M-16)
  • Visier Special Ausgabe 37 M16 & AR-15

Die kurze Geschichte des AR-15

Das AR-15 von Armalite
Und damit herzlich Willkommen zu einem neuen Beitrag mit dem Thema Waffengeschichte. Dieses mal sehen wir uns, aufgrund der aktuellen Ereignisse, schon wieder das AR-15 an und seinen Weg von einer reinen vollautomatischen Kriegswaffe zu einem zivilen Halbautomaten. 

Auch wenn alleine die letzte Aussage schon nicht ganz korrekt ist, denn die vielen zivilen AR-15 sind ein Nebenzweig der militärischen Geschichte der Waffe aber lasst und erklären.

Armalite

Der Flugzeugproduzent Fairchild hatte die Idee, die damals im Flugzeugbau neuen Materialien und Herstellungsmethoden, auch für den Bau von Feuerwaffen einzusetzen und gründete zu diesem Zweck die Firma Armalite. Bei dieser entstand als erstes das AR-1 ein äußerst leichtes Repetiergewehr, welches den Beinamen Para Sniper trug. Armalite nutzte die durch Fairchild bestehenden Kontakte zur US-Luftwaffe, um dieser die Waffe anzubieten. Die US-Luftwaffe hatte jedoch kein Interesse am AR-1, bekundete jedoch den Bedarf an einem leichten Überlebensgewehr für Piloten.

AR-5 & AR-7

Darauf begannen die Arbeiten für eine besonders leichte Waffe, welche man kompakt unter anderem unter dem Schleudersitz eines Flugzeuges verstauen konnte. Die Ergebnisse waren die AR-5 Survival Rifle für die Kleinkaliberpatrone .22 Hornet und das AR-7 Explorer für die Patrone .22lfb. Beide wurden zunächst in begrenzten Stückzahlen von der US-Luftwaffe bestellt.

AR-10

Zudem begannt 1955 bei Armalite die Entwicklung von automatischen Waffen unter der Leitung von Eugene Stoner, welcher ein damalig neuartiges Antriebsystem für Feuerwaffen entwickelt hatte. Sein System war ein Gasdrucklader, bei welchem die Pulvergase aus dem Lauf abgezapft und anschließend zwischen Verschlussträger und Verschlusskopf geleitet wurden, um den Verschlussträger exakt gerade nach hinten zu treiben und zeitgleich den Verschlusskopf durch Drehung zu entriegeln. Dieser lineare Verschlussantrieb verhinderte eine kippen des Verschlusses. Zudem war der Vorteil dieses System, dass man auf einen herkömmlichen Gaskolben gänzlich verzichten konnte. Somit wurde keine Zusätzliche Masse beim Schuss hin und her geworfen, das System bleib beim Schuss ruhiger.

Die erste Schnellfeuerwaffe mit diesem System wurde 1956 das AR-10 welches zunächst für die starke Gewehrpatrone .30-06, welche einen extremen Rückschlag aufweist. Um diesem weiter Herr zu werden, verlegte Stonder die Schulterstütze auf eine Höhe mit dem Lauf. Auf diese weise wurde der Rückschlag gerade auf die Schulter der Schützen übertragen und es kam zu keiner starken Drehung, wie bei gewöhnlichen Gewehrschäften.

Um die neuen leichten Materialien aus dem Flugzeugbau nutzbar zu machen, wurde der Schildzapfen, ea. das Verrigelungstsück, in welches die Verschlusszapfen eingriffen, aus einem Teil mit dem Lauf gefertigt. So konnten Lauf und Verschlusskopf miteinander verriegeln und dem Gasdruck der Pulvergase gemeinsam standhalten. Der Vorteil dieser Bauweise war, dass das Gehäuse nun kein Gastragendes Teil mehr war - es konnte nun aus leichtem Aluminium gefertigt werden.

Als 1957 die NATO-Patrone 7,62x51 mm vorgestellt wurde, entwickelte Stonder das AR-10 für diese Patrone weiter und schuf so eine sehr leichte Waffe, welche in der Lage war, die starke moderne Gewehrpatrone in kurzen Feuerstoßen zu verschießen, ohne das die Mündung aus dem Ziel wanderte. Mit anderen Waffen für diese Patrone, war dies nicht möglich oder aber diese hatten ein deutlich höheres Gewicht.

Als die USA für die nächste Waffe nach dem M1 Garand Test durchführen, trat das AR-10 in den letzten Test gegen T-48 (FN FAL) und M14 an. Da das AR-10, zu diesen Zeitpunkt, jedoch deutlich früher in der eigenen Entwicklung steckte, zeigte es deutlich mehr Probleme als bei seine Konkurrenten. Zudem kam es zu einer Laufsprengung, da die Läufe der früheren AR-10 aus Aluminium mit einer dünnen inneren Stahleilage bestanden. spätere AR-10 erhielten aus diesem Grund Vollstahlläufe.

Auch die Bundeswehr testete das AR-10 als G4 neben G1 FN FAL (FN Gewehr), G2 SIG 510-2 und G3 (CETME Gewehr). Lehnte es jedoch ab. Lediglich der Sudan und Portugal kaufen das AR-10 in größeren Stückzahlen.

Eine für die Patrone 7,62x39mm M43 eingerichtete Version des AR-10, wurde als AR-10F von Finnland erprobt ajedoch nicht eingeführt. Das AR-10F war Armalites erste Waffe für eine echte Mittelpatrone.

