13. April 2026

Fluimechanik - Die Physik der NRW Waffensachverständigen erklärt Teil 4a

Herzlich Willkommen zu einem neuen Beitrag zum Thema "Die Physik der Waffensachverständigen aus Nordrhein Westfalen", dieses mal sehen wir uns an, wie Strömungen aus der Seitenansicht funktionieren oder wissenschaftlich aus der XY Sicht, da wir das ganze auf eine zweidimensionale Ansicht der horizontalen X sowie der vertikalen Y Achse ansehen.

Hier nochmal eine kurze Einordnung der Sachverhalte. Besonders im Internat sind in den letzten Jahren einige angebliche Waffensachverständige aufgetreten, welche die Funktion von einigen automatischen Feuerwaffen so beschreiben haben, dass es nicht mit der modernen wissenschaftlichen Physik in Einklang gebracht werden konnte. Die erste Vermutung war natürlich, dass da einfach falsche Beschreibungen irgendwo rumgeistern aber keiner konnte genau benennen wo. Auf Nachfrage bekam man von den Waffensachverständigen meist die Antwort "eigenes Material". Lange blieb dieses Material unauffindbar, bis vor einigen Monaten Jemand dieses in die Finger bekommen hat. Aufgrund von Urheberrechten, konnte es dieses jedoch nicht veröffentlichen, sondern hat es paraphrasiert und wir konnten drüber gucken. Aus den Beschreibungen haben wir nun konkrete Gesetzte abgeleitet, welche wir hier stolz präsentieren.

Wie auch bei den anderen Teilen gilt Achtung! das Lesen dieses Textes kann bei technikkundigen Menschen starke seelischen sowie körperliche Schmerzen verursachen.

Zudem muss man im Hinterkopf behalten, dass Druck und Stoß für Waffensachverständigen das Selbe sind und die Begriffe "Strömung" (öfter mal mit h) und "Welle" in dieser Welt ebenfalls komplett anders definiert ergo verwendet werden.


Aber sehen wir uns zunächst unseren Versuchsaufbau genauer an. Wir haben ein eher seltsames Schleusen wer vor uns, welches links eine federbelastete Schleuse (grün) aufweist. Rechts befindet sich zwei Becken - hinter diesen befindet sich ein Überlauf aus dem System heraus. Nun wird kurz vor der Schleuse (grün) Wasser von oben uns das System gegossen. Aufgrund der Schwerkraft bewegt sich das Wasser nach unten (lilaner Pfeil). Da Strömungen in der Welt der Waffensachverständigen immer den Weg des geringsten Widerstandes gehen, weiß das Wasser zu diesem Zeitpunkt bereits, wo es hin will. Dabei verläuft der Weg des geringsten Widerstandes nicht über die Becken hinweg, sondern in das erste Becken hinein, über dessen Boden und nach oben wieder aus dem Becken heraus. 

Ja, wir fanden das auch äußerst seltsam, selbst für NRW Waffensachverständigen Niveau aber die Unterlagen zum Thema Schalldämpfer, welcher übrigens kaum drei Jahre alt sind, lassen keine anderen Schlüsse zu, wenn es um die Strömungsdynamik der Sachverständigen geht.


Da das Wasser weiß, dass der Weg nach rechts den geringeren Widerstand bietet, fließt es entsprechend in diese Richtung und erzeugt dabei eine "Welle". Dabei funktionieren "Wellen" in der Sprache der Waffensachverständigen nochmal deutlich anders als die der Physik. Wenn man mit einer anderen Person redet und dabei einen, im mitteleuropäischen Kulturraum üblichen*, Abstand von drei Meter entfernt steht, dass hört die anderen Person nicht das was man sagt, weil genau die Luftteilchen welche man ausatmen dessen Trommelfell treffen. Viel mehr versetzte man beim Sprechen den Luftteilchen direkt vor dem eigenen Mund einen Stoß, welche diese dann an die Luftteilchen vor sich weitergeben. Diese Weitergabe wird so lange vorgesetzt, bis die letzten Luftteilchen direkt vor dem Trommelfeld des gegen über diesem Trommelfell einen Stoß geben, welches diesen dann an Hammer, Amboss und Steigbügel weitergeben.

Dieses Prinzip von Wellen als Ausbreitung im Raum ohne das mitbewegen von Materie ist Waffensachverständigen unbekannt, hier wird Materie eindeutig mit bewegt. Das könnte mach, nach Aussage einiger Kollegen, auch die Ursache dafür sein, dass einem Waffensachverständigen, unter anderem auf Messen, immer näher kommen umso deutlicher sie ihre Ansichten verteidigen. Aber das is bloße Spekulation.

Sobald das erste Becken damit beginnt sich zu füllen, passiert etwas ganz erstaunliches. Hier kommt es nämlich zu einem "Stau", wobei leider noch nicht ganz klar ist, wie "Stau" bei den Waffensachverständigen den genau definiert ist. Dieser Stau übt nun eine Kraft aus und zwar drückt, der "Stau" im Becken rechts im System auf die Schleuse (grün) links im System, diese Kraft ist mit dem blauen Pfeil gekennzeichnet.

Dieser "Staudruck", welcher entgegen der Strömung/Welle (lila Pfeil) wirkt, ist nun in der Lage auf die Schleuse zu wirken. Wer nun in den letzten Beiträgen gut aufgepasst hat weiß, dass sich ein Körper auf den eine Kraft wirkt, erstmal gar nicht bewegt, sondern dann seine Kraft-Kapazität (kurz KK) langsam aufgeladen wird.

Zudem übt das Wasser im ersten Becken einen Kraft auf das Gesamtsystem aus und zwar dadurch, dass Wasser auf die rechte Beckenwand ausübt und zwar ausschließlich auf die rechte, nicht aber auf die linke Innenwand. Dies ist nach den Sachverständigen auch der Grund, warum Schalldämpfer an Feuerwaffen den "Rückstoß" (gemeint ist die vom Schützen Spürbare Kraft der Waffe, nicht der Rückstoß nach Issac Newton) reduzieren.


Hier im Zeitabschnitt 4 (t4) hat nun die Zugabe von Wasser von außerhalb des Systems aufgehört. In der Zwischenzeit konnten sich jedoch noch beide Becken füllen, welche beide einen "Staudruck" erzeugen. Dabei wird natürlich auch das Wort Staudruck von Waffensachverständigen völlig anders verwendet als in der wissenschaftlich adäquaten Strömungslehre. Denn Staudruck (ohne Anführungszeichen) entsteht dann, wenn eine Strömung (in der Wissenschaft Folge der Allseitigkeit von Druck) abgebremst wird. Wissenschaftlicher Staudruck wäre dann die Different zwischen dem Gesamtdruck und dem statischen Druck aber das führte zu weit.

Unsere beiden "Staudrücke" mit Anführungszeichen, drücken also weiter auf die Schleuse (grün) und füllen deren KK auf, während rechts in der Grafik das Wasser über und damit aus dem System heraus läuft.

Jetzt springen wir ein bisschen in der Zeit, in welcher die KK der Schleuse (grün) vollständig aufgeladen wurde und dafür gesorgt hat, dass sich diese nun öffnet, wobei sie 10 von den zwischenzeitlich 100 KK für diese Bewegung schon wieder verbraucht hat.

Nun geschieht schon wieder etwas ganz erstaunliches, denn der Weg des geringsten Widerstandes (lila Pfeil) ist nun nicht mehr das Überlaufen aus dem System heraus nach rechts über die Kante des zweiten Beckens, sondern der Weg nach links aus der Schleuse (grün) heraus, da sich diese geöffnet hat. Das Wasser beginnt nun seine ursprüngliche "Wellen-Richtung" umzukehren und aus den Becken heraus richtig Schleuse zu fließen.

Das erklärt auch, warum Waffensachverständigen glauben, dass Gasdruck beim der Verwendung von Schalldämpfern, vom Schalldämpfer aus zurück nach hinten in die Waffe strömen kann, um dann nach hinten aus der Waffe auszutreten. Ein Thema, welches ich mich im Artikel 'Warum Schalldämpfer nicht dafür sorgen, das Gas in die Waffe zurückfließt' ausführlich gewidmet habe.


Zum Ende wird es noch mal kurz extra seltsam, denn das Wasser ist in der Welt der Waffensachverständigen in der Lage, die Becken zu verlassen und nach hinten, nach oben zu fließen und den Weg aus der Schleuse heraus zu finden. Dabei gibt es wohl zwei verschiedene Erklärungen. Die erste beruht auf der von Waffensachverständigen bekannten Kraft-Kapazität (KK). Das Wasser hat auf seinem Weg aus der Schleuse einfach soviel Energie (e) aufgebaut, dass es nicht mehr ohne weiteres aufhören kann, sich richtig Schleuse zubewegen. Das ist vergleichbar mit der Gasflasche aus dem 3 Teil dieser Serie, welche sich auch auf 0 bar Druck entleeren konnte.

Die zweite Erklärung, welche unser Waffensach-Spion auf nachfrage im Kontext von Schalldämpfer erhielt ist unsere Meinung nach noch interessanter, auch wenn es nicht zu einhundert Prozent zur Zeichnung passt. Dabei würde die Schleuse (grün) respektive der Verschluss einer Waffe mit Schalldämpfer, durch seine Rückwärtsbewegung einen "Sog" erzeugen, welcher das Wasser (respektive die Pulvergase einer Feuerwaffe) nach hinten "saugt".

Dazu sei erwähnt, dass Waffensachverständige an den Horror Vacui glauben, ergo dass ein Vakuum Sachen ansaugt und nicht dass die Teilchen von außerhalb des Vakuums Körper in Richtung dieses Vakuums stoßen.


So das wars mit dem Unsinn, nun erklären wir euch, was in der Realität in einem System wie oben passieren würde und warum.


