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13. April 2026

Fluimechanik - Die Physik der NRW Waffensachverständigen erklärt Teil 4a

Herzlich Willkommen zu einem neuen Beitrag zum Thema "Die Physik der Waffensachverständigen aus Nordrhein Westfalen", dieses mal sehen wir uns an, wie Strömungen aus der Seitenansicht funktionieren oder wissenschaftlich aus der XY Sicht, da wir das ganze auf eine zweidimensionale Ansicht der horizontalen X sowie der vertikalen Y Achse ansehen.

Hier nochmal eine kurze Einordnung der Sachverhalte. Besonders im Internat sind in den letzten Jahren einige angebliche Waffensachverständige aufgetreten, welche die Funktion von einigen automatischen Feuerwaffen so beschreiben haben, dass es nicht mit der modernen wissenschaftlichen Physik in Einklang gebracht werden konnte. Die erste Vermutung war natürlich, dass da einfach falsche Beschreibungen irgendwo rumgeistern aber keiner konnte genau benennen wo. Auf Nachfrage bekam man von den Waffensachverständigen meist die Antwort "eigenes Material". Lange blieb dieses Material unauffindbar, bis vor einigen Monaten Jemand dieses in die Finger bekommen hat. Aufgrund von Urheberrechten, konnte es dieses jedoch nicht veröffentlichen, sondern hat es paraphrasiert und wir konnten drüber gucken. Aus den Beschreibungen haben wir nun konkrete Gesetzte abgeleitet, welche wir hier stolz präsentieren.

Wie auch bei den anderen Teilen gilt Achtung! das Lesen dieses Textes kann bei technikkundigen Menschen starke seelischen sowie körperliche Schmerzen verursachen.

Zudem muss man im Hinterkopf behalten, dass Druck und Stoß für Waffensachverständigen das Selbe sind und die Begriffe "Strömung" (öfter mal mit h) und "Welle" in dieser Welt ebenfalls komplett anders definiert ergo verwendet werden.


Aber sehen wir uns zunächst unseren Versuchsaufbau genauer an. Wir haben ein eher seltsames Schleusen wer vor uns, welches links eine federbelastete Schleuse (grün) aufweist. Rechts befindet sich zwei Becken - hinter diesen befindet sich ein Überlauf aus dem System heraus. Nun wird kurz vor der Schleuse (grün) Wasser von oben uns das System gegossen. Aufgrund der Schwerkraft bewegt sich das Wasser nach unten (lilaner Pfeil). Da Strömungen in der Welt der Waffensachverständigen immer den Weg des geringsten Widerstandes gehen, weiß das Wasser zu diesem Zeitpunkt bereits, wo es hin will. Dabei verläuft der Weg des geringsten Widerstandes nicht über die Becken hinweg, sondern in das erste Becken hinein, über dessen Boden und nach oben wieder aus dem Becken heraus. 

Ja, wir fanden das auch äußerst seltsam, selbst für NRW Waffensachverständigen Niveau aber die Unterlagen zum Thema Schalldämpfer, welcher übrigens kaum drei Jahre alt sind, lassen keine anderen Schlüsse zu, wenn es um die Strömungsdynamik der Sachverständigen geht.


Da das Wasser weiß, dass der Weg nach rechts den geringeren Widerstand bietet, fließt es entsprechend in diese Richtung und erzeugt dabei eine "Welle". Dabei funktionieren "Wellen" in der Sprache der Waffensachverständigen nochmal deutlich anders als die der Physik. Wenn man mit einer anderen Person redet und dabei einen, im mitteleuropäischen Kulturraum üblichen*, Abstand von drei Meter entfernt steht, dass hört die anderen Person nicht das was man sagt, weil genau die Luftteilchen welche man ausatmen dessen Trommelfell treffen. Viel mehr versetzte man beim Sprechen den Luftteilchen direkt vor dem eigenen Mund einen Stoß, welche diese dann an die Luftteilchen vor sich weitergeben. Diese Weitergabe wird so lange vorgesetzt, bis die letzten Luftteilchen direkt vor dem Trommelfeld des gegen über diesem Trommelfell einen Stoß geben, welches diesen dann an Hammer, Amboss und Steigbügel weitergeben.

Dieses Prinzip von Wellen als Ausbreitung im Raum ohne das mitbewegen von Materie ist Waffensachverständigen unbekannt, hier wird Materie eindeutig mit bewegt. Das könnte mach, nach Aussage einiger Kollegen, auch die Ursache dafür sein, dass einem Waffensachverständigen, unter anderem auf Messen, immer näher kommen umso deutlicher sie ihre Ansichten verteidigen. Aber das is bloße Spekulation.

Sobald das erste Becken damit beginnt sich zu füllen, passiert etwas ganz erstaunliches. Hier kommt es nämlich zu einem "Stau", wobei leider noch nicht ganz klar ist, wie "Stau" bei den Waffensachverständigen den genau definiert ist. Dieser Stau übt nun eine Kraft aus und zwar drückt, der "Stau" im Becken rechts im System auf die Schleuse (grün) links im System, diese Kraft ist mit dem blauen Pfeil gekennzeichnet.