AR-11 Stoppete

Parallel zur Entwicklung des konservativen M14 forschten die USA an neuen progressiven Waffenkonzepten, ein Programm Namens SALVO, sollte die Trefferwahrscheinlichkeit im Feuerkampf erhöhen. Eine Auskopplung dieses Programms war das SCHV-Konzept, welches für small caliber high velocity (kleines Kaliber hohe Geschwindigkeit) steht. Dabei sollten eine Waffe und Munition geschaffen werden, welche durch ihr kleines Kaliber leicht zu schießen waren aber durch die hohe Geschwindigkeit der Geschosse dennoch großen Schaden anrichten sollten. Der Vorteil für den Schützen wäre zum einen gewesen, dass er mehr Schüsse in kürzerer Zeit hätte abgeben und zudem auch mehr Munition mitführen können.

Die Idee kam schon durch die Patrone .220 Swift von 1935, welche ein .22 Kalibergeschoss auf über 1000 m/s beschleunigte und dabei gute Stoppwirkung zeigte. Da die Patrone für die Verwendung in den gewünschten vollautomatischen Waffen ungeeignet war, forschte man auf Grundlage der .222 Remington von 1950 für welche jedoch zu diesem Zeitpunkt keine automatischen Waffen existierten.

Die Verantwortlichen des SCHV-Programms wendeten sich deshalb an Armalite, dessen AR-10 gerade erst aus dem Test, für das neue reguläre Gewehr, ausgeschieden war. Man bad die Firma genau diese Waffe für .222 Remington einzurichten. Man erhoffte sich aus der Kombination des kleinen Kalibers, zusammen mit den Rückschlag reduzierenden Eigenschaften des AR-10 eine äußert angenehm zu schießende Waffe ershalten zu können.

Eugene Stoner wurde dem Wunsch jedoch nicht gerecht, da er die Meinung vertrat, dass das kleine Kaliber diese Maßnahmen nicht nötig hätte und konstruierte mit der AR-11 Stopette ein Gewehr mit klassischer Schäftung mit ergonomischer Ähnlichkeit zum M2 Carbine. Die Arbeiten an der Stoppete wurden jedoch gestoppt. Die offiziellen Gründe geben technische Schwierigkeiten an. Es wird jedoch angenommen, das Armalite Stoner stoppte, da der M2 Carbine gerade im Korea Krieg eine sehr schlechte Figur machte.

AR-15 in .222

Armalite beauftragte 1957 James Sullivan mit der Umsetzung der Wünsche des SCHV-Programms. Dieser begann mit Stoners Unterstützung das AR-10 zum AR-15 einzuschrumpfen und für die Patrone .222 Remington einzurichten. Die Waffe war äußerst angenehm zu schießen, es gab jedoch häufig Probleme mit Ladehemmungen, welche auf die 25-Schuss-Magazine zurückzuführt wurden. Man entschied sich für eine Reduktion der Magazinkapazität auf 20 Schuss.

Da auch beim Einsatz von leistungsfähigem IMR-Pulver die .222 Remington Patrone nicht die geforderte Leistung der Waffe erbracht werden konnte und das Druckmaximum der .222 ohnehin schon erreicht war, entschied sich Stoner eine komplett neue eigene Patrone für das AR-15 zu entwickelt. So entstand 1958 zunächst die .222 Special oder .222 Stoner. Um eine höhere Leistung zu erzielen, wurde die Hülsenschulter nach vorne gezogen, um einen größeren Pulverraum zu schaffen. Zudem erhielt die Patrone eine für automatische Waffen angepasste Ausziehernut. Um Verwechslungen zu vermeiden, wurde die .222 Special in .223 Remington umbenannt.

AR-15 in .224

Um das AR-15 nicht konkurrenzlos im SCHV-Programm zu haben, baten die Verantwortlichen Winchester eine Konkurrenzmodell zu entwickeln. Das Ergebnis war eine als Winchester Light Weight Rifle bezeichnete Waffe für die experimentelle Patrone .224 E2. Um die beiden Waffen fair vergleichen zu können, wurden auch AR-15 in .224 E2 gefordert und von Armalite geliefert. Das AR-15, kam jedoch mit der Patrone nicht gut zurecht.

Die Verantwortlichen mit dem AR-15 in .223 zufrieden und so wurde angedacht, dass AR-15 im begrenzten Maß als Zwischenlösung zwischen M14 und dem erwarteten Ergebnis des SPIW-Programms zu nutzen. Dieses Programm sollte für die Zukunft eine Waffe liefern, welche dem einzelnen Infanteristen eine deutlich höhere Trefferwahrscheinlichkeit und Feuerkraft geben sollte.

Da die ursprüngliche Entwicklungsfirma ArmaLite sich lediglich als ein Thinktank für die Entwicklung neuer Waffen verstand und selbst keine ausreichenden industriellen Kapazitäten für die Produktion des AR-15 besaß, wurden 1959 die Rechte und Pläne für die Produktion an die Firma Colt übertragen. Colt fertigte eine verbesserte und an die eigenen Produktionsmittel angepasste Version des als AR-15 01 intern Colt Modell 601 genannt. Dieses Modell unterscheidet sich vom AR-15 von Armalite unter anderem durch seinen abgerundet dreieckigen Handschutz. Entgegen der Erwartungen von Colt fanden sich jedoch zunächst keine Abnehmer für das AR-15.