Wenn man Wasser in ein System wie oben gießt, hat dieses natürlich gar keine Ahnung, wo es hingeht oder wo es hin will. Wasser ist nicht intelligent und so fließet es gleichmäßig nach rechts und links weg.


Sobald das Wasser auf die Schleuse (grün) trifft, müssen wir uns sie Frage stellen, ob der Druck des Wassers stärker als die Federkraft zusammen mit der Reibung ist. Wäre dies der Fall würde sich die Schleuse, wie hier im Beispiel, bewegen. Dabei käme es dann drauf an wie schwer die Schleuse ist, um zu ermitteln, wie schnell sich diese in Bewegung setzen würde.

Natürlich staut sich das Wasser vor der Schleuse, da es nicht weiter kann, da die Schleuse (grün) eine Gegenkraft auf das Wasser auswirkt. Denn auch beim Kontakt zwischen Fuid (Wasser) und Festkörper (Schleuse) gilt actio-reactio, das Wasser drück auf die Schleuse aber die Schleuse drückt auch auf das Wasser. Das Wasser vor der Schleuse, drückt wiederum auf das Wasser, welche versucht in diese Richtung nachzufließen und ändert durch diese Kraft die Richtung eines Teils des nachfließenden Wasser Richtung der Becken. Als Resultat fließt nun mehr Wasser nach rechts. 


Da immer weiter Wasser ins System nachgegeben wird, erreicht es irgendwann das erste Becken in welche das Wasser hineinfließt. Während das Wasser weiter dabei ist die Schleuse zu öffnen. Letzteres passiert nun immer schneller, da aufgrund des steigenden Wasserspiegels, dem Druck des Wassers immer mehr Oberfläche an der Schleuse geboten wird. Nach der Druckformel:

F = p * a

Kraft ist gleich Druck mal Fläche

Führt eine Zunahme an Fläche (a) zu einer deutlich höheren Kraft (F).


Hier befinden wir uns im vierten Zeitabschnitt (t4) zu welchem sich das erste Becken bereits vollständig gefüllt hat. Der Druck, welcher auf die Schleuse (grün) wirkt bliebt immer noch bestimmt durch die ihr anliegenden Wassermassen und nicht durch den Druck in den Wasserbecken.

Was sich Jedoch auf den Druck gegen die Schleuse auswirken würde, wäre, wenn das System vor den Becken einfach schlicht abgeschnitten wäre und das Wasser noch vor den Becken in Freie abfließen könnte. In einem solchen Fall würde der Druck auf die Schleuse deutlich sinken. Im Fall der Becken jedoch sinkt der Druck auf die Schleuse eher, da das Wasser die Becken zunächst für eine kurze Zeit füllen kann.

Hier gilt das Gleich wie bei Feuerwaffen. Eine Waffe mit kurzem Lauf hat einen geringen Stoßbodendruck. Das Anbringen eines Schalldämpfer erhöht diesen Druck, jedoch nicht so stark wie als besäße die Waffe einen Lauf von der Länge des ursprünglichen Laufes plus der Länge des Schalldämpfers.


Nun hat auch unser System die Stufe erreicht an welcher zum einen kein weiteres Wasser mehr nachgefüllt wird aber es auch schon zum Überlaufen des Systems kommt und zwar nach beiden Seiten hin. Der Grund dafür ist, dass es in der Realität keine Kraft-Kapazität gibt und zum anderen an dem Faktum, dass Druck in der Realität allseitig ist, was dafür sorgt, das Wasser zu beiden Seiten hin drückt und bei Erfolg des Drucks auch fließt.

Das abfließen von Wasser passiert dabei an der Schleuse (grün) nur solange, bis der Druck des Wassers unter die Kraft der Feder sinkt. Denn dann würde sich die Schleuse einfach wieder schleißen, dafür bracht sie keine Umkehrkraftkapazität wie die Waffensachverständigen behaupten, sondern einfach nur die Spannenergie der Feder, welche vom Wasserdruck komprimiert wurde.

Wasser, welches auf der rechten Seite das System durch Abfluss verlässt, wird dies so lange tun, bis der Wasserspiegel sich mit der Oberkante des ganz rechten Beckens ausgeglichen hat.

Dabei ist davon auszugehen, dass alles Wasser links vom ursprünglichen Ort des Eingießens das System auch nach links verlassen wird - wobei alles Wasser rechts des Ursprungsort das System nach rechts verlassen wird. Die einzige Möglichkeit, einer Umkehrung dieser Strömung wäre es, wenn sich die Schleuse sehr früh wieder schließt, wobei verbleibendes Wasser dann nach rechts strömen würde. Außer das in den Becken. Was aus keinen Fall passieren kann ist, das Wasser von der rechten Seite des Ursprungs den Weg nach links nähme.


Nun sehen wir uns zum Schluss noch das Ende unserer Simulation an. Die Schleuse (grün) hat sich wieder geschlossen und alles Wasser, welcher über dem Level der Grundlinie lag ist abgeflossen. Das Wasser in den Becken verbleibt dort selbstverständlich, da es keine Kraft-Kapazität oder der Sog der sich öffnenden Schleuse in der Lag sind, dieses aus den Becken herauszuziehen.

Fazit:

Ich habe schon einige Male als Verteidigung der Waffensachverständigen gehört, dass deren "Eigenes Material" bestimmt veraltet sei und dass man nicht darauf rumreiten sollte*. Aber das "Eigene Material" zum Thema Schalldämpfer ist neu und enthält noch mal mehr Unsinn als das "Material" zum Thema Verschlussantriebe. Zusammenfassen nehmen wir mit:
  • Strömungen und Druck sind für Waffensachverständige das Gleiche. Da aber auch schon Stoß und Druck das Gleiche sind, sind Strömungen gelichzeitig auch Stöße.
  • Druck/Stoß/Strömungen nehmen immer den Weg des geringsten Widerstandes.
  • Es gibt gewisse Staudrücke, welche entgegen der Strömung wirken können.
  • Wenn sich der Druck/Stoß/Strömung ein neuer Weg eröffnet, macht diese auch achon mal einfach mal auf dem Absatz kehrt.
  • Wellen sind aktiv bewegte Materie, welche die Strecke der Welle als ganzes zurücklegen.
  • Ein Vakuum zieht (saugt) aktiv Körper zu sich. (Horror Vacuui)
Davon sind die letzten zwei Punkte keine eigenen Erfindungen der Waffensachverständigen, sondern Teile der Küchen Physik und im Fall des Horro Vacuui Teil der mittelalterlichen Vorstellungswelt.

Anmerkung:

*Das deren Material hoffnungslos veraltet ist, ist keine Entschuldigung, wenn man diese Ansichten zum einen weiter verbreitet und zum anderen allen Leuten, welche in Physik aufgepasst haben an den Kopf wirft, die Waffenkunde nicht verstanden zu haben.

3. April 2026

Druck - Die Physik der NRW Waffensachverständigen erklärt Teil 3

Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen zu einem weiteren Beitrag zum Thema NRW Waffensachverständige und ihrem ganz eigenen Zugang zur Physik, da das Thema in den letzten Wochen ziemlich explodiert ist, denn 13.000 Aufrufe habe ich auf meinen Blog schließlich nicht jeden zweiten Mittwoch.

Noch mal kurz zusammengefasst, worum es eigentlich geht. Seit Jahren müssen wir uns als Waffentechnik interessierte immer wieder von sogenannten Waffensachverständigen anhören, wie diese oder jene Waffe wirklich und wahrhaftig funktioniert und dass alle außer ihnen die Waffentechnik nicht verstanden hätten. Wenn man diesen Personenkreis dann drauf anspricht, dass ihre Erklärungen der wissenschaftlichen Physik zuwiderlaufen und woher sie diese Erklärungen denn haben, bekam man bis jetzt immer zu hören, dann man Zitat: "Eigenes Material" hätte, welches man aber nicht öffentlich machen dürfte.

Und genau dieses "eigene Material" hat nun ein wissenschaftlich orientierter Zeitgenosse in die Finger bekommen, es paraphrasiert und uns mal drüber schauen lassen. Das Problem dabei ist, dass dieses Material kaum Grundlagen erklärt, sondern nur Antriebssystem für Antriebssystem und Verriegelungssystem für Verriegelungssystem erklärt.

Dabei ist es unsere Aufgabe hier, aus diesen einzelnen Erklärungen - Gesetzte und Grundlagen abzuleiten.

Das hier ist Übrigens Teil 3 mit dem Schwerpunkt Druck, hier gelangt ihr zu:

Und wie auch in den anderen Teilen gilt: Achtung, der Folgende Text enthält eine ganze Menge an Unsinn und kann bei Leuten mit einem Realschulabschluss oder höher geistige sowie körperliche Schmwerzen auslösen.

Kommen wir aber zum Thema und zwar zum Druck, dieser funktioniert nämlich schon wieder deutlich anders als in der empirisch adäquaten Physik, welche dank Blaise Pascal schon seit 1650 weiß, dass Druck allseitig ist. Aber genau dass sehen die Waffensachverständigen grundliegend anders, denn hier kann es sogar vorkommen, dass Druck einfach zu einem Synonym für den Stoß (gemeint ist der Kraftstoß) gehalten wird. Aber dieses noch krudere Modell ist hier nicht Objekt der Beobachtung.

Viel mehr geht aus den Beschreibungen hervor, dass Druck nicht allseitig wirkt, sondern den Weg des gierigsten Widerstanden geht und zwar 'nur diesen Weg. Der Druck der Waffensachverständigen besitzt demnach eine Art Intelligenz, welche ihn diesen Weg vor jeglicher Strömungsbewegung wissen lässt.