Dieser "Staudruck", welcher entgegen der Strömung/Welle (lila Pfeil) wirkt, ist nun in der Lage auf die Schleuse zu wirken. Wer nun in den letzten Beiträgen gut aufgepasst hat weiß, dass sich ein Körper auf den eine Kraft wirkt, erstmal gar nicht bewegt, sondern dann seine Kraft-Kapazität (kurz KK) langsam aufgeladen wird.

Zudem übt das Wasser im ersten Becken einen Kraft auf das Gesamtsystem aus und zwar dadurch, dass Wasser auf die rechte Beckenwand ausübt und zwar ausschließlich auf die rechte, nicht aber auf die linke Innenwand. Dies ist nach den Sachverständigen auch der Grund, warum Schalldämpfer an Feuerwaffen den "Rückstoß" (gemeint ist die vom Schützen Spürbare Kraft der Waffe, nicht der Rückstoß nach Issac Newton) reduzieren.


Hier im Zeitabschnitt 4 (t4) hat nun die Zugabe von Wasser von außerhalb des Systems aufgehört. In der Zwischenzeit konnten sich jedoch noch beide Becken füllen, welche beide einen "Staudruck" erzeugen. Dabei wird natürlich auch das Wort Staudruck von Waffensachverständigen völlig anders verwendet als in der wissenschaftlich adäquaten Strömungslehre. Denn Staudruck (ohne Anführungszeichen) entsteht dann, wenn eine Strömung (in der Wissenschaft Folge der Allseitigkeit von Druck) abgebremst wird. Wissenschaftlicher Staudruck wäre dann die Different zwischen dem Gesamtdruck und dem statischen Druck aber das führte zu weit.

Unsere beiden "Staudrücke" mit Anführungszeichen, drücken also weiter auf die Schleuse (grün) und füllen deren KK auf, während rechts in der Grafik das Wasser über und damit aus dem System heraus läuft.

Jetzt springen wir ein bisschen in der Zeit, in welcher die KK der Schleuse (grün) vollständig aufgeladen wurde und dafür gesorgt hat, dass sich diese nun öffnet, wobei sie 10 von den zwischenzeitlich 100 KK für diese Bewegung schon wieder verbraucht hat.

Nun geschieht schon wieder etwas ganz erstaunliches, denn der Weg des geringsten Widerstandes (lila Pfeil) ist nun nicht mehr das Überlaufen aus dem System heraus nach rechts über die Kante des zweiten Beckens, sondern der Weg nach links aus der Schleuse (grün) heraus, da sich diese geöffnet hat. Das Wasser beginnt nun seine ursprüngliche "Wellen-Richtung" umzukehren und aus den Becken heraus richtig Schleuse zu fließen.

Das erklärt auch, warum Waffensachverständigen glauben, dass Gasdruck beim der Verwendung von Schalldämpfern, vom Schalldämpfer aus zurück nach hinten in die Waffe strömen kann, um dann nach hinten aus der Waffe auszutreten. Ein Thema, welches ich mich im Artikel 'Warum Schalldämpfer nicht dafür sorgen, das Gas in die Waffe zurückfließt' ausführlich gewidmet habe.


Zum Ende wird es noch mal kurz extra seltsam, denn das Wasser ist in der Welt der Waffensachverständigen in der Lage, die Becken zu verlassen und nach hinten, nach oben zu fließen und den Weg aus der Schleuse heraus zu finden. Dabei gibt es wohl zwei verschiedene Erklärungen. Die erste beruht auf der von Waffensachverständigen bekannten Kraft-Kapazität (KK). Das Wasser hat auf seinem Weg aus der Schleuse einfach soviel Energie (e) aufgebaut, dass es nicht mehr ohne weiteres aufhören kann, sich richtig Schleuse zubewegen. Das ist vergleichbar mit der Gasflasche aus dem 3 Teil dieser Serie, welche sich auch auf 0 bar Druck entleeren konnte.

Die zweite Erklärung, welche unser Waffensach-Spion auf nachfrage im Kontext von Schalldämpfer erhielt ist unsere Meinung nach noch interessanter, auch wenn es nicht zu einhundert Prozent zur Zeichnung passt. Dabei würde die Schleuse (grün) respektive der Verschluss einer Waffe mit Schalldämpfer, durch seine Rückwärtsbewegung einen "Sog" erzeugen, welcher das Wasser (respektive die Pulvergase einer Feuerwaffe) nach hinten "saugt".

Dazu sei erwähnt, dass Waffensachverständige an den Horror Vacui glauben, ergo dass ein Vakuum Sachen ansaugt und nicht dass die Teilchen von außerhalb des Vakuums Körper in Richtung dieses Vakuums stoßen.


So das wars mit dem Unsinn, nun erklären wir euch, was in der Realität in einem System wie oben passieren würde und warum.


Wenn man Wasser in ein System wie oben gießt, hat dieses natürlich gar keine Ahnung, wo es hingeht oder wo es hin will. Wasser ist nicht intelligent und so fließet es gleichmäßig nach rechts und links weg.