AR-15 in Vietnam

Ab 1961 spitzte sich die Lange in Vietnam weiter zu worauf die USA begannen die süd-vietnamesische Armee ARVN zu bewaffnen, dabei stellte sich jedoch heraus, dass die vietnamesischen Soldaten, aufgrund ihrer Statur, nur schlecht mit dem ausgegebenen M1 Grand zurecht kamen, weswegen man davon absah M14 für diese zu produzieren. AR-10 und AR-15 schienen besser geeignet und so beschafften die USA testweise einige AR-15 mit der Modellnummer 601 für US-Militärberaten, welche bis dahin mit dem M2 Carbine ausgerüstet waren. Das AR-15 601 oder kurz AR-15 01 zeigte gute Ergebnisse sowohl in den Händen von ARVN-Soldaten als auch in denen der us-amerikanischen Berater.

Die US-Luftwaffe war von Anfang an mit dem M14 unzufrieden, da sie die Waffe als zu schwer empfanden. Die Wachmannschaften der Flugfelder waren bis dahin mit M2 Carbine ausgerüstet, da aber die Munition der Waffen, .30 Carbine, aus der Logistik der US-Streitkräfte ausgesondert werden sollte, suchte die Luftwaffe nach einer neuen Waffe.

Das AR-15 wurde von der Luftwaffe getestet und nach einigen Änderungswünschen 1961 testweise als XM16 eingeführt. Dabei trägt die Waffe noch immer die Bezeichnung AR-15 auf ihrem Gehäuse und wird als AR-15 02 bezeichnet. Colt intern als sie als Model 602 oder kurz M602 geführt. Dabei wurde das Klaiber auf 5,64 mm metrisiert und die Patrone als 5,64x45mm HV bezeichnet.

M16 Der US-Luftwaffe

Die Luftwaffe zeigte sich zufrieden mit dem XM16 und so wurde das AR-15 mit der Nummer 604 1962 offiziell als US Rifle, 5,56mm, M16 kurz M16 eingeführt. Das Nennkaliber wurde von 5,64mm auf 5,56mm geändert und die Patrone als 5,56x45mm M193 bezeichnet.

XM16E1 der US-Armee

Die Armee interessierte sich immer stärker für das AR-15, da man darin eine Zwischenlösung bis zum erscheinen der ersten Waffen des SPIW-Programms sah. Jedoch bestand die Armee auf einer Schließhilfe, welche, nach damaliger Meinung der US-Armee, jede Waffe haben sollte.

Colt rüstete eine solche nach und so wurde 1963 das AR-15 mit der Modellnummer M603 testweise als US Rifle, 5,56mm, XM16E1 kurz XM16E1 eingeführt. Als 1965 neben US-Militärberatern auch reguläre Truppen der US-Armee nach Vietnam verlegt wurden, trugen diese bereits das XM16E1. Lediglich später eintreffende hinter gelagerte Truppen der US-Armee führen noch das M14.

Ziviles AR-15 SP-1

Für den zivilen US-Markt, Colt schuf ein Modell des AR-15 welches keinen Schnellfeuermodus mehr hallte und reichte diese 1963 als GX-4968 bezeichnete Modell beim us-amerikanischen ATF (Amt für Alkohol, Tabak und Feuerwaffen) ein. Diese Behörde gab grünes Licht für die Waffe, es kam jedoch zunächst nur zur Produktion von sehr geringen Stückzahlen der 1964 als AR-15 SP-1 Sporter vermarkteten Waffe. Der Grund war zum einen das geringe Interesse der us-amerikanischen Zivilbevölkerung, zum anderen nahm der Krieg in Vietnam immer weiter Fahrt auf und so hätte Colt, selbst bei großem Interesse am SP-1 Sporter, nicht die nötigen Produktionskapazitäten gehabt.

Der Name AR-15 wurde von Colt für die gesamte Waffenfamilie übernommen und so tragen selbst XM16E1, M16 und noch M16A1 sowie XM177E2 die Aufschrift Colt AR-15 über der jeweiligen militärischen Bezeichnung. Erst mit der M16A2 in den 80er Jahren verschwand die Bezeichnung von den Gehäusen.

Die von Colt gefertigten zivilen Halbautomaten erhielten ebenfalls die Oberbezeichnung AR-15, so trägt die Sporter SP-1 (intern R6000) die Bezeichnung AR-15 Sporter SP1.

Dieser Umstand führt bei einigen Unkundigen zu der Annahme, dass man mit AR-15 nur die halbautomatischen Mitglieder der Waffenfamilie AR-15 meint. Was jedoch faktisch falsch ist.

Falschbehauptungen

Häufig hört man von Unkundigen zudem die Behauptung, dass AR-15 sein kein Sturmgewehr, weil dieses ein reiner Halbautomat sei. Dies ist jedoch nicht richtig, alle bei Armalite als AR-15 gefertigten Waffen besitzen eine mit AUTO beschriftete Stellung für ihre Feuerwahlhebel. Auch das AR-15 01 von Colt, ist Schnellfeuerfähig.

Eine Weitere Behauptung lautet, dass AR-15 und M16 zwei verschiedene Waffen sein. Auch diese Behauptung ist anhand von offiziellen Dokumenten sowie der Beschriftung der Waffe selber zurückzuweisen. So tragen M16, XM16E1 und M16A1 die Beschriftung Colt AR-15 auf ihren Gehäusen. Daneben belegen zeitgenössische Dokumente, dass das AR-15 als M16 eingeführt wurde.