Hier noch noch kurz der Einschub, dass Haupt-Strömungen in der Realität tatsächlich den Weg des geringsten Widerstandes fließen, das tun diese jedoch nicht trotz der Tatsache, dass Druck allseitig ist, sondern gerade weil Druck allseitig ist, die Strömung errät gewissermaßen durch Versuch und Irrtum, woher es geht, weil der Druck eben durch seine Allseitigkeit versucht alle möglich und eben unmöglichen Wege zu nehme. So die knappe Zusammenfassung der recht komplexen wissenschaftlichen Strömungslehre.


Aber nun endlich zum Versuchsaufbau. Dieser besteht aus einer Gasflasche, welche mit einem Gas (blau) gefüllt ist. Das Gas besitzt einen Druck von 10 Bar. Neben dem regulären Gashahn oben an der Flasche besitzt diese zwei Überdruckventile, welche zum Zeitpunkt t0 noch von ihren Federn verschlossen gehalten werden. Dabei besitzt das obere Ventil (grün) eine Grenze von 3 Bar, das untere (cyan) eine von 5 Bar.

Startet wir nun das Experiment so kommt es in der Welt der Waffensachverständigen dazu, dass sich nur das Ventil mit einer Grenze von 3 Bar öffnet, denn Druck geht in deren Welt den Weg des geringsten Widerstanden und zwar nur diesen weg. Da das 5 Bar Ventil dem Druck einen höheren Widerstand entgegen setzt, öffnet dieses sich nicht. Da Druck aus der Flasche entweicht, singt dieser im Inneren der Gasflasche von 10 auf 9 Bar. 


Jetzt könnte man vermuten, dass sich das Ventil mit einem Grenzwert von 3 Bar schließt sobald das Druck in der Flasche unter >3 Bar fällt. Dies ist jedoch nicht der Fall, da das Ventilstück (grün) bei seiner Öffnung sogenannte Kraft-Kapazität (kurz KK) aufgenommen hat. Diese Besonderheit in der Physik der Waffensachverständigen, erlaubt es einem Körper, auf welchen zuvor Kraft eingewirkt hatte, Bewegungen auszuführen.

Hier ist nun das besondere, dass Kraft-Kapazität das erste mal eine Bewegung aktiv verhindert und zwar erlaubt es die Kraft-Kapazität des Ventilstücks (grün) das Ventil eine Weile geöffnet zu halten, obwohl die Schließfeder des Ventils dieses eigentlich wieder schließen möchte. Dieses Verhalten bedingt jedoch, das Kraft-Kapazität nicht nur einen Betrag, sondern auch eine Richtung besitzen kann. Etwas, das eigentlich bis jetzt nicht möglich war.


Um der Sache auf den Grund zu gehen, hat unser Waffensachverständigen-Spion sogar selber noch mal nachgefragt. Was übrigens laut seiner Aussage nach einen kleinen dreistelligen Betrag gekostet hat, weil der Waffensachkundelehrer, dass als eine Art privater Nachhilfe abgerechnet hat.

Die Antwort, wann sich dann das Ventil wieder schließen würde war: "Wenn der Druck in der Flasche 0 erreicht". Demnach leert sich die Flasche nach dem erreichen von unter >2 Bar immer weiter, während das Ventil offen stehen bliebt, bis im Inneren der Gasflasche 0 Bar erreicht werden, erst dann schlösse sich das Ventil. Dabei wäre, nach der üblichen Berechnung von Luftdruck 0 Bar ein Ultrahochvakuum*, etwas, das man selbst in der Raumfahrt kaum erreicht.

Die Ursache liegt wohl darin, dass auch Gas eine Kraft-Kapazität innewohnt, welches es zu einer regelrechten Flucht, vom Ursprungsort veranlassen kann. Bewegt sich also das Gas einmal etwas aus der Flasche heraus, so hört es mit dieser Bewegung erstmal nicht auf, sondern verlässt die Flasche vollständig, wie eine einmal geworfene Perlenschnur, ziehen wohl die bewegten Gasmoleküle ihre Artgenossen mit sich.

Hier haben wir also die Antworten auf viele Fragen zum Thema Gasdrucklader und vor allem zum Verhalten von Schalldämpfern. Intelligenter Druck, welcher den Weg des gierigsten Widerstanden schon kennt, noch bevor er selber die erste Bewegung ausgelöst hat und auch nur bereits ist diesen exakten Weg zu gehen, der Arbeitet eben grundliegend anders als der empirisch adäquate allseitige Druck eines Blaise Pascal.


Aber sehen wir uns an, wie das Experiment mit der Gasflasche in der Realität ablaufen würde. 


Als erstes ist Aufbau so in der Form schon schwierig, denn die Realität kann man nicht einfach anhalten, um einen t0 (time Zero) zu erzeugen, ergo einen nullten Moment. Man müsste irgendwie zwei Sperrstifte in die Ventile einbringen und diese gleichzeitig entfernen. Wie dem aus sei, hier wieder unsere Gasflasche gefüllt mit einem Gas und einem Gasdruck von 10 Bar, bedeutet auf jeden Quadratzentimeter des Flaschen inneren wirken, nach der Format p = F / a, 100 Newton. Aber auch die drei Ventile werden von dieser Kraft beaufschlagt.

Übrigens sind Druck und Kraft nicht das Selbe, sonst könnte man nach der Aussage p = F in der Formal p = F  / a das F durch ein zweites p austauschen und auf p = p / a vereinfachen. Wer in Mathe aufgepasst hat weiß, das man jetzt als a nur noch 1 oder -1 einsetzten kann. Und da uns aus der Realität Flächen bekannt sind, welche nicht genau 1 betragen, ist dieser Unsinn mathematisch widerlegt.


Nun starten wir unseren Versuch und laden bereits im zweiten Zeitabschnitt (t2). Da Druck in der Realität allseitig ist, werden alle drei Ventile mit der gleichen Kraft beaufschlagt, das Hauptventil oder auch Nutzventil (dunkelrot) ist in der Lage dem Druck zu widerstehen, da sich dessen Ventilgewinde im Ventilhals formschlüssig abstützen kann.

Die durch Federn kraftschlüssig verschlossenen seitlichen Ventile öffnen sich beide beinahe Zeitgleich und entlassen Gas aus der Gasflasche. Der Grund dafür ist die bereits erwähnte Allseitigkeit des Gasdrucks nach Blaise Pascal. Der Gasdruck drückt auf alles und bei entsprechend ausgelegter Mechanik verursacht diese Beaufschlagung Bewegungen, in unserem Fall bewegen sich die negativen L-Stücke der beiden seitlichen Ventile, da mit 10 Bar ein höherer Druck an ihnen anliegt, als sie für einen Öffnung benötigten.

Das durch die Öffnung der seitlichen Ventile Gas ausgelassen wird, führt zu einem Absinken des Gasdrucks innerhalb der Gasflasche. Der Grund dafür liegt in der idealen Gasgleichung:

p = K * n * t / V

Druck ist gleich Gaskonstante mal Teilchenzahl mal Temperatur durch Volumen 

Das ablassen von Gas führt zu einem Verlust von Gasteilchen, wodurch der Gasdruck innerhalb der Flasche von 10 Bar auf 9 Bar abgesunken ist es wirken demnach nur noch 92 Newton auf jedem cm².

Beim Öffnen der Ventile gegen ihre Rückstellfeder, werden diese übrigens komprimiert und Spannenergie wird in ihnen gespeichert. Das wird später nochmal wichtig werden.


Wir verlieren immer weiter Gas, bis wir im Inneren der Gasflasche auf einen Wert unter >5 Bar fallen, denn ab diesem Zeitpunkt wird sich das untere Überdruckventil (Cyan) schließen. Da nun der Gasdruck von 4,9 Bar nicht mehr ausreichend ist, um die Rückstellfeder dieses Ventils geöffnet zu halten. Das Ventil schließt sich, was zur Folge hat, dass nun weniger Gasmasse, sprich Teilchenzahl n der idealen Gasgleichung, entweicht. Der Gasdruck sink nun deutlich langsamer, hier in der Zeichnung würde er nur noch halb so schnell sinken, weil sich der Strömungsdurchgangsdurchschnitt halbiert hat.

Zudem wäre der Druckunterschied zur Beantwortung dieser Frage extrem wichtig. Um so höher der Druck in der Flasche und um so niedriger der Druck der Umgebungsgase umso schneller und Kraftvoller findet der Druckausgleich statt. Näheres kann dem Schalldämpfer Kompendium entnommen werden. 


Sobald das Gasdruck im Inneren das Gasflasche unter >3 Bar sinkt, wird sich auch das obere Überdruckventil schließen, dessen Feder zwar weniger Widerstand leistet als jene des 5 Bar Ventils aber bei 2,9 Bar, im Inneren der Flasche, ist auch beim zweiten Ventil Ende und die gespeicherte Spannenergie der Schließfeder schiebt das negative L-Ventil so zurück in das Innere der Flasche, dass kein weiteres Gas austreten kann.

Wenn ab diesem Zeitpunkt nicht mehr weiter passiert, bliebt die Flasche in diesem Zustand. Um weiter Gas entnehmen zu können, müsste nun das Hauptventil (rot) aufgedreht werden, da dieses kein Drucklimit besitz, würde solange Gas aus der Düse (Orange) ausströmen, bis - und jetzt wird es nochmal wichtig - in der Gasflasche 1 Bar herrscht, da die Umgebungsluft ebenfalls einen Gasdruck von ~1 Bar hat, würde sich die Flasche niemals auf 0 Bar entleeren.