Sobald das Wasser auf die Schleuse (grün) trifft, müssen wir uns sie Frage stellen, ob der Druck des Wassers stärker als die Federkraft zusammen mit der Reibung ist. Wäre dies der Fall würde sich die Schleuse, wie hier im Beispiel, bewegen. Dabei käme es dann drauf an wie schwer die Schleuse ist, um zu ermitteln, wie schnell sich diese in Bewegung setzen würde.

Natürlich staut sich das Wasser vor der Schleuse, da es nicht weiter kann, da die Schleuse (grün) eine Gegenkraft auf das Wasser auswirkt. Denn auch beim Kontakt zwischen Fuid (Wasser) und Festkörper (Schleuse) gilt actio-reactio, das Wasser drück auf die Schleuse aber die Schleuse drückt auch auf das Wasser. Das Wasser vor der Schleuse, drückt wiederum auf das Wasser, welche versucht in diese Richtung nachzufließen und ändert durch diese Kraft die Richtung eines Teils des nachfließenden Wasser Richtung der Becken. Als Resultat fließt nun mehr Wasser nach rechts. 


Da immer weiter Wasser ins System nachgegeben wird, erreicht es irgendwann das erste Becken in welche das Wasser hineinfließt. Während das Wasser weiter dabei ist die Schleuse zu öffnen. Letzteres passiert nun immer schneller, da aufgrund des steigenden Wasserspiegels, dem Druck des Wassers immer mehr Oberfläche an der Schleuse geboten wird. Nach der Druckformel:

F = p * a

Kraft ist gleich Druck mal Fläche

Führt eine Zunahme an Fläche (a) zu einer deutlich höheren Kraft (F).


Hier befinden wir uns im vierten Zeitabschnitt (t4) zu welchem sich das erste Becken bereits vollständig gefüllt hat. Der Druck, welcher auf die Schleuse (grün) wirkt bliebt immer noch bestimmt durch die ihr anliegenden Wassermassen und nicht durch den Druck in den Wasserbecken.

Was sich Jedoch auf den Druck gegen die Schleuse auswirken würde, wäre, wenn das System vor den Becken einfach schlicht abgeschnitten wäre und das Wasser noch vor den Becken in Freie abfließen könnte. In einem solchen Fall würde der Druck auf die Schleuse deutlich sinken. Im Fall der Becken jedoch sinkt der Druck auf die Schleuse eher, da das Wasser die Becken zunächst für eine kurze Zeit füllen kann.

Hier gilt das Gleich wie bei Feuerwaffen. Eine Waffe mit kurzem Lauf hat einen geringen Stoßbodendruck. Das Anbringen eines Schalldämpfer erhöht diesen Druck, jedoch nicht so stark wie als besäße die Waffe einen Lauf von der Länge des ursprünglichen Laufes plus der Länge des Schalldämpfers.


Nun hat auch unser System die Stufe erreicht an welcher zum einen kein weiteres Wasser mehr nachgefüllt wird aber es auch schon zum Überlaufen des Systems kommt und zwar nach beiden Seiten hin. Der Grund dafür ist, dass es in der Realität keine Kraft-Kapazität gibt und zum anderen an dem Faktum, dass Druck in der Realität allseitig ist, was dafür sorgt, das Wasser zu beiden Seiten hin drückt und bei Erfolg des Drucks auch fließt.

Das abfließen von Wasser passiert dabei an der Schleuse (grün) nur solange, bis der Druck des Wassers unter die Kraft der Feder sinkt. Denn dann würde sich die Schleuse einfach wieder schleißen, dafür bracht sie keine Umkehrkraftkapazität wie die Waffensachverständigen behaupten, sondern einfach nur die Spannenergie der Feder, welche vom Wasserdruck komprimiert wurde.

Wasser, welches auf der rechten Seite das System durch Abfluss verlässt, wird dies so lange tun, bis der Wasserspiegel sich mit der Oberkante des ganz rechten Beckens ausgeglichen hat.

Dabei ist davon auszugehen, dass alles Wasser links vom ursprünglichen Ort des Eingießens das System auch nach links verlassen wird - wobei alles Wasser rechts des Ursprungsort das System nach rechts verlassen wird. Die einzige Möglichkeit, einer Umkehrung dieser Strömung wäre es, wenn sich die Schleuse sehr früh wieder schließt, wobei verbleibendes Wasser dann nach rechts strömen würde. Außer das in den Becken. Was aus keinen Fall passieren kann ist, das Wasser von der rechten Seite des Ursprungs den Weg nach links nähme.


Nun sehen wir uns zum Schluss noch das Ende unserer Simulation an. Die Schleuse (grün) hat sich wieder geschlossen und alles Wasser, welcher über dem Level der Grundlinie lag ist abgeflossen. Das Wasser in den Becken verbleibt dort selbstverständlich, da es keine Kraft-Kapazität oder der Sog der sich öffnenden Schleuse in der Lag sind, dieses aus den Becken herauszuziehen.