Grundlagen:

  • The Black Rifle, M16 Retrospective von R. Blake Stevens & Edward C. Ezell
  • The Black Rifle II, the M16 into the 21st Century von Cristopher Bartocci
  • Small Arms Profile 22 Armalite Weapons von F.W.A. Hobart
  • The M16 von Gordon L. Rottman
  • The M16/AR15 Rifle A Shooter's Guide von Joe Poyer
  • Sturmgewehre der Welt Band III T -V von Gary Paul Johnston & Thomas B. Nelson
  • Waffen Revue Nr.18 Sept.-Nov. 1975 Waffensystem AR 15 (M-16)
  • Visier Special Ausgabe 37 M16 & AR-15

29. Mai 2024

Funktion einer Waffe mit Vorlaufzündung

 Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen zu einem neuen Post aus dem Bereich der Waffentechnik. Heute sehen wir uns die Funktion einer Waffen mit echter Vorlaufzündung an. Bedeutet, die Zündung beschied wirklich noch während des Vorlaufes und nicht erst danach, wenn der Verschluss bereits zum stehen gekommen ist.

Weil es immer wieder zu Verwechslungen kommt, hier nochmal der deutliche Hinweis, dass so gut wie keine bekannte Handfeuerwaffe echte Vorlaufzündung verwendet. Die meisten günstigen Maschinenpistolen wie Uzi, Sten, PPSch-51 oder Thompson M1A1 zünden durch ihren Verschlussvorlauf, nicht während diesem. Eine Ausführliche Erklärung des Unterschiedes findet sich am Ende des Posts.

Aber nun zur Erklärung, denn im Gegensatz zur ''Zündung durch Vorlauf'' ist die '''Zündung während des Vorlaufes''' (eng. Advanced Primer Ignition) verriegelungsrelevant. Durch eine spezielle Einrichtung, wird die Patrone bereits gezündet, noch bevor der Verschluss in seiner vordersten Position angekommen ist. Dadurch müssen die Stoßbodenkräfte, vor allem der Gasdruck, nicht nur die Masseträgheit des Verschlusskörpers überwinden, sondern zusätzlich gegen dessen nach vor gerichteten Bewegungsimpuls ankämpfen, um diesem jetzt endlich zu einer Bewegung nach hinten zu zwingen.

Eine Zündung während des Vorlaufes ist nur möglich wenn, zum einen der Zündstift zu einem genau bestimmten Zeitpunkt auf das Zündmittel der Patrone trifft. Zum anderen muss dem Zündstift ein Gegenlager geboten werden, damit sein auftreffen auf das Zündmittel nicht einfach zu einem ''nach vorne schieben'' der Patrone führt.

Die Waffe befindet sich in Ruhe, eine Patrone ist jedoch bereits aus dem Patronenvorrat entnommen worden und wird von den Auszieherkrallen (dunkelrot) des Verschlusses (rot) gehalten. Der Verschluss (rot) befindet sich in hinterster Stellung und wurde gegen die Verschlussfeder gespannt.

Der Bewegungsimpuls beträgt zu diesem Zeitpunkt 0, der Gasdruck in der Patrone beträgt mit 1 bar in etwas den Druck der Umgebungsluft.


Der Schütze hat den Abzug abgekrümmt, der Verschluss (rot) beginnt seinen Weg nach vorne. Angetrieben wird er dabei von seiner Schließfeder. Bei seinem Vorlauf stößt die Zündwippe (grün) des Verschlusses (rot) auf eine gehäusefeste schräge Ebene (cyan), die Zündwippensteuerkurve. Diese zwingt die Zündwippe, zur einer Rotation, welche den Zündstift (schwarz) langsam in Richtung Zündhütchen zwingt.

Der Bewegungsimpuls des Verschlusses ist nun hoch, der Gasdruck liegt noch bei 1 bar.

Der Verschluss (rot) setzt seinen Vorlauf weiter fort, dabei wird die Zündwippe (grün) von der gehäusefesten Steuerkurve (cyan) soweit zur Rotation gezwungen, dass der Zündstift (schwarz) in das Zündhütchen der Patrone (messingfarben) gedrückt wird. Dies ist nur deshalb möglich, weil die Auszieherkrallen (dunkelrot) die Patrone an ihrem Platz halten, wären diese nicht vorhanden, würde die Patrone einfach nach vorne weg gedrückt werden.

Es kommt zur Zündung der Patrone, da sich jedoch der Gasdruck in der Brennkammer der selbigen erst entwickeln muss, setzt der Verschluss seinen Vorlauf noch ein wenig fort.

Der Bewegungsimpuls des Verschlusses ist nach wie vor hoch, der Druck in der Patrone steigt, kann aber vorerst wenig ausrichten, da die Patrone erst noch ein geschlossenes System darstellt.

Das Geschoss hat den Mund der Patronenhülse verlassen, die Gasdrucksäule im Lauf ist nun in der Lage, sowohl das Geschoss durch den Lauf zu treiben als auch die Patronenhülse nach hinten. Ursache dafür ist die Allseitigkeit des Drucks in Geschlossenen Räumen nach den Gesetzen von Blaise Pascal.

Der auf die Patronenhülse ausgeübte Druck versucht diese nach hinten aus der Patronenkammer heraus zu treiben, diese wird jedoch vom Verschluss (rot) abgestützt. Diese besitzt jedoch zu diesem Zeitpunkt immer noch einen nach vorne gerichteten Bewegungsimpuls, welcher zunächst vom Gasdruck überwunden werden muss. Ist dies geschehen, besitzt der Verschluss (rot) für einige Sekundenbruchteile eine Geschwindgeit von genau 0. Er bleibt kurz stehen, bevor er seine vorderste Position erreichen kann. Der stehende Verschluss besitzt, zwar keinen Bewegungsimpuls mehr, jedoch noch einen Ruheimpuls entsprechend seiner Masse. 