Was genau passiert, würde von der Masse des Gases im inneren der Flasche abhängen. Wäre das Gas in der Flasche leichter als Luft, wie zum Beispiel Helium, würde es zu einem nicht abrupten aber recht zügigen Gasaustausch kommen. Am Ende wäre die Flasche voll mit Umgebungsluft während das Helium aus der Flasche entwichen wäre. Bei einem schwereren Gas wie Co2, würde das meiste Gas in der Flasche verbleiben, ein Austausch mit der Umgebungsluft fände nur sehr begrenzt statt. Gäbe es ein Gas, welches die exakt gleiche Dichte hätte, wie die Umgebungsluft, Kohlenmonoxid ist nah dran, käme es zu einem sehr langsamen Austausch zwischen Umgebungsluft und dem Inneren der Gasflasche.

Fazit:

Auch die Vorstellungen über Druck und seine von den Waffensachverständigen angedichtete Fähigkeit immer nur den Weg des geringsten Widerstandes zunehmen führt zu vielen Missverständnissen zb. um Schalldämpferbau, welcher sich mit einem Blick in ein Physikbuch der 5. Klasse leicht vereiden ließen. Am Ende ist es dann doch wieder die Kraft-Kapazität, welche Ventile und die Kolben von indirekten Gasdruckladern gedanklich nicht rechtzeitig schließen. Zusätzlich ist die KK auch im Stande ganze Gasschaden in eine Richtung ziehen zu lassen, wohingegen sich diese in der Realität allseitig ausbreiten würden.

Anmerkung:

Es gibt einige Fachbereiche der Strömungslehre in welchem die Umgebungsluft nicht 1 Bar, sondern 0 Bar beträgt und ein Vakuum als -1 Bar definiert ist.

*Ja das heißt wirklich so, das ist ein Fachbegriff. Es gibt verschiedene Stufen von Vakua von Grobvakuum bis Ultrahochvakuum. Feinvakuum geht von 1 Millibar bis 0.001 Millibar.

17. März 2026

Reibung - Die Physik der NRW Waffensachverständigen erklärt Teil 2

Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen zu einem weiteren Beitrag, in welchem ich die Physik der Waffensachverständigen aus dem Bundesland Nord-Rhein Westphalen möglichst verständlich erkläre.

Wie im ersten Teil (Bewegung von Körpern) bereits erklärt habe, hat nach Jahren endlich Jemand Zugang zum eigenen Material der Waffensachverständigen erhalten, in welchem die Funktion einiger Waffensysteme erklärt wird. Dabei kollidieren diese Erklärungen jedoch mit den Fundamenten der wissenschaftlichen Physik. Um trotzdem ihren Funktionsbeschreibungen treu bleiben zu können, hat die aktuelle Generation der Waffensachverständigen eine regelrechte eigenen Physik erschaffen, welche ich in den Folgenden Zeilen ausführlich erklären werde.

Aber wie bereits im ersten Teil gilt: Warnung, Dieser Text enthält allen möglichen technischen Unsinn und kann bei Menschen, denen seriöse Naturwissenschaft am Herzen liegt oder auch bei Leuten, welche erfolgreich eine weiterführende Schule abgeschlossen haben, zu körperlichen Schmerzen führen.

Nun aber zum heutigen Thema: Reibung, denn Reibung ist für NRW-Waffensachverständige nicht einfach eine Kraft, welche bei entgegengesehnter Bewerbung zweier sich berührender Köper auftritt und dabei immer entgegen der Bewegungsrichtung belastend wirkt, sondern eine Kraft die immer da ist aber dazu sehen wir uns ein einfaches Beispiel an.


Unser Aufbau besteht aus einer Schrägeebene (grau), auf dieser Schräge ruht ein Körper (lila). An diesem Körper ist ein Seil befestigt, welcher über eine Rolle zu einem Eimer führt, dieser ist mit Sand gefüllt, welcher jedoch, durch ein Loch im Eimer, langsam aus dem Eimer herausrieselt. Dabei ist der Eimer zum ersten Zeitpunkt (t0) noch schwerer als der Körper und versucht diesen die Schrägeebene herauf zu ziehen. Im Sprachgebrauch der Waffensachverständigen bekommt der Körper (lila) einen Impuls F_im. Jedoch verhindert die Reibung F_R jegliche Bewegung, da der Körper (lila) eine raue Unterseite (roter kreis) besitzt.

Die ist der Grund, warum Waffenverschlüsse, welche entweder auf Reibung oder auf Gasbelastung (HK P7) setzten, sich aus Sicht der Waffensachverständigen zunächst gar nicht bewegen, sondern beim Schuss von Ruhe bleiben.

Trotz der Tatsache, dass sich der Köper (lila) nicht bewegt, wird trotzdem seine Kraftkapazität (KK) aufgeladen und so erhält der Köper in unserem Beispiel bereits 10 von möglichen 100 KK.


Im nächsten Zeitabschnitt leer sich der Eimer langsam, wodurch sich sein Gewicht ständig reduziert und seine F_G langsam abnimmt. Da der Eimer nun deutlich weniger stark am Köper (lila) zieht, sinken mit der F_G (Gravitationskraft) des Eimers auch die F_im (Impulskraft) am Köper und sorum auch die F_R (Reibungskraft).

Dies ist der Grund, warum Waffen mit Reibungsverschlüssen oder Waffen mit Gasbelastung, erst dann damit beginnen zu repetieren, ergo ihren Verschluss zu bewegen, wenn das Geschoss den Lauf der Waffe bereits verlassen hat. Denn nach dem Druckabfall in der Waffe reduzieren sich die Reibungskräfte oder Gasbelastungskräfte (HK P7) und die Bewegung des Verschlusses wird nicht weiter gehemmt.

Die KK des Körpers (lila) konnte sich jedoch inzwischen mit 100 von möglichen 100 komplett füllen.


Im letzten Zeitabschnitt, hat sich der Eimer beinahe vollständig geleert und er ist nicht mehr in der Lage eine starke F_G (Gravitationskraft) auf den Körper (lila) auszuüben. An dieser Stellen könnten einige Anmerken, dass nun zu erwarten wäre, dass der Körper (lila) einfach die schrägen Ebene herunterrutschen würde. Dies ist jedoch aus Sicht der NRW-Waffensachverständigen nicht der Fall.

Da die Zugkraft des Eimers nachgelassen hat, hat auch die Reibung (F_R) zwischen Körper und schräger Ebene nachgelassen. Ohne die Hinderung durch die Reibung ist es dem Körper nun endlich möglich, die Bewegung durchzuführen, an welchem ihn die Reibung bisher gehindert hatte.

Folglich bewegt sich der Körper (lila) nach oben die schräge Ebene hinauf. Er bekommt also, wie der Körper im Beitrag über die Bewegung von Körpern Energie (e), verbraucht dabei jedoch seine Kraftkapazität (KK), welche in unserem Biespiel jetzt noch 80 von 100 beträgt. Bergauf ist es eben ansträngender als Bergab.


Die Große Frage meiner Kollegen, welche sich ebenfalls mit dem Material der NRW-Waffensachverständigen auseinandergesetzt haben, war, wie ein Körper ohne Antrieb eine schräge Ebene hinauf wandern kann. Die Antwort liegt in der Kraftkapazität, welche sich, in den Augen der NRW-Waffensachverständigen, in Körpern aufladen und wieder entladen kann. 


Da das alles, wie auch im ersten Teil völliger Unsinn ist, hier nochmal das Ganze, wie es in der Realität der empirisch Adäquaten Physik ablaufen würde:


Gleicher Aufbau aber wie immer in der seriösen Wissenschaft eine ganze Menge mehr Werte. F_G zieht den Eimer aufgrund der Schwerkraft nach unten aber auch der Körper (lila) wird von der Gravitation nach unten gezogen. Jedoch kommt beim Körper noch die Normalkraft (F_N) als Gegenkraft dazu, welche von der schrägen Ebene auf den Köper wirkt*. F_GN ist wiederum die Gegenkraft des Körper (lila) auf die Normalkraft der schiefen Ebene.

Diese Kräfte resultieren in der Hangabtrieskraft (F_GH), der Körper möchte also gerne die schiefe Ebene herunterrutschen. Erst dadurch könnte die Reibungskraft (F_R) entstehen, wenn sich denn der Körper (lila) bewegte. Tut er dies nicht, entsteht auch keine Reibung.

Jetzt ist natürlich die große Frage, was schwerer ist, der Körper oder der Eimer mit Sand. Wären beide gleich schwer, würde erstmal eine Kräftegleichgewicht herrschen und keine Bewegung stattfinden. Wäre der Eimer schwerer, dann würde der Körper versuchen die schiefe Ebene hinauf zu rutschen, dann müsste man die Reibung berechnen. Wäre die Reibung größer als das Kräfte Delta (F_G Eimer Δ F_G Körper) würde es wieder zu einem Stillstand führen. Erst wenn die Reibung kleiner wäre als das Kräfte Delta, würde der Körper nach oben, die schiefe Eben hinauf, gezogen werden. Dabei würde der Pfeil F_R jedoch seine Richtung ändern, da Reibung immer entgegengesetzt der Bewegungsrichtung als Gegenkraft wirkt.


Der Einfachheit gehen wir jedoch von dem Fall aus, dass der Eimer leichter sei als der Körper (lila). Dabei wird der Eimer jedoch in der ersten wichtigen Frage komplett ignoriert und es wird geschaut oder genauer berechnet, ob die Hangabtriebskraft stärker ist als die Reibung. Sollte die Reibung stärker sein, so würde keine Abwärtsbewegung stattfinden, egal wie leicht der Eimer wäre.

In unserem Beispiel lassen wir den Eimer jedoch leichter sein, was unmittelbar zu einem herabrutschen des Körper führt, welcher einen Bewegungsimpuls (p¬) erhält, welcher jedoch durch die nun auftretende Reibung (F_R) belastet wird, dessen Richtung in der Zeichnung korrekt die schiefe Eben hinauszeigt. Der leichtere Eimer erhält ebenfalls einen Bewegungsimpuls (p) welche in Richtung der Umlenkrolle gerichtet ist.