Fazit:

Ich habe schon einige Male als Verteidigung der Waffensachverständigen gehört, dass deren "Eigenes Material" bestimmt veraltet sei und dass man nicht darauf rumreiten sollte*. Aber das "Eigene Material" zum Thema Schalldämpfer ist neu und enthält noch mal mehr Unsinn als das "Material" zum Thema Verschlussantriebe. Zusammenfassen nehmen wir mit:
  • Strömungen und Druck sind für Waffensachverständige das Gleiche. Da aber auch schon Stoß und Druck das Gleiche sind, sind Strömungen gelichzeitig auch Stöße.
  • Druck/Stoß/Strömungen nehmen immer den Weg des geringsten Widerstandes.
  • Es gibt gewisse Staudrücke, welche entgegen der Strömung wirken können.
  • Wenn sich der Druck/Stoß/Strömung ein neuer Weg eröffnet, macht diese auch achon mal einfach mal auf dem Absatz kehrt.
  • Wellen sind aktiv bewegte Materie, welche die Strecke der Welle als ganzes zurücklegen.
  • Ein Vakuum zieht (saugt) aktiv Körper zu sich. (Horror Vacuui)
Davon sind die letzten zwei Punkte keine eigenen Erfindungen der Waffensachverständigen, sondern Teile der Küchen Physik und im Fall des Horro Vacuui Teil der mittelalterlichen Vorstellungswelt.

Anmerkung:

*Das deren Material hoffnungslos veraltet ist, ist keine Entschuldigung, wenn man diese Ansichten zum einen weiter verbreitet und zum anderen allen Leuten, welche in Physik aufgepasst haben an den Kopf wirft, die Waffenkunde nicht verstanden zu haben.

17. März 2026

Reibung - Die Physik der NRW Waffensachverständigen erklärt Teil 2

Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen zu einem weiteren Beitrag, in welchem ich die Physik der Waffensachverständigen aus dem Bundesland Nord-Rhein Westphalen möglichst verständlich erkläre.

Wie im ersten Teil (Bewegung von Körpern) bereits erklärt habe, hat nach Jahren endlich Jemand Zugang zum eigenen Material der Waffensachverständigen erhalten, in welchem die Funktion einiger Waffensysteme erklärt wird. Dabei kollidieren diese Erklärungen jedoch mit den Fundamenten der wissenschaftlichen Physik. Um trotzdem ihren Funktionsbeschreibungen treu bleiben zu können, hat die aktuelle Generation der Waffensachverständigen eine regelrechte eigenen Physik erschaffen, welche ich in den Folgenden Zeilen ausführlich erklären werde.

Aber wie bereits im ersten Teil gilt: Warnung, Dieser Text enthält allen möglichen technischen Unsinn und kann bei Menschen, denen seriöse Naturwissenschaft am Herzen liegt oder auch bei Leuten, welche erfolgreich eine weiterführende Schule abgeschlossen haben, zu körperlichen Schmerzen führen.

Nun aber zum heutigen Thema: Reibung, denn Reibung ist für NRW-Waffensachverständige nicht einfach eine Kraft, welche bei entgegengesehnter Bewerbung zweier sich berührender Köper auftritt und dabei immer entgegen der Bewegungsrichtung belastend wirkt, sondern eine Kraft die immer da ist aber dazu sehen wir uns ein einfaches Beispiel an.


Unser Aufbau besteht aus einer Schrägeebene (grau), auf dieser Schräge ruht ein Körper (lila). An diesem Körper ist ein Seil befestigt, welcher über eine Rolle zu einem Eimer führt, dieser ist mit Sand gefüllt, welcher jedoch, durch ein Loch im Eimer, langsam aus dem Eimer herausrieselt. Dabei ist der Eimer zum ersten Zeitpunkt (t0) noch schwerer als der Körper und versucht diesen die Schrägeebene herauf zu ziehen. Im Sprachgebrauch der Waffensachverständigen bekommt der Körper (lila) einen Impuls F_im. Jedoch verhindert die Reibung F_R jegliche Bewegung, da der Körper (lila) eine raue Unterseite (roter kreis) besitzt.

Die ist der Grund, warum Waffenverschlüsse, welche entweder auf Reibung oder auf Gasbelastung (HK P7) setzten, sich aus Sicht der Waffensachverständigen zunächst gar nicht bewegen, sondern beim Schuss von Ruhe bleiben.

Trotz der Tatsache, dass sich der Köper (lila) nicht bewegt, wird trotzdem seine Kraftkapazität (KK) aufgeladen und so erhält der Köper in unserem Beispiel bereits 10 von möglichen 100 KK.


Im nächsten Zeitabschnitt leer sich der Eimer langsam, wodurch sich sein Gewicht ständig reduziert und seine F_G langsam abnimmt. Da der Eimer nun deutlich weniger stark am Köper (lila) zieht, sinken mit der F_G (Gravitationskraft) des Eimers auch die F_im (Impulskraft) am Köper und sorum auch die F_R (Reibungskraft).

Dies ist der Grund, warum Waffen mit Reibungsverschlüssen oder Waffen mit Gasbelastung, erst dann damit beginnen zu repetieren, ergo ihren Verschluss zu bewegen, wenn das Geschoss den Lauf der Waffe bereits verlassen hat. Denn nach dem Druckabfall in der Waffe reduzieren sich die Reibungskräfte oder Gasbelastungskräfte (HK P7) und die Bewegung des Verschlusses wird nicht weiter gehemmt.