Ab dem Zeitpunkt seines Zwischenstopps, verhält sich ein Verschluss mit ''Zündung während des Vorlaufes'' genau wie ein regulärer Masseverschluss. Der Gasdruck treibt nun den Verschluss nach hinten, wobei die Patronenhülse wieder aus dem Patronenlager herausgezogen und schließlich ausgeworfen wird. Dabei zieht sich der Zündstift meist aus Sicherheitsgründen wieder aus dem Stoßboden zurück.

Vorteile und Nachteile

Das große Vorteil des Systems ist, dass man durch ''Zündung während des Vorlaufes'' den Verschluss deutlich leichter konzipieren kann als bei reinen Masseverschlüssen. Je nach Gasdruck der verwendeten Patronen und der Verschlussvorlaufgeschwindigkeit, lässt sich das Gewicht um bis zu 66% verringern. Da die Vorlauf Geschwindigkeit eine derart große Bedeutung für das System darstellt, werden meist sehr potente Verschlussfedern verbaut. Die Verschlussfeder der 20 mm Oerlikon Maschinenkanone muss entweder von drei Mann oder durch ein Spannseil mit starker Hebelwirkung gespannt werden.

Der große Nachteil des Systems ist zum einen die aufwändige Zuführung. Aus dem Patronenvorrat entnommene Patronen müssen umfassend ergriffen werden und gegen den Stoßboden fixiert werden, um dem Zündstift ein Gegenlager zu bieten. 

Zu anderen muss die Munition sehr sorgfältig produziert werden. Sollte es zu einem Spätzünder kommen, bei welchem ein abgeschlagenes Zündhütchen erst zeitlich verzögert die Treibladung entzündet, so wird es vorkommen, dass der Verschluss seinen Vorlauf bereits abgeschlossen hat. Vorne an- und zum stehen gekommen, würde sich der Verschluss wie ein normaler Masseverschluss verhalten, hätte jedoch für den Druck der Patrone nicht die nötige Masse. Die sichere Verschlussgeschwindigkeit würde überschritten werden.

Verschlüsse mit ''Zündung während des Vorlaufes'' haben zudem ein Problem mit der S-Strecke mancher Patronen und setzen deshalb meist zwingend besondere Munition voraus. Ist dies nicht möglich, so müssen entsprechende Waffen mit verlängerten Patronenkammern ausgestattet werden, welche eine Patrone auch dann schon umfänglich abstützen, auch wenn diese noch nicht vollständig in das Patronenlager eingeführt wurde.

Waffen die nachweisliche keine echte Vorlaufzündung besitzen

Immer wieder wird vor allem in Sachbücher] einfachen Maschinenpistolen wie der israelischen Uzi eine ''Zündung während des Vorlaufes'' nachgesagt. Dies ist jedoch durch aktuelle Zeitlupenaufnahmen und zeitgenössische Experimente widerlegt worden.

Für das Experiment wurden 30 Schuss im Einzelfeuer aus einer Uzi-Maschinenpistole regulär abgegeben. Danach wurde ein blinder Auszieher verbaut, die Patronen einzeln in die Patronenkammer der Waffe gelegt und abgefeuert. Da keine schnellere Verschlussrücklaufgeschwindigkeit gemessen wurde, ist dazu auszugehen, dass die Patronen erst bei vollständiger Einführung in die Patronenkammer zünden und nicht schon während des Vorlaufes.

Grundlagen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik, Thomas Enke, 2021

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970

24. Mai 2024

Die kurze Geschichte der 7,92x57mm Patrone

7,92x57mm sS (ganz links)
Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen zu einem neuen Post zum Thema Waffenkunde oder in diesem Fall Munitionskunde. Es geht um die deutsche 7,92x57mm Patrone in ihrem einzelnen Entwicklungsschritten von der M88 bis zur schweren Spitzpatrone sS.

Bereits ab 1870 wollte die Gewehrprüfkommission die damalige M71 Patrone (11 x 60 mm R) durch eine moderne Patrone mit kleinerem Kaliber ersetzen. Tests mit Bleigeschossen ergaben jedoch, dass es bei einem Kaliber unter 11 mm zu starken Bleiablagerungen in gezogenen Läufen kam. Auch Versuche mit Hartbleigeschossen, verlauten lediglich eine Reduzierung auf 9 mm. Erst eine Ummantelung der Geschosse ermöglichte ein Kaliber von 8 mm. Aus diesem Grund, entschied man sich für die Entwicklung einer Patrone mit 8 mm Geschoss. Damalige M71 Gewehre, sollten als M71/84 auf 8 mm Kaliber umgerüstet werden, als Hülse war zunächst eine eingezogene Version der 60 mm langen M71 Patrone geplant.

Der 8mm Lebel Schock

Die Franzosen, der damalige Erzfeind des deutschen Kaiserreiches, führte 1884 mit dem Poudre B erstmal rauchschwaches Pulver in einer Infanteriepatrone ein, welche die Leistung enorm steigerte. Als die Waffe im deutschen Kaiserreich bekannt wurde, war dies ein Schock für das damalige Militär und man verlange sofort die Entwicklung einer ebenbürtigen deutschen Waffe für rauchschwaches Pulver.