Während der Bewegung verlieht der Eimer weiter Sand, wodurch sich seine Gewichtkraft (F_G) immer weiter reduziert. Das Resultat ist ein immer geringer werdender Unterschied (Delta Δ) zwischen der Gewichtskraft des Eimers und der Gewichtskraft des Körpers (lila), dies wiederum erhöht die Hangabtriebskraft (F_GH) des Körpers (lila) und damit seinem Impuls (P¬). Die Reibung steigt zwar mit der (F_GH) kann aber ein immer weiteres Beschleunigen nur belasten, jedoch nicht verhindern oder verzögern. Weder ist eine zeitliche Verzögerung möglich noch eine Verzögerung in der Bedeutung als einer negativen Beschleunigung.

Fazit:

Wir sehen also, dass die empirisch adäquate Physik hinter Reibung deutlich komplizierter ist als das, was die NRW-Waffensachverständigen so von sich geben. 

Mittlerweile gehe ich stark davon aus, dass die Sachverständigen nicht aus purem Spaß eine eigenen Physik erschaffen haben. Vielmehr versuchen diese, vereinfachte Erklärungen von Waffenfunktionen im nachhinein pseudowissenschaftlich zu untermauern und genau dabei kommt es zu Stielblüten wie der Kraftkapazität.


*Das Konzept der Normalkraft, kommt bei den NRW-Waffensachverständigen gar nicht vor. Anglich soll auf die Nachfragen des Maulwurfes, diese Kraft nicht existieren. 

13. März 2026

Warum Schalldämpfer nicht dafür sorgen, das Gas in die Waffe zurückfließt

Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen zu einem spontanen Beitrag.

Ich habe jetzt schon wieder die unsinnige Theorie gehört, dass normale Schalldämpfer dafür sorgen würden, dass Zitat: "Gas vom Schalldämpfer in die Waffe zurück strömt." und das ist, wie man am Titel dieses Beitrags schon lesen konnte, ziemlicher Unsinn. Angeblich soll dieses zurückströmen dafür sorgen, dass automatische Waffen schneller repetieren, wobei dann auch noch zusätzlich Gas in das Gesicht des Schützen strömen soll. Abhilfe schaffen dann angeblich Schalldämpfer mit "Flow Through" Design.

Um das alles anständig und wissenschaftlich Adäquat aufzurollen, werfen wir zunächst mal wieder einen Blick in ein Physikbuch der 5. Klasse und lernen, dass Druck allseitig ist, was darin resultiert, dass Strömungen den Weg desgeringsten Widerstandes gehen und zwar von einem Ort mit hohem Druck zu einem Ort mit niedrigem Druck.

Schuss ohne Schalldämpfer

Feuert man nun eine Waffe ab, so entsteht, durch die Verbrennung des Pulvers ein hoher  Druck. Der allgemeinen Gasgleichung zu Folge:

p = K * n * t / V

also

Druck = Konstante * Stoffmenge * Temperatur / Volumen

Entsteht durch die Verbrennung zum einen Stoffmenge (n) und Temperatur (t). Der Druck steigt solange, bis der Druck stark genug ist, das Geschoss aus der Hülse zu drücken und in den Lauf zu treiben. Durch die Geschossbewegung vergrößert sich das Volumen. Da wir durch das Volumen teilen, verringert sich der Druck durch die Geschossbewegung. Wir haben demnach auf der einen Seite die Druck erhöhenden  Faktoren (n und t), welcher durch die Verbrennung erzeugt werden und den druck reduzierenden Faktor (V). Ab einem gewissen Punkt bewegt sich das Geschoss schneller als das Treibmittel nachbrennen kann. Dieser Zeitpunkt ist der t-Max der Zeit des Maximalen Gasdrucks in der Waffe. Ab diesem Punkt sinkt der Druck immer weiter.

Bei den meisten automatischen Waffen mit Eigenantrieb (Selbstlader) beginnt hier bereits der Antrieb des Verschlusses oder des Verschlussträgers. Der Einfachheit halber gegen wir von einem indirekter Gasdrucklader aus. Hier wird ein Teil der Gase aus dem Lauf entnommen und wirkt auf des Gaskolben ein, um diesen nach hinten zu treiben.

Sobald das Geschoss den Lauf der Waffe verlassen hat, kommt es im Lauf zu einem rapiden Druckabfall, da die meisten Pulvergase in die Umgebung abströmen. Es kommt zu einer Strömung von einem Ort hohen Drucks (Lauf) zu einem Ort niedrigen Drucks (Umgebung an der Mündung). Das System der Waffe ist nun exakt so gerechnet, das zu diesem Zeitpunkt der Gaskolben optimal angetrieben wurde, um den Verschluss einige Millisekunden nach dem Geschossaustritt aus der Mündung zu Entriegeln. Sobald der Verschluss entriegelt wurde, er ist mechanisch von einem Formschluss in einen Kraftschluss übergegangen, drückt der im hinteren Lauf verbliebene Gasdruck diese zusätzlich nach hinten. Dieser wird im Englischen als  "Residual Gas Pressure" bezeichnet und ist für die vollständige Öffnung des Verschlusses genauso wichtig wie der Antrieb über den Gaskolben.

Schuss mit Schalldämpfer

Setzt man nun einen Schalldämpfer auf eine solche Waffe so tritt das Geschoss nach dem Verlassen der Laufmündung nichts in Freie, sondern in einen Hohlkörper mit einzelnen Kammern ein. Bedeutet, die Pulvergase können nicht in das praktisch unendliche Volumen der Umgebung expandieren, sondern treten in die begrenzte Erststufe des Schalldämpfers ein. Die Pulvergase können, vereinfacht ausgedrückt, nicht so schnell aus dem Lauf strömen, wie bei einer blanken Mündung ohne Schalldämpfer. Auch kann man, aus Sicht der Pneumatik, einen Schalldämpfer als eine Art von Laufverlängerung betrachten, welcher jedoch für jeden Millimeter, welchen das Geschoss zurücklegt, deutlich mehr neues Volumen bereitstellt als ein Lauf.

Das Problem für unsere automatische Waffe ist nun nicht, dass Gasdruck zurück in die Waffe strömt, sondern dass der Gasdruck die Waffe einfach u einem späteren Zeitpunkt verlässt als ursprünglich berechnet. Durch einen Schalldämpfer wirkt das Gas nicht stärker, sondern länger. Betrachten wir das Ganze aus Sicht der physikalischen Mechanik. Durch dessen wissenschaftliche Linse wird unser Verschluss zu einem Körper, welcher seinen Ort ändert, er läuft ja nicht hinten. Aus der Sicht der Physik haben wir also eine Geschwindigkeit, wo vorher keine war und dies bedeutet wiederum, dass wir es mit einer Form des Kraftstoßes zu tun haben, dessen Formel lautet:

F * Δt = m * Δv

Oder

Kraft mal Zeit gleich Masse mal Änderung der Geschwindigkeit.

Und genau hier wirkt der Schalldämpfer 'nicht als eine Verstärkung der Kraft F, sondern als eine Verlängerung der Zeit Δt. Da Δt hier als Faktor auftritt bedeutet dies, dass jede Millisekunde, welche der Gasdruck länger auf den Verschluss oder einen damit verbundenen Kolben einwirken kann, zu einer höheren Beschleunigung Δv des Verschlusses führen wird.

Die stärkere Beschleunigung des Verschlusses führt demnach zu einer deutlich höheren Rücklaufgeschwindigkeit. Diese führt ihrerseits zu einer kleinen Kettenreaktion. Den nicht nur dass der Verschluss jetzt deutlich früher öffnet, als ursprünglich berechnet, auch der Resteigengasdruck (eng. Residual Gas Pressure) ist ebenfalls noch deutlich höher, als ursprünglich gedacht. Dieser treibt den nach der Entriegelung Verschluss noch zusätzlich an.

Durch diese deutliche Überfunktion wird zwar meist der S-Strecke der Patronenhülse nicht überschritten, jedoch treten meist deutlich heißere und Rückstandsbelastetere Gase ins innere das Waffengehäuses ein. Diese kommen jedoch nicht, wie fälschlicherweise behauptet, vom Schalldämpfer sondern aus dem hinteren Teil des Laufes sowie der Patronenkammer. 

Der unmögliche Fall der Rückströmen

Jetzt habe ich jedoch gehört, dass es ja sein kann, dass hinten in der Waffe am Verschluss ein geringerer Druck herrscht als vorne im Schalldämpfer. Dies ist allerdings ziemlicher Unsinn, denn der Ursprung des Drucks liebt in der Patronenkammer und Druck ist nun mal allseitig und bleibt zunächst wo er ist, bis es Möglichkeiten zur Expansion gibt. Dabei verlässt Druck jedoch nicht seinen Ursprung.

Die Gasteilchen gehen nicht alle auf eine Wanderschaft und verlassen alle zusammen die Brennkammer der Patronenhülse, um in den Schalldämpfer überzusiedeln, um dann, nach der Öffnung des Verschlusses wieder in Richtung Patronenkammer zurück zu wandern. Die Pulvergase verteilen sich in Lauf und Schalldämpfer. Die Gasschwaden sind weder intelligent noch hellsichtig und wissen, dass wenige Millisekunden später das Geschoss auch den Schalldämpfer verlassen wird.

Ein anderes Argument besagt, dass es, bei der vollständigen Öffnung des Verschlusses, dazu kommt, das Gasschwaden nach hinten aus der Patronenkammer heraustreten und das diese Druckreduktion eine Strömung vom Schalldämpfer aus in Richtung Patronenkammer bewirken kann.