Die KK des Körpers (lila) konnte sich jedoch inzwischen mit 100 von möglichen 100 komplett füllen.


Im letzten Zeitabschnitt, hat sich der Eimer beinahe vollständig geleert und er ist nicht mehr in der Lage eine starke F_G (Gravitationskraft) auf den Körper (lila) auszuüben. An dieser Stellen könnten einige Anmerken, dass nun zu erwarten wäre, dass der Körper (lila) einfach die schrägen Ebene herunterrutschen würde. Dies ist jedoch aus Sicht der NRW-Waffensachverständigen nicht der Fall.

Da die Zugkraft des Eimers nachgelassen hat, hat auch die Reibung (F_R) zwischen Körper und schräger Ebene nachgelassen. Ohne die Hinderung durch die Reibung ist es dem Körper nun endlich möglich, die Bewegung durchzuführen, an welchem ihn die Reibung bisher gehindert hatte.

Folglich bewegt sich der Körper (lila) nach oben die schräge Ebene hinauf. Er bekommt also, wie der Körper im Beitrag über die Bewegung von Körpern Energie (e), verbraucht dabei jedoch seine Kraftkapazität (KK), welche in unserem Biespiel jetzt noch 80 von 100 beträgt. Bergauf ist es eben ansträngender als Bergab.


Die Große Frage meiner Kollegen, welche sich ebenfalls mit dem Material der NRW-Waffensachverständigen auseinandergesetzt haben, war, wie ein Körper ohne Antrieb eine schräge Ebene hinauf wandern kann. Die Antwort liegt in der Kraftkapazität, welche sich, in den Augen der NRW-Waffensachverständigen, in Körpern aufladen und wieder entladen kann. 


Da das alles, wie auch im ersten Teil völliger Unsinn ist, hier nochmal das Ganze, wie es in der Realität der empirisch Adäquaten Physik ablaufen würde:


Gleicher Aufbau aber wie immer in der seriösen Wissenschaft eine ganze Menge mehr Werte. F_G zieht den Eimer aufgrund der Schwerkraft nach unten aber auch der Körper (lila) wird von der Gravitation nach unten gezogen. Jedoch kommt beim Körper noch die Normalkraft (F_N) als Gegenkraft dazu, welche von der schrägen Ebene auf den Köper wirkt*. F_GN ist wiederum die Gegenkraft des Körper (lila) auf die Normalkraft der schiefen Ebene.

Diese Kräfte resultieren in der Hangabtrieskraft (F_GH), der Körper möchte also gerne die schiefe Ebene herunterrutschen. Erst dadurch könnte die Reibungskraft (F_R) entstehen, wenn sich denn der Körper (lila) bewegte. Tut er dies nicht, entsteht auch keine Reibung.

Jetzt ist natürlich die große Frage, was schwerer ist, der Körper oder der Eimer mit Sand. Wären beide gleich schwer, würde erstmal eine Kräftegleichgewicht herrschen und keine Bewegung stattfinden. Wäre der Eimer schwerer, dann würde der Körper versuchen die schiefe Ebene hinauf zu rutschen, dann müsste man die Reibung berechnen. Wäre die Reibung größer als das Kräfte Delta (F_G Eimer Δ F_G Körper) würde es wieder zu einem Stillstand führen. Erst wenn die Reibung kleiner wäre als das Kräfte Delta, würde der Körper nach oben, die schiefe Eben hinauf, gezogen werden. Dabei würde der Pfeil F_R jedoch seine Richtung ändern, da Reibung immer entgegengesetzt der Bewegungsrichtung als Gegenkraft wirkt.


Der Einfachheit gehen wir jedoch von dem Fall aus, dass der Eimer leichter sei als der Körper (lila). Dabei wird der Eimer jedoch in der ersten wichtigen Frage komplett ignoriert und es wird geschaut oder genauer berechnet, ob die Hangabtriebskraft stärker ist als die Reibung. Sollte die Reibung stärker sein, so würde keine Abwärtsbewegung stattfinden, egal wie leicht der Eimer wäre.

In unserem Beispiel lassen wir den Eimer jedoch leichter sein, was unmittelbar zu einem herabrutschen des Körper führt, welcher einen Bewegungsimpuls (p¬) erhält, welcher jedoch durch die nun auftretende Reibung (F_R) belastet wird, dessen Richtung in der Zeichnung korrekt die schiefe Eben hinauszeigt. Der leichtere Eimer erhält ebenfalls einen Bewegungsimpuls (p) welche in Richtung der Umlenkrolle gerichtet ist.


Während der Bewegung verlieht der Eimer weiter Sand, wodurch sich seine Gewichtkraft (F_G) immer weiter reduziert. Das Resultat ist ein immer geringer werdender Unterschied (Delta Δ) zwischen der Gewichtskraft des Eimers und der Gewichtskraft des Körpers (lila), dies wiederum erhöht die Hangabtriebskraft (F_GH) des Körpers (lila) und damit seinem Impuls (P¬). Die Reibung steigt zwar mit der (F_GH) kann aber ein immer weiteres Beschleunigen nur belasten, jedoch nicht verhindern oder verzögern. Weder ist eine zeitliche Verzögerung möglich noch eine Verzögerung in der Bedeutung als einer negativen Beschleunigung.