M88 Patrone

Die Folge des Lebel Schocks war eine viel zu hastige Entwicklung einer eigenen Patrone. Man verwendete das Kaliber 8 mm, da man dieses zuvor für das geplante M71/84 getestet hatte. Zudem verwendete man eine randlose Hülse aus der Schweiz, welche nach ihrem Entwickler Rubin-Hülse genannt wurde. Als Geschoss wählte man ein langes Rundkopfgeschoss mit großer Masse. Der Grund war die damalige Ansicht, dass ein Geschoss eine möglichst große Querschnittsbelastung aufweisen sollte, um die nötige Stoppkraft gegen die Pferde der Kavallerie zu besitzen.

Das Geschoss sollte im Gegensatz zur M71 eine reine Pressführung erhalten, dabei besitzt ein Geschoss ein Leicht größeres Kaliber als der Lauf der Waffe. Durch das Einpressen in die Züge und Felder wird das Geschoss verformt und erhält so seine Führung. Das M71 hingegen besaß eine Stauchführung, dabei besaß das Geschoss ein mit dem Lauf identisches Kaliber, es wurde jedoch aufgrund seiner länglichen Form und seines Beharrungsvermögens gestaucht und so in die Züge und Felder des Laufes eingepresst.

Die passende Waffen wurde von einer Kommission aus verschiedenen deutschen Waffenentwicklern unter der Oberaufsicht der Gewehrprüfkommission entwickelt. Das Ergebnis wurde das Gewehr Modell 1888 (G88) auch Kommissionsgewehr genannt.

M88 .*. Patrone und *-Patrone

Aufgrund der überhasteten Einführung, ergaben sich immer wieder Probleme. Das erste Problem war ein zu kleiner Geschossraum. Beim setzen der Geschosse, während der Produktion oder dem Wiederladen, konnte sich der Hülsenmund weiten und reißen. Abhilfe schuf die .*.-Patrone (Punkt-Astrix-Punkt) mit erweitertem Geschossraum. Patronen mit nachträglich erweitertem Geschossraum erhielt die Bezeichnung *-Patrone (Astsrix Patrone).

M88 n/A Patrone

Auch der erweiterte Geschossraum führte nicht auf Dauer zur Lösung des Problems, denn auch hier zeigten oft sich feine Risse. Die Lösung bestand in dem Glühen des Hülsenmundes. Durch diese Methode, konnte der Geschossraum sogar wieder die ursprünglichen Maße der M88 bekommen. Die Patrone mit geglühter Hülse erhielt die Bezeichnung Patrone M88 n/A (neue Art).

M88 n/A Pulver 436

Das ursprüngliche Pulver der M88, welches Essigäther als Geliermittel verwendete, hatte die schlechte Eigenschaft sich nach langer Lagerung zu verschärfen. Überlagerte Patrone hatten demnach nicht übliche die Eigenschaft, über Zeit an Gasdruck zu verlieren, sondern zu gewinnen. Da dies durchaus gefährlich sein konnte, änderte man das Pulver zum Pulver 436, welches Schwefeläther als Geliermittel verwendete.

M88/E Einheitspatrone

Als erste Versuche mit im Ausland gekauften Maxim Maschinengewehren durchgeführt wurden, wurden einige dieser Waffen auf die deutsche M88 n/A Patrone umgerüstet. Dabei stellte sich heraus, dass immer wieder zu Abrissen der Hülsenböden kam. Um das Problem zu beheben, wurde die Gewehrprüfkommission damit beauftragt eine Einheitspatrone für Repetiergewehre und Maschinengewehre zu schaffen. Das Ergebnis war 1901 die Einführung der M88/E mit 71/28 Messinglegierung, welche den Belastungen bei der Selbstladefunktion der Maschinengewehre standhielt.

Belastung der Läufe (Militär)

Aufgrund der hektischen Einführung der Patrone, hatte man beim Geschoss vor allem auf eine große Querschnittsbelastung wert gelegt. Das Resultat war ein sehr langes und schweres Rundkopfgeschoss. Zudem hatte man vergessen, neben der gewünschten Pressführung auch die Tauchführung zu berechnen. Das Lange Rundkopfgeschoss stauchte sich wie das M71 Geschoss und nahm so im erstrebten Kaliber deutlich zu. Ergebnis war eine starke Belastung der Gewehrläufe und ein entsprechend schneller verschleißt der Züge und Felder. Dieses Problem wurde 1896 adHoc durch das schneiden tieferer Züge behoben.

Mangelnde Präzision (Jagd)

Ab 1890 wurde die Patrone M88 auch für die Jagd verwendet. Dort stellte sich die Präzision der M88 jedoch als ungenügend heraus. Büchsenmacher, wählten als Lösung ein neues deutlich engeres Laufprofil. Damit ging man im zivilen Bereich den genau umgekehrten Weg. M88 Patronen konnten, zu diesem Zeitpunkt, sowohl aus weiteren Militär, als auch aus engeren Jagdbüchen verschossen werden.

S-Patrone

Unzufrieden mit der M88/E arbeitete die Gewehrprüfkommission ab 1898 an einem besseren Geschoss. Hauptverantwortliche war eine Gruppe um den Hauptmann Thorbeck, dieser erstellte eine Vielzahl an Geschossen, welche alle mit einem Buchstaben, für die Geschossform, und einer fortlaufenden Nummer bezeichnet wurden. In umfangreichen Tests stellte sich das S-2 Geschoss (Spitz No.2) als das beste heraus. Ein kurzes Spitzgeschoss mit geradem Heck und 9,8 g Gewicht. Das lange schwere S-4, welches deutliche Ähnlichkeiten zum späteren sS-Geschoss hatte, wurde als zu langsam und zu teuer in der Fertigung abgelehnt.