Dies wäre sogar möglich, wenn dieses Argument nicht voraussetzen müsste, dass sich das Geschoss noch im Schalldämpfer befände, während der Verschluss hinten bereits vollständig geöffnet wäre. Dies wiederum würde einen derart hohen Druck in der Patronenkammer voraussetzen, dass die S-Strecke der Patronenhülse und auch die sichere Verschlussrücklaufgeschwindigkeit überschritten wären. 

Rohrbeispiel    

Stellen wir uns ein Rohr vor, welches in zwei Enden jeweils ein Ventil besitze und in dessen Inneren sich ein Expansionsfreudiges Gas befindet. Jetzt möchte man, dass das Gas im vorderen Teil aus den hinteren Ventil austritt aber es gilt die Regel, dass das vordere Ventil immer etwas weiter geöffnet sein muss, als das hintere. Nun das ist, zumindest meiner Erkenntnis nach nicht möglich. 

Ausnahme hinten sitzende Dichtscheiben?

Wir sehen also, dass herkömmliche Schalldämpfer nicht dafür sorgen, dass Gas vom Schalldämpfer zurück in die Patronenkammer strömen kann. Jetzt gibt es jedoch den Effekt, das bei einigen Schallgedämpften Repetierwaffen ein kleiner Knall zu hören ist, wenn man den Verschluss nach dem Schuss öffnet. Diese Waffen besitzen dann meist eine Form vom Gasschleuse, meist mit Dichtscheiben oder Schnittpfropfen. Also Gummischeiben, welche im Idealfall vom Geschoss durchschlagen werden, um sich hinter diesem zu schleißen und die Pulvergase hinter sich einzuschließen.

Wurde eine Waffe, dessen Dichtscheibe hinten im Schalldämpferkorpus eingesetzt, geschossen so wird Gas im Lauf zurückgehalten, welcher die Dichtscheibe nicht nach vorne passieren kann. Im Lauf herrscht demnach noch Sekunden nach dem Schuss ein Druck welcher höher ist als der Umgebungsdruck von 1 Bar.

Repetiert man nun diese Waffe, öffnet sich der Verschluss und Gas strömt aus dem Lauf ins Freie, es kommt zu einem "Verschlussfensterknapp" oder auf englisch "Ejection Port Pop". Das Gas, welches für diesen kleinen Knall verantwortlich ist stammt aber nicht aus dem Schalldämpfer, sondern aus dem Lauf. Der Schalldämpfer hält es nur zurück.

Ausnahme vorne sitzende Dichtscheibe.

Nun sehen wir uns noch einen letzten Fall an und zwar einen Schalldämpfer, bei welcher die Dichtscheibe am vorderen Ende eingesetzt wurde und 'nur vorne. Diesen Typ gibt es zwar in der freien Wildbahn so gut wie gar nicht aber der Vollständigkeit halber. Hier wird das Gas im Schalldämpferkörper gefangen gehalten, da sich die Gummischeibe, im Idealfall, nach dem Austritt des Geschosses aus dem Schalldämpfer, hinter diesem schließt.

Wenn nun, auch noch Sekunden nach dem Schuss, die Waffe repetiert wird, kommt es wie auch im Fall davor, zu einem Verschlussfensterknall, da die in Lauf und Schalldämpfer zurückgehaltenen Gasschwaden mit der Umgebung schlagartig ausgleichen. In diesem Fall kann es jetzt wirklich dazu kommen, dass Gas vom Schalldämpfer aus in die Waffe zurückströmt, da der Druck hinten in der Waffe, durch das öffnen des Verschlusses, geringer ist als im Schalldämpfer selber. Das Groß des Verschlussfensterknalls wird jedoch auch hier von den Gasen verursacht, welche sich in der Patronenkammer sowie im hinteren drittel des Laufes befanden, die Gase aus dem Schalldämpferkörper strömen lediglich nach.

Beim Vergleich von zwei identischen Waffen mit identischen Schalldämpfern und dem einzigen Unterschied, das bei einem die Dichtscheibe hinten und bei einem die Dichtscheibe vorne eingesetzt wurde, ist der Verschlussfensterknall der Waffe mit vorne sitzender Scheibe übrigens geringer, da Lauf plus Schalldämpfer mehr Volumen besitzen als der Lauf alleine. Sprich letztere haben mehr V in der allgemeinen Gasgleichung.

Aber was macht nun ein Flow Through Schalldämpfer?

Das was in den USA sein ein paar Jahren groß als "Flow Through" verkauft wird ist nichts weiter als das, was man im deutschen einfach als "Vorwärtig entlüftete Erststufe" kennt. Diese Schalldämpfer haben zunächst eine besonders große Erststufe (erste Kammer). Umso größer die erste Kammer eines Schalldämpfer ist, umso größer ist ihr Volumen und um so größer das Volumen der erste Kammer umso ähnlicher ist sie einer blanken Mündung. Manche automatische Waffe funktioniert schon deutlich besser, wenn man einfach nur die erste Kammerwand aus einem Schalldämpfer entfernt.

Was das Flow Through Design angeht, so geht es einfach her und entlüftet die Erststufe, da dies jedoch zu einem Entlüftungsknall führen würde, hat die erste Kammer dieser Dämpfer nicht einfach Löcher, sondern kleine Kanäle, welche außen um die weiteren Kammern herum führen, um dann um den Geschossaustritt herum zu enden.

Ein Teil der in die Erststufe eintretenden Gase wird also nach vorne geführt und ins Freie entlassen. Dadurch verliert die Erststufe Druck, denn nach der idealen Gasgleichung gilt:

p = K * n * t / V

ergo

Druck = Konstante * Stoffmenge * Temperatur / Volumen

Durch das vorwärtige Ableiten eines Teiles der Gasmenge verliert die Erststufe ständig Stoffmenge (n) und kommt damit dem Idealfall, dem Austritt des Geschosses in die Umgebung mit einem praktisch unendlichen Volumen, nochmal einen ganzen Schritt näher. Der Gasdruck im Lauf sinkt deutlich schneller, als bei herkömmlichen Schalldämpfern.

Der Nachteil ist jedoch, dass die Entlüftungskanäle an ihren jeweiligen Austritten alle einen kleinen eigenen Knall erzeugen. Auch kommt es zu einer Art Rennen zwischen Geschoss und den entlüfteten Gasen. Bei manchen Modellen, tritt zuerst das Geschoss aus, bei anderen zuerst die Entlüftungsgase. Aus diesem Grund sind die Entlüftungskanäle, bei den meisten "Flow Through" Schalldämpfern spiralförmig ausgeführt, Die Gase müssen so eine längere Strecke zurücklegen, auf welcher sie sich zusätzlich abkühlen können, um ihnen weiteren Druck zu entziehen.

Experiment:

Was ich sage, kann man auch einfach nachvollziehen. Dazu beschmiert man das innere des Schalldämpfers mit einer flüssigen Chemikalie, welche beim Schuss verdampf, sich mit den Pulvergasen verbindet und später in den Schmauchspuren chemisch nachweisbar ist.

Jetzt schießt man eine gründlich gesäuberte Waffe mit einem Schalldämpfer und nimmt danach Abstriche von dem Schmauch im Schalldämpfer, im ersten sowie im letzten drittel des Laufes, an den Wänden der Patronenkammer und an den Innenwänden des Waffengehäuses. Ist die Chemikalie nur im Schalldämpfer per Abstrich nachweisbar, so sind keine Pulvergase vom Schalldämpfer in die Waffe zurück geflossen.


Fazit:

Das Pulvergase vom Schalldämpfer zum Verschluss zurück strömen ist im Bezug auf den Großteil der Schalldämpfermodelle Unsinn. Der von der Verbrennung  der Pulvergase erzeuge Druck wird lediglich länger im System der Waffe gehalten und kann dort über diese Längere Zeit mehr Arbeit in automatischen Waffen verrichten.

Nur bei seltenen Kombinationen von Dichtscheiben, kommt es zu einem wirklichen zurückfluten von Gas aus dem Schalldämpfer hin zur Patronenkammer.

"Flow Through" Schalldämpfer besitzen lediglich eine entlüftete Erststuft, um den Gasdruck in der Nähe der Mündung zu senken und so die Umgebungsatmosphäre zu simulieren, für welche die Waffe ursprünglich berechnet wurde. 

Nachtrag:

Die ursprüngliche physikalische Erklärung anhand des Konzepts der Leistung:

P = W / t

War für einige etwas zu kompliziert und wurde durch eine Erklärung anhand der Formal für den einfachen Kraftstoß ersetzt, welche deutlich einfacher zu verstehen ist. Physik ist eben wirklich ein wenig wie Autofahren, es geht meist darum den richtigen Gang für die richtigen Begebenheiten drin zu haben. Wo bei man in der Physik immer den möglichst niedrigsten Gang drin haben sollte, damit Jeder mitkommt.

6. März 2026

Die Physik der NRW Waffensachverständigen verständlich erklärt

Es ist endlich passiert, eine Person hat die fast schon legendären eigenen Unterlagen der NRW Waffensachverständigen durchgestochen. 

Aber eines nach dem Anderen und erstmal herzlich Willkommen zu einem neuen Beitrag zum Thema Waffenkunde genauer zum Thema Waffentechnik ergo zum Bereich der technischen Mechanik der Physik.

Und hier auch schon die erste Warnung. Dieser Text enthält allen möglichen technischen Unsinn und kann bei Menschen, denen seriöse Naturwissenschaft am Herzen liegt oder auch bei Leuten, welche erfolgreich eine weiterführende Schule abgeschlossen haben, zu körperlichen Schmerzen führen.