Fazit:

Wir sehen also, dass die empirisch adäquate Physik hinter Reibung deutlich komplizierter ist als das, was die NRW-Waffensachverständigen so von sich geben. 

Mittlerweile gehe ich stark davon aus, dass die Sachverständigen nicht aus purem Spaß eine eigenen Physik erschaffen haben. Vielmehr versuchen diese, vereinfachte Erklärungen von Waffenfunktionen im nachhinein pseudowissenschaftlich zu untermauern und genau dabei kommt es zu Stielblüten wie der Kraftkapazität.


*Das Konzept der Normalkraft, kommt bei den NRW-Waffensachverständigen gar nicht vor. Anglich soll auf die Nachfragen des Maulwurfes, diese Kraft nicht existieren. 

27. November 2024

Gasdruckleugnung oder Sportschützen gegen die Wissenschaft

Hallo und herzlich Willkommen zu einem neuen Beitrag zum Thema Waffenkunde.

Es gibt ja wirklich viel dummes Zeug im Internet und auch so einigen Unsinn, welcher man sich von Hobbyschützen anhören kann aber nichts davon ist so strunz dumm wie das Leugnen des Gasdrucks in Feuerwaffen. Naja nicht ganz, denn obwohl wir seit Blaise Pascal wissen, dass Gasdruck allseitig ist, wird meist nur eine ganz bestimmte Seite des Drucks geleugnet nämlich der Rückdruck, ergo die Stoßbodenkraft und damit die so ziemlich gefährlichste Kraft in einer Feuerwaffe. Die meisten wissen gar nicht wie nötig wir in Deutschland unsere ganzen Regeln und die Beschussämter haben, bis man es mit einem Rückdruckleugner zu tun bekommt. Aber fangen wir an, den Unsinn wissenschaftlich zu zerlegen.

Literatur

Der Ursprung ist ein bekannter Fehler in der amerikanisierten Waffensprache, wonach Waffen mit Masseverschlüssen zu den Rückstoßladern gezählt wurden. Dieser Fehler wurde leider sehr oft unreflektiert abgeschrieben. Trotz dieses Fehlern in der Benennung, ist die Beschreibung in der Fachliteratur meist richtig und gibt korrekt an, dass Masseverschlüsse vom Gasdruck angetrieben werden.

Rückdruckleugner sind jedoch der falschen Überzeugung, dass die Benennung als Rückstoßlader, für Masseverschlüsse, richtig sei und argumentieren teils sehr aggressiv dagegen, wenn man sie darauf aufmerksam gemacht werden, dass dies nicht den mechanisch physikalischen Tatsachen entspricht. Ihre Argumentation besteht dabei meist aus Scheinargumenten sowie aus Geschwurbel, das zwar auf den ersten Blick wissenschaftlich klingt aber keiner empirischen Prüfung stand hält. Zudem widersprechen sie, mit dieser Ansicht, folgenden deutschen Fachwerken:

  • Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen von Karel Krnka
  • Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick über die Handfeuerwaffen und ihre Geschichte von Jaroslav Lugs
  • Verschlusssysteme von Feuerwaffen von Peter Dannecker
  • Waffen-Schmidt Waffen- und Munitionstechnisches Handbuch von Karl Böhlein, Rolf Brand
  • Moderne Faustfeuerwaffen von Gerhard Bock
  • Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr von C. Cranz
  • Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik von Robert Weisz
  • Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch von der Rheinmetall GmbH, Dr. R. Germershausen
  • Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik von Thomas Enke
  • Waffenlehre für die Bundeswehr von Heinz Dathan
  • Die deutschen Militärgewehre und Maschinenpistolen 1871-1945 von Hans-Dieter Götz
  • Visier Special Ausgabe 68 P.38 & P1 Die Pistolenfamilie von Matthias S. Reckenwald
  • Schützenwaffen Heute (1945-1985) von Günter Wollert, Reiner Lidschun, Wilfried Kopenhagen
  • Die offizielle Geschichte der Oberndorfer Firma Heckler&Koch von Manfred Kersten, Walter Schmid
  • ...sowie weitere

Das Phänomen existiert im übrigen nur in der deutschen Sprache. Im englischen zählt die Antriebsart Blowback als Unterkategorie von Gas Operation im Gegensatz zur Recoil Operation. Auch das versuchen Rückdruckleugner zwar zu leugnen, stehen dabei aber gegen:

  • The World's Assault Rifles von Gary Paul Johnston & Thomas B. Nelson
  • Sub-Machine Gun, The Development of Sub-Machine Guns and their Ammunition von Maxim Popenker & Anthony G. Williams
  • Engineering Design Handbook - Gun Series - Automatic Weapons vom United States Army Materiel Command
  • Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book von Julian S. Hatcher
  • The Machine Gun Vol. IV Design Analysis of Automatic Firing Mechanism von Georg M. Chinn
  • Tactical Small Arms of the 21st Century von Charls Cutshaw
  • ...sowie gegen weitere englische Autoren.
Ursachen