Das S-2 hatte einen deutlich kürzeren Führungsteil sowie eine deutlich geringere Querschnittsbelastung, als das M88 Geschoss. Das S-2 neigte es dazu, im Ziel zu taumeln oder sogar dazu sich zu überschlagen. Damit würde ihm eine gute Stoppwirkung, auch gegen Pferde, attestiert. Zudem wurde seine Durchschlagskraft gelobt. Eine Eigenschaft, der zu diesem Zeitpunkt größere Bedeutung beigemessen wurde als noch 1888.

Aufgrund seiner kurzen Bauweise wurde das S-2 Geschoss, im Gegensatz zum M88, kaum noch im Lauf getaucht und besaß wirklich eine reine Pressführung. Was eigentlich ein Vorteil hätte sein können, erweis sich als Nachteil, denn bereits zehntausende Waffen G88 und G98 waren mit tieferen Zügen ausgestattet worden, um M88 Geschosse mit kombinierten Press- und Stauchführung verschießen zu können. Um aus diesen Waffen verschossen werden zu können, erhielt das S-2 ein mit 8,22 mm um 0,2 mm größeres Geschosskaliber. Um das S-2, später vereinfacht nur noch S-Geschoss, verladen zu können, müssten die M88/E Hülsen einen weiteren Mund bekommen. Die geänderten Hülsen würde als S-Hülsen bezeichnet.

Die Kaliberänderung verlange ein Umändern der Waffen. Dazu wurden die Patronenlager von G88 und G98 mit Speziellen Reibahlen auf das neue Maß gerieben. In nicht geänderte G88 und G98 konnte die neue S-Patrone nur mit Gewalt eingeführt werden, gelang dies, könnte die Patrone jedoch gefahrlos verschossen werden. Geänderte G88 erhielten die Beziehung G88S, geänderte G98 sind daran zu erkennen dass deren Lange-Visier bei 400 Metern beginnt, zuvor waren es 200 Meter. Geänderte G88 und G98 können die alte M88 Patrone verschießen, beim Zielen muss jedoch eine um 300 Meter höhere Einstellung verwendet werden.

Zudem wurde ein nun zweibasiges Pulver mit der Bezeichnung 682b verladen, welches deutlich mehr Leistung brachte. Im Zuge der Entwicklung, wurde es später vereinfacht S-Pulver genannt. Dieses besaß einen höheren mittleren Gasdruck, jedoch einen geringeren maximalen Gasdruck (Pmax).

Die S-Patrone wurde auf drängen Kaiser Wilhelms II im geheimen 1903 eingeführt. Erst 1905 geschah dies öffentlich. Mit der Einführung der S-Patrone erscheint das erste mal das Nennkaliber 7,92x57mm, um Verwechslungen mit französischen 8 mm Lebel Beutewaffen zu vermeiden.

SmK-Patrone

Zur Bekämpfung von Schützenschilden und Flugzeugen, wurde während des Ersten Weltkrieges eine Spezialpatrone mit der Bezeichnung Spitz mit Kern, kurz S.m.K., eingeführt. Diese besaß einen gehärteten Stahlkern, ein Gewicht von 11,5g und ein Torpedoheck. Zudem war es deutlich länger als das S-Geschoss der S-Patrone.

Inkompatibilität mit der M88 Jagd

Aufgrund des größeren Kalibers des S-2 Geschosses der S-Patrone ergeben sich erhebliche Probleme, wenn diese aus einer Jagdwaffe mit engeren Zügen verschossen wird. Dieses Problem trat das erste mal zu tage, als im Ersten Weltkrieg, zivile Jagdgewehre an Scharfschützen ausgegeben wurden. Diese enggezogenen Waffen durften nicht mit der S-Patrone, sondern nur mit der M88/E oder älter geladen werden. Aus Sicherheitsgründen, wurden an entsprechenden Waffen Plaketten angebracht, welche vor der Verwendung von S-Munition warnten.

sS Patrone

Schon während des ersten Weltkrieges, wurde ab August 1918 auch eine Patrone mit 12,8 schwerem Geschoss verwendet. Jedoch kam diese nur in schweren Maschinengewehren zum Einsatz, um deren Reichweite zu erhöhen. Das schwere Spitz-Geschoss, kurz sS, besaß zwar, wie das S-4 der Thorbeck-Gruppe, eine geringere Mündungsgeschwindigkeit, jedoch ab 400 Meter eine größere Endgeschwindigkeit als das S-Geschoss. Es war zudem deutlich länger und besaß ein Torpedoheck.

Nach Kriegsende verwendete die Reichwehr der Weimarer Republik sS-Patronen ausschließlich für Maschinengewehre und S-Patronen für Gewehre und Karabiner, was die Logistik erschwerte.

1924 unternahmen die Tschechen erste Versuche mit schweren Geschossen in Infanteriegewehren und verkürzten Universalgewehren. Dabei stellte sich heraus, dass das Universalgewehr vz.24 mit schwerem Geschoss nicht mehr so stark an grellem Mündungsfeuer und lautem Mündungsknall litt, wie bei Verwendung des S-Geschosses. Die Folge war, das viele Staaten nun Mausergewehre mit mittlerer Länge den langen Infanteriegewehren vorzugen. Es worden nun sogar deutlich kürzere Waffen wie der vz.33 (später G98/29) möglich.