So nun kurz zum Ramen. Im Internet kann bekanntlich Jeder sein was er möchte und einige Menschen wollten wirklich sehr gerne Waffensachverständige sein und haben ihren "Sachverstand" auch fleißig im Internet verteilt. Dabei kamen jedoch einige Stielblüten als Tageslicht, welche die Funktion der meisten Waffen so falsch dargestellt haben, dass die Sachverständigen dabei den Grundlagen der wissenschaftlichen Physik widersprachen. Natürlich wurden diese dann umgehend von wissenschaftlich Orientierten nach Quellen gefragt. Als Antwort bekam man dazu oft zu hören, dass man als Waffensachverständige einen Kurs besucht und dort eigenes Material erhalten habe. Man dürfte dieses Material aber nicht veröffentlichen.

Nun hat sich die Fachgemeinde jahrelang gefragt, was dieses Material wohl enthält und es wurde sogar von einer kleinen Gruppe geplant, Geld zusammen zulegen, um einen regelrechten Spitzel nach Nord-Rhein Westphalen in den Waffensachkundekurs zu schicken.

Das ist nun angeblich geschehen und Jemand hat das Material, welches tatsächlich existiert aber auch genau so wirklich unter das Urhebergesetz fällt, paraphrasiert und zusammengefasst. Dabei fällt als erstes auf, dass es keine Einleitung in Physik oder technische Mechanik enthält, sondern einfach loslegt. Das große Problem ist, dass es zwar immer wieder die Physik als Zeugen für seltsame Erklärungen heranzieht, sich aber jetzt endlich nicht aus dieser heraus erklärt. 

Bedeutet, am Ende musste ich oder eher mussten wir eine ganze menge Hirnschmalz aufwenden, um aus den einzelnen Erklärungen von Waffen auf eine zusammenhängendes Physikmodell zurückzuschießen.

Also hier nun: Die verständliche Erklärung der Physik der NRW Sachverständigen


In der ersten Abbildung sehen wir einen Körper (lila), dieser Köper hat, wie in der wissenschaftlichen Physik auch eine Masse, gekennzeichnet mit m. Zudem besitzen Köper nach den Sachverständigen keine gewisse Kraftkapazität, hier KK. Nun bekommt der Körper einen Impuls, dies rührt daher, dass NRW Waffensachverständige mit Denglisch eine Mischung aus Deutsch und Englisch sprechen, ihr Impuls entspricht damit dem englischen impulse und nicht dem Impuls der deutschen Physik.

Dieser Impuls setzt jedoch den Köper erstmal nicht in Bewegung, stattdessen füllt sich die, durch den Impuls auf den Köper, einwirkende Kraft nach und nach die Kraftkapazität (KK) des Körpers. Unser Körper hat eine KK von 100. Dies ist, nach den NRW-Sachverständigen, der Grund, warum sich Masseverschlüsse erstmal gar nicht bewegen, obwohl sie Kräfte am Stoßboden erfahren.

Sobald die KK eines Körper "voll" ist, kann sich dieser in Bewegung setzen. Dabei hat er Energie in der Grafik mit e abgekürzt. Wie viel Energie der Körper hat, wissen wir nicht, den e scheint nach den Beschreibungen einfach nur da zu sein. Was hingegen nach wie vor einen Wer hat ist die Kraftkapazität des Körpers, diese nimmt nur, aufgrund der Bewegung nach und nach ab. Der Körper "verbraucht" demnach KK bei seiner Bewegung. Unser Körper hat bereits 10 KK verbraucht und hat jetzt nur noch 90 von 100 möglichen Punkten. Die genaue Einheit von KK geht leider nicht aus den Beschreibungen hervor.

Nun trifft unser Körper (lila) auf ein Hindernis (flieder) dabei kommt es jedoch nicht zu einem Kraftstoß oder einem Austausch von Impulsen, sondern der Körper hält einfach an*. Dabei wird seine Energie (e) gleich Null, obwohl der Zustand vorher nicht mit einem Wert, sondern einfach nur mit seiner reinen Existenz bezeichnet wurde. Was jedoch bliebt ist die Kraftkapazität (KK), diese ist durch die weitere Bewegung zum Hindernis hin auf 85 gesunken. Bliebt Jedoch jetzt bei 85, da keine Bewegung mehr stattfindet.


Entfernen wir jetzt jedoch das Hindernis, geschieht etwas ganz erstaunliches: Der Körper, welcher zuvor zum halten gebracht wurde, fängt erneut an sich zu bewegen. Der Ursache dafür ist, nach den NRW Waffensachverständigen, die im Körper (lila) verbliebene KK, diese war in unserem Beispiel ja nicht auf 0, sondern auf lediglich 85 gesunken. Der Körper kann demnach, nach der Entfernung des Hindernisse sich einfach weiter bewegen, auch wenn er nicht erneut von außen angestoßen wird. Das ist auch der Grund dafür, dass Waffen wie die H&K P7 oder das Volkssturmgewehr Gustloff aus Sicht der NRW Sachverständigen ihre Schlitten geschlossen halten können, bis das Geschoss der Lauf der Waffe verlassen hat. Denn die verbleibende KK in den Schlitten kann diese öffnen, wenn das Hindernis, in Form des Belastungsgasdrucks, entfernt wurde.

Fazit:

Wie sehen also, dass die Physik der NRW-Sachverständigen komplett anders funktioniert als die wissenschaftliche Physik. Es wird jedem Axiom von Issac Newton widersprochen und selbst die Grundformaler der Mechanik "a = F/m" gilt nicht. Körper beschleunigen nicht entsprechend der Kraft eines Stoßes entsprechend ihrer Masse, sondern "absorbieren" Kräfte in eine Ominöse "Kraft Kapazität"  die diese dann Verbrauchen und sogar reaktivieren können, wenn Hindernisse entfernt werden.

Die Physik der Waffensachverständigen benutzt empirisch nicht adäquaten Theorien, um überkommenen vereinfachten Beschreibungen von Waffensystemen einen wissenschaftlichen Anstrich zugeben.

Das war jetzt soweit die Bewegung von Körpern aus Sicht der NRW Sachverständigen, die Sache mit dem Druck, ist wieder ein ganz anders Kapitel.

Service:

Hier nun für ehrlich technisch interessierte, wie das Szenario oben in der Realität ablaufen würde:


Auf unseren Körper (lila)*² wirkt eine Kraft (F). Er ist frei und statisch (nicht elastisch) also erfährt er eine Beschleunigung nach der Formal "a = F/m". Beschuldigung ist gleich der Kraft geteilt durch die Masse des Körpers. Freie Körper bewegen sich sofort, wenn sie einen Kraftstoß erhalten, bei kleinen Kräften und großen Massen sind diese Bewegungen sehr klein aber sie sind da. 


Nach dem Kraftstoß besitz ein Körper im Deutschen einen Bewegungs-Impuls, der nichts mit dem englischen impulse zu tun hat. Nach der Formal p=m*v ergo Impuls ist gleich der Masse mal Geschwindigkeit, kann man seinen Impuls auch genau in Newton-Sekunden bestimmen. Seine kinetische Energie lässt sich ebenfalls berechnen und zwar anhand der Formel kin_e = 1/2m*v² sprich kinetische Energie ist gleich halbe Masse mal Geschwindigkeit zum Quadrat. Das Ergebnis erhalten wird dieses mal in Joule. 

Wir sehen also wie viel mehr Formeln und Mathematik in der wissenschaftlichen Physik stecken und wie sagte schon Immanuel Kant: "In jeder reinen Naturlehre ist nur soviel an eigentlicher Wissenschaft enthalten, als Mathematik in ihr angewandt werden kann".


Stößt unser Körper nun gegen das Hindernis (flieder) so kommt es zu einem Impulsaustausch, eigentlich müsste unser Körper nun seinen Bewegungs-Impuls auf das Hindernis übertragen, wobei das Hindernis seinerseits einen Ruhe-Impuls auf den Körper überträgt. Bei dieser Wechselwirkung kommt es nach der Formal f=m/a wieder auch auf die involvierten Massen an. Wir wissen leider nicht wie groß die Masse unsere Erde (blau) ist. Gehen wir davon aus, dass diese extrem groß ist, werden wir erleben, dass es zu einer Rückprall Erscheinung unseres Körpers kommt. Dieser würde von Hindernis (flieder) einfach abprallen. Die Ursache dafür ist der Energieerhaltungssatz, dieser besagt, dass Energie nicht vernichtet werden kann. Die kinetische Energie des Körpers verschwindet nicht einfach und wird auch nicht im Körper gespeichert, wie bei den NRW-Sachverständigen, sie wird einfach durch den (zusammen)Stoß umgelenkt. Der Körper würde vom Hindernis abprallen und damit beginnen, sich nach rechts zu bewegen.


Dies tut er in unserem Beispiel jedoch nicht, um näher am Unsinn der Waffensachverständigen zu blieben. Hier bliebt unser Körper, also erstmal vor dem Hindernis stehen. Was aber unser Körper auf gar keinen Fall tut, ist, sich nach dem Entfernen des Hindernisses, wieder in Bewegung zu setzen, denn auch hier gilt F=m/a. Wenn F gleich 0 ist, dann muss auch m/a 0 ergeben. Bedeutet keine Kraft keine Beschleunigung wie auch der umgekehrte Fall: Keine Beschleunigung gleich keine Kraft. Körper, welche sich aus dem Nichts heraus in Bewegung setzen, gehören in das Gebiet des Okkultismus und des Geisterglaubens und nicht in den Bereich der Naturwissenschaft.

Da sich unser Körper nicht bewegt, fehlt mir leider das passende Bild, um den letzten Unsinn der NRW Waffensachverständigen zu zerpflücken. Körper haben keine Kraftkapazität, welche langsam verbraucht wird. Ein einmal angestoßener Köper bewegt sich auf alle Ewigkeit weiter gleichförmig in seine Richtung. Solange nicht eine anderen Kraft seinen Bewegungszustand ändert. Das gestoßene oder geworfene Gegenstände auf der Erde irgendwann zum stehen kommen, liegt zum einen an der Erdanziehung (Gravitation) und zum anderem am Luftwiderstand. Sachen die Waffensachverständige eigentlich aus der Ballistik kennen müssten.