Die Ursache für dieses Verhalten ist wahrscheinlich darin begründet, dass Rückdruckleugner nicht zugeben können und wollen, dass sie jahrelang unrecht hatten. Wir erinnern uns an den von Simon Stolle beschriebenen Gunning-Kruger-Effekt, wonach das Wissen über Waffen zu einem Teil der Persönlichkeit von machen Laien und Endbenutzern wird. Geht nun Jemand her und macht sie auf einen Fehler aufmerksam, so hat das Ego des Rückdruckleugners Angst, dass ein Teil der Persönlichkeit weggerissen werden kann. Dagegen muss sich das Ego des Rückdruckleugners mit allen Mitteln wehren, sie es hat und das sind meist keine sachlichen Argumente, sondern Scheinargumente, persönliche Angriffe auf das Gegenüber und pseudo wissenschaftliches Geschwurbel. Das es Messungen und Zeitlupenaufnahmen der Waffen gibt, wird von Betroffenen einfach weg ignoriert.

Rückdruckleuger verstehen zudem meist nicht, dass es sich bei der Frage um eine naturwissenschaftliche Frage handelt und versuchen mit Argumenten aus anderen Wissenschaftsbereichen zu argumentieren. So versuchen sie es oft mit Axiomen aus Strukturwissenschaften, dem sogenannten Axiomenexport.

Typische Argumente

Rückdruckleugner benutzt, für die Untermauerung ihrer Schwurbelei häufig die immer gleichen Argumente. Die meisten davon Scheinargumente oder Behauptungen ins blaue hinein, in der Umgangssprache auch Lügen genannt.

Es war schon immer so.

Nein, der Fehler stammt hauptsächlich aus den 50er Jahren. Die erste Kategorisierung der automatischen Waffen in der deutschen Sprache von Karel Krnka listet Waffen mit Masseverschluss als Gasdrucklader auf.

In der Mehrheit der Fachliteratur steht...

Nein, es wird zwar manchmal das Wort Rückstoßlader verwendet aber in Fließtext liest man, dass der Gasdruck den Verschluss antreibt. Selbst wenn, so hat eine Mehrheit in einer Naturwissenschaft wenig Gewicht gegen ein Experiment. Es sei an das Buch 100 Autoren gegen Einstein erinnert.

Aber in der Dienstvorschrift steht...

Ja aber in einer anderen Dienstvorschrift steht auch, die P1 sei ein Rückdrucklader und auch das ist physikalisch nicht richtig. Hier wird versucht eine naturwissenschaftliche Tatsache mit einem Axiom aus einer Formalwissenschaft zu belegen, typischen Schwurbler verhalten.

Aber der Hersteller sagt...

Nein, Heckler & Koch haben schon vor Jahren die Drucksache 358 rep.6 herausgegeben und dort klar Stellung bezogen. Warum im Werbematerial was anders steht, sieht man am verhalten der Rückdruckleugner. Die Firmen haben keine Lust sich böse Emails von Schwurblern schicken zu lassen.

Dann gibt es aber gar keine Rückstoßlader...

Doch, die gibt es eine Glock 17 wird ohne Geschoss nicht repetieren, egal wie groß der Gasdruck im Lauf ist.

Es ist doch Egal, ob die Waffe mit Manöverpatronengerät funktioniert und nicht

Nein, ist es nicht, denn genau das ist eines der Experimente zur Kräftefindung, das ist ein der Physik eines der wichtigsten Formen der Erkenntnisgewinnung. Das wissen aber die Schwurbler nicht. Repetiert eine Waffe ohne Geschoss ist sie kein Rückstoßlader.

Was ist mit dem MG42?

Das nutzt ein hybrides Antriebsystem aus Rückstoß und Gasdruck, ohne Rückstoß arbeitet das Gasssystem weiter. Ist aber auch seit Jahren bekannt.

Mathematische Probe

Es existiert eine einfache mathematisch Rechnung, um empirisch adäquat feststellen zu können, ob es sich bei einer Feuerwaffe, um einen Rückstoßlader handelt. In seinem Magnum Opus Philosophiae Naturalis Principia Mathematica definiert Issac Newton die natur Gegenreaktionen im zweiten Teil des dritten Axioms wie folgt:

Actioni contrariam semper et aequalem esse reactionem, sive corporum duorum actiones in se mutuo semper esse aequales et in partes dirigi.

Daraus ergibt sich folgende mathematische Formel:

Actio-Masse × Actio-Geschwindigkeit = Reactio-Masse × Reactio-Geschwindigkeit

Übertragen auf Feuerwaffen:

Geschoss-Masse × Geschoss-Geschwindigkeit = Verschluss-Masse × Verschluss-Geschwindigkeit

Nun setzt man nun die Masse-Werte für die israelische Maschinenpistole Uzi (MP2 bei der Bundeswehr) ein. 6860 Gramm für den Verschluss sowie 8 Gramm für ein durchschnittliches Geschoss einer 9x19 mm Patrone. Gesucht ist die Verschlussgeschwindigkeit ergo der resultierende Impuls der Reactio-Masse. Für die Rechnung nimmt man jedoch einen Geschosstecker im Übergangskonus an, bei welchem sich das Geschoss nicht bewegt. Mathematisch setzt man dazu für die Variable der Geschossgeschwindigkeit eine Null ein.