Nach der Machtergreifung in Deutschland und im Zuge der Widerbewaffnung, wurde zunächst 1934 die Produktion der S-Patrone gestoppt. Vorhandene Vorräte wurden zum Übungsschießen verwendet. 1935 wurde mit dem Kar98k ein Universalgewehr für die sS-Patrone eingeführt.

Bezeichnungen I und IS

Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg wurde die Anzahl an Kriegswaffen im Deutschen Reich deutlich begrenzt. Der private Besitz von Waffen für Militärpatronen wurde verboten. So verschwanden Jagdwaffen für die M88 offiziell aus dem privatem Besitz. Erst als sich ab 1933 die Situation änderte, tauchten diese wieder auf und wurden zur Jagd verwendet.

Zudem brachten einige Waffenhersteller Modelle auf den Markt, welche für die S-Patrone eingerichtet waren, wie den Sauer K18 von Sauer und Sohn. Das Problem bestand nun darin, dass die alten Waffen für die M88 Patrone und die neuen für die S-Patrone auf dem Papier mit 7,92x57mm die gleiche Patrone verschossen, jedoch zu einander inkompatibel waren. Der Grund dafür waren die engeren Züge vielen ziviler Jagdwaffen, im Vergleich zu den erweiterten Zügen militärischer M88 und S-Patronen Waffen.

Im besten Fall lies sich eine S-Patrone nicht gewaltlos in das Patronenlager einer M88 Jagdbüchse einführen. Im schlechtesten Fall konnte die S-Patrone zwar eingeführt und sogar geründet werden. Folge war meist eine Waffensprengung. Ursache dafür war meist eine Kombination aus dem größeren Kaliber der S-Patrone, dem engeren Laufprofil der M88 Jagdbüchsen und dem Leistungsfähigeren 682b Pulver der S-Patrone.

Um Unfälle zu vermeiden, wurde 1939 eine Normierungsorder herausgegeben, welche die jagdlich modifizierte M88 Patrone und ihre Büchsen unter der Zeichnung I (Infanterie) zusammenfasste. Auf der anderen Seite wurden Patronen und Büchsen für S- und sS-Patrone als IS (Infanterie Spitz) zusammengefasst.

Grund war auch, dass selbst 1939 bei Kriegsbeginn noch zivile Jagdgewehre von Scharfschützen verwendet wurden und eine Unterscheidung zwischen der modifizierten M88 und der sS-Patrone dringet nötig war.

Falschbezeichnung 8x57 mm Jagd Stark

Nach der Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, gelangen eine Menge Waffen für die Patrone 7,92x57mm sS in die Hände der US-Amerikaner, welche die Waffen ausgiebig analysierten. Dabei wurde die Waffen nicht als 7,92 mm, sondern als 8mm klassifiziert. Da in den USA, das Kaliber nicht nach dem Feld-Feld, sondern dem Zug-Zug-Kaliber gemessen wird, ergaben sich anderen Messwerte. Nach eine Abrundung wurde das Kaliber als 8 mm Mauser bezeichnet, obwohl Mauser mit der Entwicklung der Patrone nichts zu tun hatte.

Da den meisten Amerikanern die damals in deutschen Dokumenten verwendete Frakturschrift unbekannt war, wurde das (I für Infanterie) als J gelesen und entsprechend eingetragen. Dies führte zu den falschen Bezeichnungen J und JS. Laien behaupten oft, das J würde dabei für das Wort Jagd stehen.

Für Anfänger existiert eine immer wieder angebotene Eselsbrücke, bei welcher das S bei IS fälschlicherweise als stark denn als spitz gelesen wird. Auf diese Weise soll sich der Laie, den Unterschied durch das größere Kaliber der IS besser merken können. Aus diesem Grund, hört man bei Laien häufig die Behauptung, IS/JS stände für Infanterie stark/Jagd stark. Dabei handelt es sich jedoch um Irrtum, den selbst jagdliche Fachliteratur wie Alles über Munition für Jagdwaffen in Theorie und Praxis von Wolfgang Rausch bezeichnet Auf Seite 25 die S-Patrone als Spitz. Auch im Waffenrecht findet sich der Ausdruck stark nicht, so wird im Standardwerk Waffenrecht Band 2: Waffenkunde, Munitionskunde von Andreé Busche IS als Infanterie Spitz erklärt.

Es handelt sich demnach um eine weitere war gewordene Eselsbrücke.

Grundlagen:

  • Mauser Military Rifles von Niel Grant
  • Die deutschen Militärgewehre und Maschinenpistolen 1871-1945 von Hans-Dieter Götz
  • Mauser Rifles Vol. 1 1870-1918 von Luc Guillou
  • Mauser Rifles Vol. 2 1918-1945 von Luc Guillou
  • Waffensammeln Waffen-Technik 1/87 Karabiner 98 K unter Christian Schönfeld
  • Die Handwaffen des brandenburgisch-preußischen Heeres 1640-1945 von Werner Eckhardt & Otto Morawietz
  • Patronen des 20. Jahrhunderts von J. Lenselink, H.E. Wanting, W.D. de Hek
  • Gewehr & Karabiner 98, Die Schußwaffen 98 des deutschen Reichsheeres von 1898 bis 1918 von Dieter Stolz
  • Mauser Bolt Rifles von Ludwig Olsen
  • Waffen Revue Nr.1 Juni 1971 unter Karl R. Pawlas
  • Alles über Munition für Jagdwaffen in Theorie und Praxis von Wolfgang Rausch
  • Visier Special Ausgabe 56 Repetierfamilie System 98 unter Matthias S. Reckenwald