*Kollisionen waren in der Zusammenfassung, welche ich gelesen habe, nicht zu finden und auch Menschen, welche das Originalmaterial gesehen haben, konnten diese in der Form in keiner Beschreibung finden. Ereignisse wie Verschlussträgeranstoß, Verschlussrückprall oder Zuführschock fehlen demnach in den Unterlagen komplett.

*²Betrachtet man die blaue Fläche unter dem Körper (lila) als Teil einer größeren Masse, müsste diese zudem eine Gravitationskraft auf diesen Ausüben. Dabei würde der Körper zu der blauen Masse hingezogen werden aber auch die blaue Fläche zu dem Körper.

3. März 2026

Sinn und Zweck der Patrone .300 Blackout einfach erklärt

Hallo allem zusammen und herzlich Willkommen zu einem neuen Beitrag,

ich wurde auf einem Discord gefragt, ob Jemand denn mal möglichst einfach erklären könne, warum die Patrone .300 Blackout denn so etwas besonderes ist und da ich gerade etwas Zeit habe, übernehme ich dass doch mal mit Unterstützung.

Wenn man einen Schalldämpfer auf ein herkömmliches Gewehr schraubt, ich das leider nur die halbe Miete, denn neben dem Mündungsknall entsteht noch der Geschossknall. Dieser wird dadurch verursacht, dass das Projektil die Schallmauer durchbricht. Möchte man diesen Knall nicht haben, muss man dafür sorgen, dass die Projektil-Geschwindigkeit unter Schallgrenze bliebt.

.300 Blackout,
die Königin der Unterschallpatronen.

Das macht man meist einfach dadurch, dass man weniger Pulver in die Hülse lädt. Denn weniger Pulver erzeugt weniger Gasdruck und weniger Gasdruck beschleunigt das Geschoss im Lauf weniger stark und es fliegt am Ende deutlich langsamer. Das Problem ist nur, dass dann eine Hülse etwas so aussieht, wie hier auf dem Bild die zweite Patrone von links. Die Brennkammer der Patrone ist fast leer.

Zudem bekommen wir aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit Probleme mit der kinetischen Energie, denn der Verlust an Geschwindigkeit resultiert auch in einem nicht unerheblichen Verlust von Zielwirkung.

Da unsere Geschwindigkeit begrenzt ist, wir wollen ja auf keinen Fall über die Schallgeschwindigkeit kommen, müssen wir unsere Zielwirkung aus der Masse des Projektils ziehen. Das tun wir, indem wir ein schweres Geschoss verladen, wie auf bei der dritten Patrone von links auf dem ersten Bild. Das hat zudem den Vorteil, dass wir bei einem schwereren Geschoss nun auch wieder etwas mehr Pulver verladen können, da ein schwereres Geschoss bei  gleichem Druck weniger stark beschleunigt wird, vereinfacht aus gedrückt.

Pulverwelle in einer Unterschallhülse

Nun ist unsere Brennkammer nicht mehr ganz so leer aber trotzdem haben wir ein großes Problem. Hält der Schütze die Waffe vor dem Schuss, zb. in der low ready Position, vor dem Schuss nach unten, befindet sich das meiste Pulver in der Geschossringniesche. Hat der selbe Schütze, die selbe Waffe mit dieser Munitionssorte vor dem Schuss jedoch nach Oben gehalten, so liegt das meiste Pulver in der nähe des Zündkanals aufgeschüttet. Bei beiden Fällen verhält sich die selbe Munition deutlich unterschiedlich bei Schuss. Beim Zweiten Fall kommt es sogar zu einer Pulverwelle, bei welcher das noch nicht entzündete Pulver wellenartig durch die Brennkammer schwabbt und am Geschossheck bricht. Was natürlich ebenfalls nicht gut für die Präzision ist.

Die erste Form der Abhilfe schafft hier Füllmaterial, welches beim Schuss mit dem Pulver verbrennt aber keine eigenen Rauchschwaden erzeugt. DieVerbrennungsrückstände sind jedoch meist schädlich für Lauf und Mechanik der Waffe.

Die wohl eleganteste Lösung sind Reduzierhülse, wie auf dem ersten Bild die vierte Patrone von links. Diese verfügen über eine reduzierte Brennkammer und können so wieder Ladedichten von 100% erreichen. Leider sind diese Hülsen zum einen sehr teuer und zum anderen recht schwer, die Ursache dafür ist, dass sie aus dem vollen gedreht und nicht aus Messingblech gezogen werden können.

Unterschallmunitionssorten für herkömmliche Patronen muss demnach entweder Abstriche bei der Präzision machen oder aber sie ist deutlich teurer in der Herstellung mit einem hohen Gewischt pro Patrone. Zudem müssen automatische Waffen, welche herkömmliche und Unterschall-Patronen verschießen sollen meist ein Geregeltes Gassystem anbieten oder bei der Verwendung von herkömmlicher Munition mit erheblicher Überfunktion zurecht kommen.

.300 Blackout als Über und
Unterschalllaborierung

.300 Blackout geht nun den Weg einer sehr kleinen Hülse in Verbindung mit einem sehr großen Geschoss. Diese Kombination ermöglich es herkömmliche und Unterschalllaborierungen mit hoher Ladedichte zu erschaffen. Bei der herkömmlichen Munition, hat das Geschoss eine vergleichsweise geringe Masse und eine hohe Setztiefe, das Geschoss ragt demnach nicht weit in die Pulverkammer hinein, welche ihrerseits mit viel Pulver gefüllt ist. Ergebnis ist ein rasantes Projektiv.

Die Unterschallform jedoch besitzt ein deutlich schwereres Geschoss, welches tief in die Brennkammer hineinragt und so den Brennraum deutlich reduziert, welcher jetzt mit deutlich weniger Pulver gefüllt werden kann, ohne die Ladedichte zu reduzieren. 

.300 Blackout ist so in der Lage Unter- und Überschallmunition mit identischen äußeren Abmessungen zu erlauben, ohne dass die Ladedichte unter präzisionsrelevante Prozentwerte fällt.

Auch automatische Waffen, haben mit den beiden Munitionssorten deutlich weniger Probleme. Die herkömmliche Überschall-Form besitzt zwar deutlich mehr Pulver und dadurch auch deutlich mehr Druck, jedoch verbleibt das leichte Geschoss nicht sehr lange im Lauf. Das Gassystem wird hier in einem kurzen Zeitraum stark angetrieben. Bei der Unterschallvariante steht zwar, durch die geringere Pulvermenge, weniger Druck zur Verfügung, jedoch bewegt sich das schwerere Geschoss deutlich langsamer durch den Lauf und dient so über einen längeren Zeitraum als Stopfen, welcher das Gas im Lauf der Waffe zurückhält, bis das Geschoss als Projektil den Lauf der Waffe verlässt. Hier haben wir weniger Druck, welcher aber über einen längeren Zeitraum wirken kann. Die Leistung, im physikalischen Sinne von Leistung über Zeit, der beiden Liberierungen ist im Idealfall beinahe identisch. Zumindest auf dem Papier, in der Realität muss doch meist das Gassystem der Waffen verstellt werden.

Ein weiterer Vorteil selbst der leichten Geschosse der Überschallvarinate ist, dass dieses immer noch deutlich schwerer ist als zb. ein herkömmliches 5,56mm Geschoss. .300 Blackout besitzt eine deutlich bessere Leistung, wenn die Patrone in Waffen mit sehr kurzen Läufen, von 13 Inch oder weniger, verwendet wird, als die meisten 5,56x54mm Liberierungen, welche oft Probleme bei derart kurzen Läufen aufweisen.

Der große Nachteil der .300 Blackout sind jedoch die hohen Kosten pro Schuss bei der Unterschallmunition. Diese wird dadurch verursacht, dass die extra schweren Geschosse deutlich höhere Materialkosten verursachen, da die auch einiges an Belastung standhalten müssen. Auch gibt es das große Problem, dass .300 Blackout in die Kammern 5,56x45mm Waffen eingeführt und gezündet werden kann, was dann jedoch meist zur Zerstörung der Waffe führt.

Das weit in das innere der Brennkammer ragende Geschoss ist dem starken seitlichen, radialen, Druck der Pulvergase schutzlos ausgeliefert. Würde man hier ein herkömmliches günstiges Bleigeschoss mit einem nur millimeterdicken Tombakmantel einsetzen, würde dieser Druck den Bleikern des Geschosses, wie einen Pickel, aus seinem Mantel herausdrück. Die Folge wäre eine Zerstörung des Unterschallgeschosses noch in der Patronenkammer.

Nun anschließen noch die Frage, warum man nicht einfach die günstigeren Geschosse der herkömmlichen Überschallmunition in Unterschallhülsen verladen kann.

.300 Blackout

Kann man natürlich machen aber dann hat man zum einen wieder das Problem mit der Pulverwelle bei geringer Ladedichte und zum anderen, aller Wahrscheinlichkeit nach, keine Unterschallmunition, da das leichtere Geschoss von der selben Pulverladung deutlich stärker beschleunigt werden würde, als das schwere Geschoss, welche zu dieser Munition gehört. Was die automatische Funktion dieser Mischmunition angeht, sehe ich ebenfalls schwarz, da wir nun wenig Gas über einen geringeren Zeitraum reden, als bei einem schweren Geschoss.

So, ich hoffe ich konnte die Frage beantworten und anschaulich erklären, warum die .300 Blackout so besonders ist.


Ach übrigens, die 9x39 mm von VSS Vintorez und AS Val schafft diesen Spagat aktuell noch nicht, da mit Überschallmunition geladene AS Val wohl einfach explodieren.