8 Gramm × 0 = 6860 Gramm × ?

Da Null multipliziert mit einer natürlichen Zahl immer ebenfalls Null ergibt, steht auf der liken Seite ein Wert von genau Null.

0 = 6860 Gramm × ?

Auf der anderen Seite wird mit 6860 Gramm das Verschlussgewicht der Uzi eingetragen. Da Null gleich Null ist, müsste man mathematisch davon ausgehen, dass sich der Verschluss der Uzi bei einem Geschossstecker nicht bewegen dürfte, damit auf der anderen Seite der Gleichung ebenfalls ein Wert von Null steht. Da sich der Verschluss in der Realität trotzdem bewegt, gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder man akzeptiert, dass 0 nicht gleich 0 ist. Dies widerspricht jedoch der wissenschaftlichen Mathematik. Aus diesem Grund muss diese Lösung des Problems als unwissenschaftlich verworfen werden.

0 = ≥1

Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass man der Mathematik, damit der Wissenschaft und ihren empirischen Arbeitsmuster treu bleibt und davon ausgeht, dass der Rückstoß, welcher mathematisch gleich Null ist und damit den Verschluss nicht bewegen kann, nicht für die Verschlussbewegung der Uzi verantwortlich ist.

0 = 0

Lösung

Der Verschluss der Uzi Maschinenpistole wird nicht vom Rückstoß, sondern vom Gasdruck angetrieben. Das dritte Axiom nach Issac Newton greift hier nicht, um die Verschlussbewegung zu berechnen. Die richtigen physikalischen Gesetze wären zum einen die Definition des Drucks als:

p = F / A

Druck (p) ist die Kraft (F) geteilt auf die Fläche (A). Umgestellt nach F:

F = p * A

Die Kraft, welche auf den Verschluss wirkt ergibt sich aus dem Druck (p) mal der Fläche (A) des Patroneninnebodens.

Die zweite Formale ist die Definition eines Kraftstoßes als:

i = f / m

Der gesuchte resultierende Bewegungsimpuls (i) des Verschlusses ist gleich der resultierenden Gasdruckkraft (F) geteilt durch die Masse (m) des Verschlusses. Der Verschluss der Uzi wird von der Kraft (f) des Gasdrucks (p) angetrieben und erhält dabei eine Geschwindigkeit anhängig von seiner Masse (m), aus diesem Grund wird das Verriegelungssystem der Uzi wissenschaftlich als Masseverschluss bezeichnet sowie das Antriebssystem als indirekter Gasdrucklader.

Beweis Krummlaufwaffen


Die obere Kanone fährt beim Schuss, durch den Rückstoß der abgefeuerten Kugel, zurück. Die zweite Kanonen, dessen Lauf nach oben gebogen ist, wird jedoch nach unten gestoßen und landet im Dreck.

Rückstoß und Rückdruck wirken,
bei Waffen mit krummen Läufen,
in unterschiedliche Richtungen.
Bei keiner anderen Waffenart oder Waffenzubehör ist der Unterscheid zwischen Rückstoß und Rückdruck deutlicher als bei Waffen mit krummen Läufen oder Krummlaufaufsätzen, wie dem Vorsatz P für das Sturmgewehr 44. Durch den krummen Lauf, verlässt das Geschoss die Waffe seitlich, wodurch auch der Rückstoß final seitlich auf die Waffe wirkt. Ein Stg.44 mit Vorsatz P schlägt nicht nach hinten, in Richtung der Kolbenplatte, sondern, je nach Ausrichtung der Laufmündung, zur Seite oder nach oben. Folglich wirkt der Rückstoß hier entgegen dem Geschossaustritt. Der Rückdruck hingegen wirkt nach wie vor auf den Stoßboden der Waffe.

Gäbe es keinen Rückdruck, sondern nur Rückstoß, so würden direkte Gasdrucklader mit Krummläufen, wie eine Ruger 10/22 nicht mehr in der Lage sein zu repetieren, da nun der Rückstoß nicht mehr nach hinten auf den Stoßboden wirken würde, sondern seitlich auf die Waffe. Direkte Gasdrucklader (Rückdrucklader) genauso wie indirekte Gasdrucklader (Stg.44 mit Vorsatz P) sind jedoch auch mit gebogenen Läufen oder Krummlaufaufsätze nachwievor in der Lage zu repetieren.

Rückstoßlader, wie die Walther P.38 oder Glock 17 hingegen stellen beim Aufsatz eines Krummlaufes jegliche Repetierfunktion ein. Aus diesem Grund, wird im israelischen Cornershot die gesamte Pistole mit Stoßboden angewinkelt und auf einen Krummlauf für die eingesetzte Pistole verzichtet.

Der Text wird wahrscheinlich nicht reichen, um bildungsferne Hobbyschützen aus ihrer an Verschwörungsmythen grenzenden Sturheit zu holen und ins Licht der empirischen Wissenschaft zu führen aber eventuell fand es ja der ein oder anderen unterhaltsam.

Weitere Grundladen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik, Thomas Enke, 2021

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970